Die Waldfrauen

Die Waldfrauen Wildkräutertouren und - Workshops Mein Garten- Eine Oase für wilde Kräuter und Pflanzen, Vögel, Insekten und Reptilien. Das ist mein Garten.

Erden durch Arbeiten im Garten, sich wohl fühlen, staunen und durchatmen.

Winterkönig Chicorèe und seine Geschichte​Die Legende vom "weißen Gold" Eine dieser wunderbaren Geschichten, in denen de...
19/02/2026

Winterkönig Chicorèe und seine Geschichte
​Die Legende vom "weißen Gold"
Eine dieser wunderbaren Geschichten, in denen der Zufall und die Not der beste Lehrmeister waren.
Tatsächlich gibt es eine Legende, die im Belgien der 1830er Jahre spielt.
​Man erzählt sich, dass ein belgischer Bauer während der Belgischen Revolution (um 1830) seine Ernte vor den plündernden Soldaten verstecken wollte. Er hatte die Wurzeln der wilden Wegwarte (Zichorie) geerntet, um daraus Kaffeeersatz herzustellen. ​In seiner Not grub er die Wurzeln tief in seinem dunklen, sandigen Keller ein und bedeckte sie mit Erde, damit niemand sie finden konnte. Dann vergaß er sie im Trubel der Unruhen für einige Wochen. ​Die Überraschung im Keller. ​Als er nach Wochen endlich wieder in den Keller schaute, traute er seinen Augen nicht: ​
Aus den unscheinbaren, dreckigen Wurzeln waren im Stockdunkeln zarte, bleiche, fast weiße Knospen gesprossen. ​Da es im Winter kaum frisches Grün gab, probierte er die Triebe. ​Zu seinem Erstaunen waren sie nicht so zäh und extrem bitter wie die Blätter draußen am Feldrand, sondern knackig, saftig und mild-herb. ​Die Entdeckung der "Etiolierung" ​Der Bauer hatte unbewusst ein botanisches Prinzip genutzt: die Etiolierung (Vergeilung). Ohne Licht bildet die Pflanze kein Chlorophyll (Blattgrün). Dadurch bleiben die Blätter weiß und – was am wichtigsten war – die Bitterstoffe bleiben in der Wurzel konzentriert und wandern nicht komplett in die Blätter.
Vom Keller auf den Weltmarkt ​Ein Gärtner namens Jan Lammers im Botanischen Garten in Brüssel verfeinerte diese Zufallsentdeckung später (um 1845). Er erkannte, dass man die Wurzeln gezielt „treiben“ kann. ​
Chicorée war anfangs ein klassisches Produkt der kleinen Leute. Man brauchte keinen teuren Acker im Winter, sondern nur einen dunklen Keller und die Wurzeln, die man im Sommer fast überall am Wegesrand finden konnte. Es war eine Möglichkeit, mitten im tiefsten Winter frische Vitamine auf den Tisch zu bringen, ohne Geld auszugeben. ​😁​Heute ist Belgien immer noch das "Mutterland" des Chicorées. Dort nennt man ihn oft "Witloof", was auf Flämisch ganz einfach "weißes Laub" bedeutet. ​

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Das Wildkraut Wegwarte und der Winterkönig - ChicorèeDer Chicorée, den wir im Laden kaufen, ist botanisch gesehen eine Z...
19/02/2026

Das Wildkraut Wegwarte und der Winterkönig - Chicorèe

Der Chicorée, den wir im Laden kaufen, ist botanisch gesehen eine Zuchtform der Gemeinen Wegwarte (Cichorium intybus). Man kann sagen, der Chicorée ist die "vornehme, im Dunkeln gezogene Cousine" der wilden Pflanze, die man im Sommer mit ihren wunderschönen kornblumenblauen Blüten an jedem Wegesrand sieht.
Die Verwandtschaft: Wegwarte vs. Chicorée ​Die wilde Wegwarte: Wenn du im Sommer über das Feld gehst und die blauen Blüten siehst, ist das die Stammform. Die Wurzel dieser wilden Pflanze ist sehr holzig und extrem bitter. ​Der Kultur-Chicorée: Im 19. Jahrhundert entdeckten belgische Bauern (eher zufällig), dass die Wurzeln der Wegwarte, wenn man sie im dunklen Keller lagert, im Winter zarte, bleiche Triebe hervorbringen. Das ist der Chicorée, wie wir ihn kennen. ​

​Die Heilkraft der Wurzel:
Sowohl die wilde Wegwarte als auch der Chicorée enthalten den Bitterstoff Intybin und den Ballaststoff Inulin. In der Naturheilkunde wird die Wegwarten-Wurzel seit Jahrhunderten bei Appetitlosigkeit und Verdauungsproblemen eingesetzt. ​Der Kaffee-Ersatz: Wie schon erwähnt, wurde die Wurzel der Wegwarte geröstet und als "Zichorienkaffee" getrunken. Das war der klassische Kaffee der armen Leute und der Arbeiterfamilien, die sich echte Bohnen nicht leisten konnten. ​Die Symbolik: Die Wegwarte gilt als Symbol für Treue und Warten (daher der Name). In der Volksmedizin sagt man ihr auch eine stärkende Wirkung auf die Nerven nach – was in Zeiten von Stress und Sorgen eine schöne Symbolik ist. ​Ein kleiner Tipp für den Garten oder Balkon: ​Wenn du eine Chicorée-Wurzel (die man manchmal auf Biomärkten bekommt) einfach in die Erde pflanzt und wachsen lässt (diesmal im Licht!), dann bekommst du im Sommer die wunderschönen blauen Blüten der Wegwarte. ​Es ist eigentlich toll: Was früher ein "Arme-Leute-Essen" war (die bittere Wurzel vom Wegesrand), ist heute ein geschätztes Edelgemüse. ​

1. Ein Kind der Dunkelheit ​Das Spannende am Chicorée ist, wie er wächst. Die Wurzeln werden im Sommer auf dem Feld gezogen, dann ausgegraben und im Winter in völliger Dunkelheit (meist in Kellern oder dunklen Hallen) wieder eingepflanzt. ​Nur durch die Dunkelheit bleiben die Blätter so hell und zart. ​Käme Licht an den Chicorée, würde er grün und extrem bitter werden – das ist sein natürlicher Schutzmechanismus.
​2. Die gesunde Bitterkeit (Ein Segen für den Magen) ​Früher hat man die Bitterstoffe fast ganz herausgezüchtet, heute weiß man sie wieder zu schätzen. ​Verdauungshelfer: Die Bitterstoffe (Lactucopikrin) regen die Galle und die Leber an. Das ist perfekt, wenn man sich – wie wir vorhin besprochen haben – etwas „überfuttert“ fühlt. ​Inulin: Chicorée enthält viel Inulin, ein Ballaststoff, der gut für die Darmflora ist. Er wirkt quasi wie „Futter“ für die guten Bakterien im Bauch. ​
3. Tipps für die Küche ​Wenn dir Chicorée zu bitter ist, gibt es zwei einfache Tricks: ​Den Strunk entfernen: In dem harten Keil unten sitzen die meisten Bitterstoffe. Einfach kegelförmig herausschneiden. ​Milch-Bad: Leg die Blätter kurz in lauwarmes Wasser oder Milch ein, das mildert den Geschmack. ​Kombination: Chicorée liebt Süßes! Kombiniere ihn mit Äpfeln, Orangen oder Birnen und ein paar Walnüssen. Auch kurz in der Pfanne mit etwas Honig karamellisiert schmeckt er fantastisch.
Ein kleiner "TIPP" für dich: ​Du kannst den Chicorée im Supermarkt kaufen, den unteren Teil (ca. 2–3 cm) abschneiden und in ein Glas mit Wasser stellen. An einem dunklen Ort treibt er oft nochmal kleine Blättchen nach – das ist nachhaltiges „Indoor-Gardening“ pur! ​

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Die Botschafter des Lichts – Eine kleine Frühblüher-Geschichte ​In den Tiefen der Erde, dort, wo die Kälte des Winters n...
13/02/2026

Die Botschafter des Lichts – Eine kleine Frühblüher-Geschichte

​In den Tiefen der Erde, dort, wo die Kälte des Winters noch am längsten verweilt, schliefen sie. Kleine, unscheinbare Zwiebeln, jede von ihnen ein Versprechen. Der Wind pfiff noch scharf durch die kahlen Äste, und der Himmel hing oft grau und schwer über dem Land. Doch tief drinnen, in diesen kleinen Kapseln voller Leben, regte sich etwas. ​Es war der leise Ruf der Sonne, der immer stärker wurde. Ein Ruf, der ihnen erzählte, dass die Zeit der Dunkelheit bald vorüber sein würde. Und so streckten sie, noch bevor der erste Vogel sein volles Frühlingslied anstimmte, zaghaft ihre Spitzen durch die gefrorene Krume. ​Mit jedem Tag, der ein kleines bisschen länger wurde, kämpften sie sich tapferer empor. Die Schneeglöckchen, die ersten und mutigsten, läuteten mit ihren weißen Glöckchen leise das Ende des Winters ein. Dicht gefolgt von den Krokussen, die in Lila, Gelb und Weiß wie kleine Farbtupfer die noch schläfrige Landschaft belebten. Und dann, mit einem königlichen Pomp, erhoben sich die Narzissen, ihre leuchtend gelben Kronen dem Himmel entgegenstreckend, um das Licht zu begrüßen. ​Sie sind die wahren Helden des Übergangs. Ohne viel Aufhebens, aber mit unerschütterlicher Kraft, erinnern sie uns daran, dass nach jeder Dunkelheit das Licht wartet. Sie sind die Botschafter des Frühlings, die uns lehren: Selbst der kleinste Anfang kann die größte Veränderung bewirken. ​

Was ist dein liebster Frühblüher, der dir jedes Jahr ein Lächeln ins Gesicht zaubert? Lass es mich wissen und schreib es in den Kommentar🙏

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Wusstet ihr schon, dass man Chicorée fermentieren kann? 🤔​Vergesst faden Salat – wir machen Chicorée haltbar und gesund!...
08/02/2026

Wusstet ihr schon, dass man Chicorée fermentieren kann? 🤔
​Vergesst faden Salat – wir machen Chicorée haltbar und gesund! Durch die Fermentation mildern wir die Bitterstoffe und schaffen ein Aroma, das super zu vielen Gerichten passt. 🥂
Workshop Fermentieren und Brot backen
​21. Februar
​⏰ Zeit: 11:00 bis 16:00 Uhr
🏠 Ort: Hagen-Holthausen

​Egal ob Fermentations-Profi oder Anfänger – kommt vorbei, schnuppert rein und lernt, wie einfach gesundes Haltbarmachen sein kann.
​Ich freue mich auf euch! 🥗✨
Weitere Informationen
www.die-waldfrauen.de

Heute mal die Mykotheraupeutin😁Vital + HeilpilzDas Judasohr ​(Auricularia auricula-judae) ​​Aussehen: Ohrmuschelähnlich,...
04/02/2026

Heute mal die Mykotheraupeutin😁
Vital + Heilpilz

Das Judasohr ​(Auricularia auricula-judae) ​
​Aussehen: Ohrmuschelähnlich, gallertartig-elastisch, rot-braun bis dunkelbraun. Bei Trockenheit schrumpft er hart zusammen, lebt aber bei Regen wieder auf. ​
Wuchsort: An Laubhölzern, überwiegend an geschwächten oder toten Stämmen und Ästen des Schwarzen Holunders. ​
Saison: Ganzjährig, besonders häufig im Winter und Frühling zu finden (Frost macht ihm nichts aus). ​
In der Küche ​Das Judasohr ist eng verwandt mit der asiatischen „Mu-Err-Pilz“ (Chinesische Morchel). ​
Konsistenz: Er hat kaum Eigengeschmack, besticht aber durch seinen knorpeligen Biss. ​
Ideal für asiatische Gerichte, Suppen oder Salate. Er nimmt das Aroma von Gewürzen und Soßen hervorragend auf. ​
Tipp: Man kann ihn perfekt trocknen. Sobald er mit Wasser in Berührung kommt, quillt er wieder zu seiner ursprünglichen Form und Größe auf. ​
Heilwirkung (Mykotherapie) ​In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird er seit Jahrhunderten geschätzt. ​Blutverdünnung: Er gilt als natürlicher Gerinnungshemmer (ähnlich wie sanftes Aspirin) und kann die Durchblutung fördern. ​Entzündungshemmend: Wird oft bei Schleimhautentzündungen (Hals, Magen) eingesetzt. ​
Immunsystem: Er enthält wertvolle Polysaccharide, die die Abwehrkräfte stärken sollen. ​
Regulation: Hilft bei der Regulierung von Blutdruck und Cholesterinspiegel. ​

Mythos & Legende ​Seinen Namen verdankt der Pilz einer biblischen Legende.
​Die Judas-Sage: Man sagt, dass Judas Iskariot, nachdem er Jesus verraten hatte, sich aus Reue an einem Holunderbaum erhängt habe. Kurze Zeit später sollen an diesem Baum Pilze gewachsen sein, die wie menschliche Ohren aussagen – als Zeichen dafür, dass der Baum das bittere Weinen und die Reue des Verräters „gehört“ hat. ​
Volksglaube: Früher glaubte man, der Pilz sei das „Ohr des Baumes“, mit dem der Wald auf die Geheimnisse der Menschen lauscht.💚

Die Lärche auf einen Blick​Name: Europäische Lärche (Larix decidua)​Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)​Wuchs: Bis zu 50...
01/02/2026

Die Lärche auf einen Blick
​Name: Europäische Lärche (Larix decidua)
​Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)
​Wuchs: Bis zu 50 Meter hoch, kegelförmige Krone.
​Nadeln: Weich, hellgrün, in Büscheln angeordnet; färben sich im Herbst goldgelb und fallen ab.
​Rinde: Tief gefurcht, rötlich-braun (beinhaltet das wertvolle Lärchenharz).
​Vorkommen: Vor allem im Gebirge (Alpen, Karpaten), liebt Licht und frische Luft.
​✨ Heilkraft: Das "Terpentin der Alpen"
​Die Lärche ist berühmt für ihr Harz, das auch als Venezianisches Terpentin bekannt ist.
​Antibakteriell & Entzündungshemmend: Das Harz wirkt stark gegen Bakterien und fördert die Durchblutung.
​Atemwege: Als Inhalation oder Balsam hilft es bei Bronchitis und Husten, da es festsitzenden Schleim löst.
​Zugsalbe: Traditionell wird Lärchenpech (Harz) verwendet, um Splitter aus der Haut zu ziehen oder eitrige Entzündungen zu heilen.
​Psychische Wirkung: Der Duft wirkt aufrichtend, stärkend und schenkt neues Selbstvertrauen.
​🍽️ Die Lärche in der Küche
​Hätten Sie es gewusst? Die jungen, hellgrünen Triebe im Frühjahr sind eine Delikatesse!
​Geschmack: Zitronig-säuerlich mit einer feinen Harznote.
​Verwendung: * Frisch: In Salaten, Kräuterquark oder als essbare Dekoration.
​Getrocknet: Als Gewürz für Wildgerichte oder Pilze.
​Sirup: Aus den Trieben lässt sich ein wunderbarer Waldsirup kochen.
​🌿 Mythos & Brauchtum
​Die Lärche gilt seit jeher als Schutzbaum.
​Wohnsitz der Saligen: In den Alpen glaubte man, dass die "Saligen Fräulein" (gutmütige Waldfeen) in den Lärchen wohnen.
​Schutz vor Zauberei: Lärchenzweige wurden an Türen und Fenster gehängt, um das "Böse" und Hexen abzuwehren.
​Symbol des Lichts: Da sie als einzige ihre Nadeln lässt, symbolisiert sie das Überwinden von Dunkelheit und den Neuanfang.
​👩‍🍳 Rezepte zum Nachmachen
​1. Lärchen-Hustenbalsam (Heilkraft)
​Ideal für die Erkältungszeit, um die Brust einzureiben.
​Zutaten: 50 ml Olivenöl, 5 g Bienenwachs, 10 g Lärchenharz (gereinigt).
​Zubereitung: Öl und Harz im Wasserbad sanft erwärmen, bis sich das Harz gelöst hat. Durch ein feines Sieb filtern. Bienenwachs hinzufügen und schmelzen lassen. In ein dunkles Glas füllen und abkühlen lassen.
​2. Lärchennadel-Zucker
​Ein aromatisches Highlight für Desserts oder Tee.
​Zutaten: Eine Handvoll frische, junge Lärchenspitzen, 100 g Bio-Rohrzucker.
​Zubereitung: Die Nadeln sehr fein hacken oder im Mörser zerstoßen. Mit dem Zucker vermischen und auf einem Blech 1-2 Tage trocknen lassen. Danach nochmals kurz mixen, damit er streufähig wird.

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und was bleibt am Ende ...
29/01/2026

und was bleibt am Ende ...

Heute habe ich die ersten Schneeglöckchen gesehen und ich muss immer wieder daran denken, was diese kleine Pflanze großa...
29/01/2026

Heute habe ich die ersten Schneeglöckchen gesehen und ich muss immer wieder daran denken, was diese kleine Pflanze großartiges kann.
Könnt ihr euch noch daran erinnern, was ich euch über das Schneeglöckchen erzählt habe???😁❄❄🌿🌱
Das Geheimnis der "Blumen-Heizung" ​Stell dir vor, das Schneeglöckchen hat in seiner Zwiebel unter der Erde eine ganz kleine, magische Wärmflasche. ​
Warum macht es das?
Wenn es draußen noch friert und Schnee liegt, will das Schneeglöckchen unbedingt ans Licht. Aber der Schnee ist wie eine kalte, schwere Decke.
​Wie funktioniert es?
Das Schneeglöckchen verbrennt seine Energiereserven ( Kohlenhydrate), die es in seiner Zwiebel gespeichert hat. Dabei entsteht ein ganz kleines bisschen Wärme, ca. 8-10 Grad.
Der Effekt: Durch diese Wärme schmilzt der Schnee direkt um den grünen Stängel herum. Es entsteht eine kleine Lücke im Schnee – wie ein kleiner Schornstein –, durch den die Blume ganz leicht nach oben klettern kann, ohne zu erfrieren. ​🧔 Es sinkt der mechanische Widerstand beim Durchbrechen der Erdoberfläche und die Pflanze schützt ihre zarten Zellstrukturen vor dem Erfrieren. ​

Witziger Fakt am Rande: Es gibt Pflanzen wie den Stinktierkohl, die das noch viel krasser können – die heizen sich so stark auf, dass sie sogar bei zweistelligen Minustemperaturen ihre Umgebung eisfrei halten! ​

̈ckchen

25/01/2026
Der Huflattich (Tussilago farfara) ist ein faszinierender Frühlingsbote. Er ist eine der ersten Pflanzen, die nach dem W...
25/01/2026

Der Huflattich (Tussilago farfara) ist ein faszinierender Frühlingsbote.
Er ist eine der ersten Pflanzen, die nach dem Winter ihre gelben Köpfe aus der Erde strecken – oft noch bevor die eigenen Blätter überhaupt zu sehen sind. ​
​Steckbrief:
Huflattich ​Lateinischer Name: Tussilago farfara (bedeutet etwa „Hustentreiber“) ​Volksnamen: Hustenlöser, Brustlattich, Rosshuf, Eselshuf. ​
Blüten: Gelb, ähneln dem Löwenzahn, erscheinen aber vor den Blättern an schuppigen Stängeln. ​
Blätter: Herz- bis hufförmig, auf der Unterseite weiß-filzig behaart. ​Vorkommen: Liebt lehmige Böden, Baustellen, Wegränder und Schuttplätze. ​
Hauptwirkstoffe: Schleimstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide, Zink. ​Heilwirkung: Stark schleimlösend, reizmildernd und entzündungshemmend (klassische Hustenpflanze).

Mythos: Die Pflanze der Zeit ​In der Mythologie und im Volksglauben gilt der Huflattich als Symbol für den Sieg des Lichts über den Winter. ​Der "Sohn vor dem Vater": Da die Blüten vor den Blättern erscheinen, nannte man ihn im Mittelalter Filius ante patrem. Dies galt als magisches Zeichen für Erneuerung. ​

Schutzmagie: Es hieß, wer Huflattich bei sich trägt, ziehe die Liebe an und werde vor bösen Geistern geschützt. ​
Wetterorakel: Bauern beobachteten die Blüten genau; schlossen sie sich am Tag, drohte Regen oder Kälte. ​

Rezept:
Klassischer Huflattich-Hustentee ​Dieser Tee ist ein bewährtes Hausmittel bei trockenem Reizhusten. ​

Du brauchst: ​1–2 TL getrocknete Huflattichblätter (oder Blüten) ​
250 ml Wasser ​
Los gehts: ​Das Kraut mit kochendem Wasser übergießen. ​
Etwa 5 bis 10 Minuten ziehen lassen. ​Abseihen und bei Bedarf mit etwas Honig süßen.

​⚠️ Wichtiger Sicherheitshinweis: Huflattich enthält in der Wildform geringe Mengen an Pyrrolizidinalkaloiden (PA), die bei Überdosierung die Leber schädigen können. ​
Verwende wild gesammelten Huflattich nur als Kur (maximal 4–6 Wochen pro Jahr). ​ Bei Kindern und Haustieren sollte auf Huflattich verzichten!
In der Apotheke gibt es spezielle Züchtungen (PA-frei), die völlig unbedenklich sind. ​

Mein Tipp:
Wusstest du, dass die weiche, filzige Unterseite der Huflattichblätter früher als natürliches Pflaster für kleine Schürfwunden verwendet wurde? Die Unterseite kühlt und die Schleimstoffe beruhigen die Haut.

# Huflattich

Lieblingskraut: „Wenn du für den Rest deines Lebens nur noch ein einziges Wildkraut nutzen dürftest – welches wäre es?“S...
22/01/2026

Lieblingskraut: „Wenn du für den Rest deines Lebens nur noch ein einziges Wildkraut nutzen dürftest – welches wäre es?“
Schreibt es mit gerne in den Kommentar.

̈uter

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