12/03/2026
Zwei Länder, ein Krankenhaus, Versorgung über Ländergrenzen hinweg. Ja, es geht, wenn man wirklich will!
Ein kleines Krankenhaus in Katalonien macht es vor, dass grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung tatsächlich funktioniert. Spanische und französische Patienten geben bei der Aufnahme einfach ihre Krankenversicherungskarte ab, erhalten die notwendige Behandlung und gehen am Ende mit den jeweiligen Entlassungsunterlagen wieder nach Hause. Dass im Hintergrund verschiedene bürokratische Abläufe laufen, um die Abrechnung der Leistungen je nach Länderrecht vorzunehmen, spielt für die Patienten keine Rolle.
Ist dies ein Modell, das auch an der deutsch/polnischen Grenze funktioniert?
Das zu prüfen war Anlass für die Studienreise einer deutsch/polnischen Delegation nach Cerdanya. Teilgenommen haben Vertreterinnen und Vertreter der Städte Gubin und Guben, der Woiewodschaft Lubuskie, des Diakoniekrankenhauses Naemi Wilke Guben, des Gesundheitsamtes Landkreis Spree Neisse, der Universitätsklinik Zielona Gora, der AOK Nordost, des Gesundheitsministeriums Brandenburg, aus dem Marschallamt Lubuskie, dem nationalen polnischen Gesundheitsfonds NFZ, des Evangelischen Krankenhauses Lutherstift Frankfurt/O. und der Euroregion Spree Neisse Bober.
Nach einem Tag gespickt mit Informationen und einem intensiven Austausch lautet das Fazit: Großartig was in Cerdanya geleistet wird, ein gelebtes Beispiel europäischer Zusammenarbeit. Vieles ließe sich auch in Deutschland und Polen umsetzten, um die gesundheitliche Versorgung in der gesamten Region auszubauen.
Ein herzlicher Dank geht an das Team des EVTZ-Krankenhauses in Cerdanya für die überaus große Gastfreundschaft und Informationsdichte, an die Stadtverwaltung Gubin für die nahezu perfekte Organisation der Studienreise im Rahmen des Projektes Gesundheitskooperation das Kooperationsprogramms INTERREG VIa Brandenburg-Polen 2021 - 2027.