26/04/2026
"Gehmeditation bei Wut
Wenn Ärger aufkommt, möchten wir vielleicht nach draußen gehen, um Gehmeditation zu praktizieren. Die frische Luft, die grünen Bäume und die Pflanzen werden uns dabei sehr helfen.
Wir können so üben: Einatmend weiß ich, dass die Wut da ist. Ausatmend weiß ich, dass die Wut nicht ich bin.
Beim Einatmen weiß ich, dass Wut unangenehm ist. Atme ich aus, weiß ich, dass dieses Gefühl vergehen wird.
Beim Einatmen bin ich ruhig. Beim Ausatmen bin ich stark genug, mich um diese Wut zu kümmern.
Um das durch den Ärger verursachte unangenehme Gefühl zu mindern, widmen wir unser ganzes Herz und unseren ganzen Geist der Praxis der Gehmeditation, indem wir unseren Atem mit unseren Schritten kombinieren und dem Kontakt zwischen unseren Fußsohlen und der Erde unsere volle Aufmerksamkeit schenken.
Während wir gehen, rezitieren wir diesen Vers und warten, bis wir ruhig genug sind, um direkt auf die Wut zu schauen.
Bis dahin können wir unsere Atmung, unser Gehen und die Schönheiten unserer Umgebung genießen. Nach einer Weile wird unsere Wut nachlassen, und wir werden uns stärker fühlen.
Dann können wir beginnen, die Wut direkt zu beobachten und versuchen, sie zu verstehen."
~Thich Nhat Hanh