16/02/2026
Vielleicht kennst du das:
An manchen Tagen fühlst du dich eigentlich “normal” – und dann kippt es.
Ein Geräusch zu viel. Ein Blick. Eine Nachricht. Ein Termin. Und plötzlich bist du innerlich nicht mehr bei dir. 🫧
Früher habe ich das oft als „Ich bin halt zu empfindlich“ bewertet.
Heute sehe ich es anders: Das ist nicht Schwäche. Das ist Nervensystem. 🤍
Ein Begriff, der mir dabei sehr hilft, ist das „Fenster der Toleranz“.
Das ist wie ein innerer Bereich, in dem wir gut mit dem Leben umgehen können:
wir können denken, fühlen, reagieren – ohne uns zu verlieren.
Und wenn wir rausfallen, passiert meist eins von zwei Dingen:
• Drüber (Übererregung):
Alles wird eng, schnell, laut. Ich werde reizbar, ungeduldig, innerlich getrieben.
Ich will am liebsten alles sofort lösen – und gleichzeitig ist alles zu viel.
• Drunter (Untererregung):
Ich werde leer, müde, ziehe mich zurück, fühle mich wie abgeschnitten.
Dann denke ich manchmal: „Ich kann nicht mehr.“ Und es wirkt, als wäre ich weit weg.
Und das Entscheidende ist:
Beides ist keine „Persönlichkeitsmacke“. Es ist ein Schutzmechanismus.
Dein System versucht, dich zu sichern. 🌊
Wenn du das heute liest, dann nimm es bitte als liebevolle Entlastung:
Du musst dich nicht verurteilen.
Du darfst dich verstehen.
Meine sanfte Frage an dich:
Wo bist du gerade eher – drin, drüber oder drunter? 🪟
Und wenn du draußen bist:
Was wäre ein kleiner Schritt, der dich wieder 5% näher zu dir bringt?
Ein Atemzug. Ein Tee. Ein Spaziergang. Weniger Input. Mehr Raum. 🤍
Wenn du magst, schreib nur ein Wort in die Kommentare:
drin / drüber / drunter 🫶