10/01/2026
Die Atmung stellt ein zentrales Bindeglied zwischen den autonomen Nervensystem , der motorischen Steuerung, und der posturalen Stabilität dar. Funktionelle Atemstörungen treten häufig ohne strukturelle Lungenerkrankungen auf und können dennoch maßgeblich zur Entstehung chronischer Schmerzen, Stresssymtome und Bewegungsdysfunktionen beitragen. Leon Chaitow = beschrieb die Atemmusterstörung als primäre neurovegetative Fehlregulation, bei der eine veränderte Atem- Chemie und sympathikotone Dominanz zu erhöhter neuronaler Erregbarkeit führen. „ Karel Lewit“ - betrachtete die Atmung als integralen Bestandteil der sensomotorischen Koordination, wobei gestörte Atem- Bewegungs- Kopplung Ausdruck einer defizitären motorischen Steuerung ist . „ Das DNS - Konzept nach Pavel Kolar ordnet die. Atmung in die zentrale Stabilisationsstrategie des Nervensystems ein , bei der das Zwerchfell primär als Regulator des intraabdominalen Drucks fungiert. Die drei Konzepte lassen sich neurophysiogisch hierarchisch einordnen : vegetative Regulation bildet die Voraussetzung für koordinierte Bewegung, welche wiederum Grundlage automatischer Stabilität ist Daraus ergibt sich eine klinisch relevante Behandlungsabfolge von Regulation über Integration hin zur Automatisierung.