02/01/2015
Ich wünsche Euch allen ein erfülltes NEUES Jahr mit Gesundheit, Erfolg, Freude, Herausforderungen zum Wachsen und Phasen der Entspannung zum Kraftschöpfen.
Mögen alle Wünsche in dem Maße Erfüllung finden, wie es für uns zum Besten ist und dem Wohle aller dient.
Die folgende Geschichte könnte Euch anregen, im neuen Jahr Eure individuellen "Zeichen" zu hinterlassen.
Es ist immer gut, neue Wege zu gehen, denn auf asphaltierten Straßen hinterlassen wir keine Spuren!
Lasst uns dieses Jahr viele Spuren in den Herzen hinterlassen ...
Alles Liebe, Licht, Vertrauen und Dankbarkeit
Euer Hans vom Gesundheitshaus
Zeichen auf dem Weg
(erzählt von HUM)
Ein weiser Mann schickte seine beiden Söhne Tambu und Rafiki hinaus in die Welt, um sich in den Dörfern umzuschauen und Erfahrungen für ihr Leben zu sammeln. Als Aufgabe übertrug er ihnen, dass sie Zeichen auf dem Weg hinterlassen sollten. Eine nähere Erläuterung fügte er jedoch nicht hinzu. So machten sich die beiden jungen Männer auf den Weg in die Fremde.
Tambu war sehr gewissenhaft und fertigte in bestimmten Abständen aus Naturmaterialien kunstvolle Zeichen. Aus Grasbüscheln flocht er Zöpfe oder schlang sie zu Knoten zusammen, Er knickte Zweige und legte sie zu Mustern auf den Weg. Er war ganz in die Erfüllung der Aufgabe vertieft und hatte weder Auge noch Ohr für die Menschen, die ihm begegneten. Zufrieden stellte er fest, dass sein Weg von vielen Zeichen geschmückt war.
Sein Bruder Rafiki dagegen hinterließ keine Zeichen am Weg, er liebte die Gesellschaft von Menschen. So setzte er sich in einem Dorf mit einigen Männern zusammen, erzählte aus seinem Leben, hörte ihren Geschichten zu und aß und trank mit ihnen, ehe er weiterzog. In einem anderen Dorf schloss er Freundschaft mit einem gleichaltrigen Jungen, der ihn mit in die Familie nahm und der Dorfgemeinschaft vorstellte. Doch auch dort verweilte er nur kurz, denn es zog ihn weiter zu neuen Begegnungen. So konnte er in einem anderen Dorf ein Fest mitfeiern, nachdem ihm ein junges Mädchen einen Trunk kühlen Wassers dargeboten hatte, das ihm bei der sengenden Hitze sehr gut tat.
Nach der vereinbarten Zeit kehrten die Jungen zurück zu ihrem Vater und erzählten von ihren Erlebnissen. Nun überraschte der Vater seine Söhne damit, dass er mit ihnen den Weg noch einmal gemeinsam zurücklegte. Rafiki wurde überall mit Freuden begrüßt und mit seinem Vater zum Verweilen eingeladen – an Tambu erinnerte sich jedoch niemand.
Als Tambu seinen Vater nach dem Grund befragte, gab dieser ihm eine klare Antwort: „Mein Sohn, es gibt viele Zeichen, die wir setzen können. Am nachhaltigsten bleiben jedoch die Zeichen, die wir durch Freundschaft und Anteilnahme in den Herzen anderer Menschen hinterlassen. Wenn Grasbüschel und Zweige von Ziegen gefressen oder vom Wind fortgetragen wurden, bleiben die Erinnerungen in den Menschenherzen.“