16/04/2026
𝗣𝗼𝘀𝘁𝗮𝗸𝘂𝘁𝗲 𝗜𝗻𝗳𝗲𝗸𝘁𝗶𝗼𝗻𝘀𝘀𝘆𝗻𝗱𝗿𝗼𝗺𝗲 (𝗣𝗔𝗜𝗦): 𝗭𝘄𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗩𝗲𝗿𝘀𝗼𝗿𝗴𝘂𝗻𝗴𝘀𝗿𝗲𝗮𝗹𝗶𝘁ä𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝗗𝗮𝘁𝗲𝗻𝘂𝗻𝘀𝗶𝗰𝗵𝗲𝗶𝘁
𝙀𝙞𝙣𝙚 𝙗𝙚𝙨𝙨𝙚𝙧𝙚 𝙑𝙚𝙧𝙨𝙤𝙧𝙜𝙪𝙣𝙜 𝙬𝙞𝙧𝙙 𝙙𝙧𝙞𝙣𝙜𝙚𝙣𝙙 𝙜𝙚𝙗𝙧𝙖𝙪𝙘𝙝𝙩
Menschen mit postakutem Infektionssyndrom (PAIS) bekommen in Hamburg bisher keine spezialisierte Betreuung. Gefordert wird deshalb eine zentrale Anlaufstelle für PAIS-Patient:innen. Dafür braucht es eine realistische Einschätzung, wie viele Menschen betroffen sind, sagt Kammerpräsident Dr. Pedram Emami. Er setzt sich für ein 3-stufiges Versorgungsmodell ein.
Das postakute Infektionssyndrom (PAIS) beschreibt Beschwerden, die nach Virusinfektionen bestehen bleiben können (z. B. nach Grippe, COVID-19 oder EBV). Ein bekanntes Beispiel ist Long COVID; die schwerste Form ist das Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS).
In der gesundheitspolitischen Diskussion zeigt sich ein zentrales Problem: Es gibt viel Aufmerksamkeit für das Thema, aber noch Unsicherheit darüber, wie viele Menschen betroffen sind und mit welchem Schweregrad
𝘿𝙞𝙚 𝙯𝙚𝙣𝙩𝙧𝙖𝙡𝙚 𝙃𝙚𝙧𝙖𝙪𝙨𝙛𝙤𝙧𝙙𝙚𝙧𝙪𝙣𝙜: 𝙫𝙖𝙡𝙞𝙙𝙚 𝙕𝙖𝙝𝙡𝙚𝙣
Betroffenenverbände nennen teilweise hohe Zahlen (basierend auf Hochrechnungen aus nationalen Daten). Abrechnungsdaten (z. B. zu Long COVID und ME/CFS) zeigen zwar viele Fälle, sind aber nur eingeschränkt aussagekräftig (z. B. wegen Erstdiagnosen, Verdachtsdiagnosen oder auch bereits Genesenen). Einzelne Quartalsdaten sind deshalb oft verlässlicher als große Gesamtschätzungen.
👉 Für die Versorgung bedeutet das: Ohne verlässliche Zahlen und eine Einteilung nach Schweregrad ist eine gute Planung noch nicht möglich.
𝙑𝙚𝙧𝙨𝙤𝙧𝙜𝙪𝙣𝙜𝙨𝙖𝙣𝙨𝙖𝙩𝙯: 3-𝙎𝙩𝙪𝙛𝙚𝙣-𝙈𝙤𝙙𝙚𝙡𝙡
Ein möglicher, praxisnaher Ansatz, der schon jetzt die Versorgung verbessern könnte:
1) Hausärztliche Betreuung als erste Anlaufstelle
2) Fachärztliche Versorgung bei schwereren Verläufen
3) Spezialisierte Zentren für besonders schwere Fälle (z. B. an Universitätskliniken)
‼️Die Finanzierung ist bisher ungeklärt.