28/05/2026
💊 Medikamente wirken nicht bei allen Menschen gleich – auch das Geschlecht spielt eine wichtige Rolle.
🧔♀️👩🦳🙆♀️ Heute ist der Tag der Frauengesundheit. Frauen sind anders, natürlich auch biologisch – eine Tatsache, die insbesondere im Hinblick auf Stoffwechselprozesse und Medikamentenwirkungen in der Medizin viel zu lange vernachlässigt wurde: Frauen verstoffwechseln viele Arzneimittel anders als Männer. Dadurch können Medikamente stärker oder länger wirken und Nebenwirkungen häufiger auftreten.
🔬 Der Grund dafür sind unter anderem Unterschiede im Stoffwechsel, im Körperfettanteil sowie hinsichtlich hormoneller Einflüsse. Trotzdem basierten klinische Studien und Dosierungsempfehlungen lange Zeit überwiegend auf männlichen Probanden.
🍃 Das gesundheitliche Wohlbefinden von Frauen steht nicht nur unter biologischen, sondern auch unter sozialen und psychischen Einflüssen, Dazu zählen Mehrfachbelastungen durch Beruf, Familie und Care-Arbeit sowie gesellschaftliche Erwartungen und psychische Belastungen.
👩⚕️ Moderne Medizin bedeutet deshalb, geschlechterspezifische Unterschiede stärker zu berücksichtigen – in der Forschung, bei Diagnosen, in der Medikation und in der Therapie. Ziel ist eine Behandlung, die individueller, sicherer und wirksamer für alle Patient:innen ist.
🔹„Historisch galt der männliche Körper in Forschung und klinischen Studien als medizinischer Standard. Heute wissen wir, dass Frauen bei Erkrankungen oft andere Symptome zeigen und Medikamente anders verstoffwechseln. Moderne Medizin muss diese geschlechterspezifischen Unterschiede konsequent berücksichtigen – von der Forschung über die Diagnostik bis hin zu Therapie und Medikation. Nur so können wir Patient:innen bestmöglich und sicher versorgen“, so Kammer-Vizepräsidentin PD Dr. Birgit Wulff.