12/01/2026
„Ich hatte selbst Katzen, bei denen nichts ‚funktionierte‘ …“
Es gab eine Zeit,
da habe ich alles gemacht,
was als „richtig“ galt.
Ich habe gelesen.
Beobachtet.
Strukturiert.
Mich angepasst.
Bachblüten.
Feliway.
Zylkene und Anxitane.
Katzenpsychologen und Tierkommunikation.
Tipps aus dem Internet (50 verschiedene von denen, die sich als Profis hielten)
Gittertür.
Geruchstausch.
Raumwechsel (fand Ebony total blöd)
..und so einiges mehr...
Erfolg sah aber anders aus, es wurde, statt besser, nur schlimmer; plötzlich wurde Diego unsauber. Ich war ständig beim Tierarzt, weil Django ihn auch immer ansprang. Fell flog.
Ein Gekreische und Gejage, Rückzug, Angst, Panik, diese Spannung...
Ich weiß noch genau,
wie sehr mich das verunsichert hat.
Nicht, weil ich meine Katzen nicht liebte.
Sondern weil ich sie liebte
und es trotzdem nicht besser wurde.
Ich wollte doch nur mit meinen Katzen zusammenleben und nicht immer "wegsperren" oder nebeneinander her leben.
Der Wendepunkt kam nicht durch einen neuen Tipp.
Nicht durch mehr Kontrolle.
Nicht durch schnelleres Eingreifen.
Sondern durch eine Erkenntnis,
die alles verändert hat:
👉 Ich habe versucht, Verhalten zu lösen,
ohne Sicherheit zu verstehen.
Ich wollte Symptome bekämpfen und habe die Ursache nicht verstanden.
Meine Katzen waren nicht „schwierig“.
Sie waren unsicher.
Und ich war es auch.
Nicht unfähig –
sondern überfordert, angespannt
und innerlich ständig auf der Suche
nach der richtigen Entscheidung.
Erst als ich begonnen habe, meine Katzen und ihre individuelle Persönlichkeit zu verstehen, mangelndes Selbstvertrauen und fehlende Frustration, konnte ich viel leichter für Ruhe sorgen.
Es hat sich etwas verschoben.
Langsam.
Leise.
Aber nachhaltig.
Diese Erfahrung prägt meine Arbeit bis heute.
Ich arbeite nicht mit schnellen Lösungen,
weil ich weiß,
wie sich kurzfristige Ruhe anfühlt
und wie leer sie ist,
wenn Sicherheit fehlt.
Ich arbeite mit Beziehung,
mit Struktur,
mit Schritt-für-Schritt-Begleitung –
für Katzen und für Menschen.
Du musst diesen Weg nicht alleine gehen.
Veränderung darf ruhig entstehen.