18/12/2025
Roßwein. Ab dem 1. Januar verbessert sich die Arbeitsumgebung für Sanitäter und Mitarbeiter der Rettungswache Roßwein deutlich. Die neue Rettungswache im Gewerbegebiet „Goldene Höhe“ wurde am Dienstagnachmittag offiziell an das DRK Döbeln-Hainichen übergeben. Die bisherige Wache in Naußlitz war sowohl rettungstechnisch als auch hygienisch nur noch eingeschränkt nutzbar.
„Im Vergleich zu Naußlitz ist das eine tausendfache Verbesserung“, sagt Wachenleiter Bastian Kafitz. Das Obergeschoss bietet Umkleide-, Sanitärbereiche und das Büro der Wachleitung. Im Erdgeschoss befinden sich Fahrzeughalle, Waschgarage und ein direkt angeschlossener Hygiene- und Desinfektionsbereich sowie Material-, Sauerstoff- und Logistiklager. Ergänzt wird die Wache durch Aufenthalts- und Ruheräume mit Küche und Terrasse.
Mittelsachsens Landrat Sven Krüger betont: „Den Rettungsdienst möchte niemand in Anspruch nehmen müssen, aber wenn er gebraucht wird, steht er 365 Tage im Jahr rund um die Uhr bereit.“ Präsident Götz Kästner unterstreicht, dass die neue Wache Wertschätzung für die Mitarbeiter zeigt.
Das Gebäude wurde für rund 2,7 Millionen Euro errichtet und verfügt über ein nachhaltiges Energiekonzept: wärmedämmende Ziegel, Photovoltaik für die Luft-Wärmepumpe und begrüntes Flachdach. So werden langfristig Energie gespart und Betriebskosten gesenkt.
Mit dem Umzug verlagert sich die Rettungswache um 4,5 Kilometer nach Süden, wodurch sich auch die Versorgungsbereiche der Rettungswachen Döbeln und Hainichen verschieben. Die Roßweiner Einsatzkräfte rückten im vergangenen Jahr 1850-mal aus und sind für zahlreiche Ortsteile sowie Einsätze auf A14 und A4 zuständig.
Der Landkreis Mittelsachsen betreibt insgesamt 17 Rettungswachen. Neubauten gibt es bereits in Frankenberg und Mittweida, weitere sind in Planung. Ab 1. Februar 2027 übernehmen Johanniter und DRK die Betriebsführung in verschiedenen Bereichen, wobei für einige Wachen neue Ausschreibungen vorbereitet werden.
TEXTORIENTIERUNG - Döbelner Anzeiger vom 17.12.2025, Seite 12