02/03/2026
Hüftarthrose heißt nicht automatisch Operation.
Viele werden mit Training, Dosierung und Alltagstricks deutlich besser. Und wenn eine Hüft-TEP nötig wird, machen Vorbereitung und Nachsorge den Unterschied.
1) Was du vorweg am besten machst (häufig wirksam)
Kraft ist Nummer 1:
Gesäß (Abduktoren/Gluteus), Oberschenkel, Rumpf. 2–3×/Woche, steigernd.
Bewegung täglich, aber dosiert:
Gehen, Rad/Ergo, Schwimmen. Lieber regelmäßig als selten extrem.
Schmerz-Regel (Richtwert):
Leicht–moderat ist oft ok (ca. 3–5/10). Wichtig: nach 24 h wieder beruhigt.
Alltag entlasten:
Sitzhöhe erhöhen, Last näher am Körper, Pausen planen, ggf. Stock zeitweise.
Einordnung: Mehr Schmerz heißt nicht automatisch mehr Schaden – oft nur zu viel Last in zu kurzer Zeit.
2) Wann wird eine Hüft-TEP häufig erwogen?
Eher, wenn …
1. Schmerz + Funktion trotz konsequenter konservativer Therapie über Wochen/Monate deutlich eingeschränkt bleiben
2. Alltag leidet: Gehen, Treppe, Socken/Schuhe, Schlaf
3. Schmerzmittel regelmäßig nötig sind oder du kaum belastbar bist
4. du bereit bist, aktiv zu üben (Reha ist ein großer Teil des Erfolgs)
Wichtig: Nicht das Röntgen allein entscheidet, sondern deine Beschwerden und Funktion.
Arthrose kann man nicht „wegtrainieren“, aber man kann Muskeln, Kapsel und Bewegungssteuerung belastbarer machen und Funktion deutlich verbessern.
3) Wenn operiert wird: Was zählt nach der Hüft-TEP?
In den ersten Wochen: Schwellung/Schmerz runter, sicher gehen, Alltag zurück.
Physio-Schwerpunkte:
• Gangbild, Treppe, Aufstehen, Gleichgewicht
• Kraftaufbau der Hüftstabilisatoren (Gluteus/Abduktoren)
• Belastung schrittweise steigern, damit es nicht „zu viel zu früh“ wird
Bitte ärztlich abklären, wenn Fieber, deutliche Rötung/Überwärmung, starke neue Ruheschmerzen oder Beschwerden nach Sturz/Trauma auftreten.
Allgemeine Infos, ersetzt keine Untersuchung/Diagnose/Behandlung.
Euer APT Team
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