03/09/2021
Einer der perfidesten Mechanismen des Alkohols ist folgender: Er schleicht sich in unser Leben – über Vergnügen, Geselligkeit, Tradition und Zugehörigkeit. Er kommt als kleiner Samen, der langsam Wurzeln schlägt. Aber dann fängt er mit den Jahren und Monaten eben nicht an zu blühen, sondern zu wuchern wie Unkraut.
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Und wie Unkraut verdrängt er nach und nach die Dinge, mit denen wir uns vorher einen Ausgleich verschafft haben. Er verdrängt Vergnügen, Geselligkeit und Zugehörigkeit. Er beraubt uns unserer Wurzeln und macht uns zu Getriebenen.
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Wir hetzen durch unser Leben. Hetzen zum nächsten Ort, zum nächsten Glas, zur nächsten Ausrede. Wir haben ständig Angst, dass uns jemand auf die Schliche kommt und sind andauernd damit beschäftigt, anders zu wirken, als wir sind. Was für eine kolossale Energieverschwendung.
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Was für eine kolossale Verschwendung von Leben.
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Sollte es Dir noch so gehen, dann möchte ich Dir sagen: Es können auch wieder Blumen blühen. Reiß das Unkraut raus und säe neu.
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