Hundephysiotherapie Cornelia Brinckmann

Hundephysiotherapie Cornelia Brinckmann Die Beweglichkeit und das Wohlbefinden Ihres Hundes sind abhängig von einem gesunden und trainierte

Reha-Sport / Bewegungstraining ,Massage , Manuelle Therapie , Laser - und Laserakupunktur ( TCM ), Aquatraining (Unterwasserlaufband)-Gangbildschulung-Anleitung, Lymphdrainage , Parcourstraining

28/11/2025

Bevor eine Hüfte strukturelle Veränderungen zeigt, verändert der Hund sein Bewegungsmuster. Diese Tatsache ist in der orthopädischen Forschung seit Jahren belegt: Funktion verändert sich früher als Struktur.

Die ersten Hinweise auf HD/ED sind keine radiologischen Zeichen, sondern funktionelle Abweichungen: Verschiebung der Stützzeit, reduzierte Schubkraft, veränderter Range of Motion, asymmetrische Beckenkippung, Mikroabweichungen in Schrittfolge und Rhythmus

Diese Veränderungen entstehen Monate bis Jahre, bevor im Röntgen sichtbare Veränderungen auftreten. Das bedeutet: Das Röntgenbild zeigt den Schaden, die Bewegung zeigt den Weg dorthin. Warum das wichtig ist: Viele Hunde haben im frühen Alter auch mal unauffällige Röntgenbilder, zeigen aber im Gangbild bereits kompensatorische Muster. Diese Muster sind oft minimal, zu minimal, um sie visuell zuverlässig zu erkennen. Und genau in diesem Bereich entstehen Fehlbelastungen, die später zu strukturellen Schäden führen können.

Darum ist Ganganalyse der sensibelste Baustein der orthopädischen Frühdiagnostik: Sie misst, wie der Hund tatsächlich belastet, nicht nur, wie seine Gelenke aussehen.

Das bedeutet nicht, dass Röntgen unwichtig wäre. Röntgen ist entscheidend für die strukturelle Einordnung. Aber: Ohne funktionelle Diagnostik fehlt die Hälfte des Bildes.

Für Skeptiker oder Kritiker, die sagen „HD sieht man doch im Röntgen“: Ja, wenn sie sich bereits strukturell manifestiert hat. Doch die orthopädische Frage lautet:
>> Wie verhindern wir, dass es überhaupt so weit kommt?

Die Antwort ist immer dieselbe: Indem wir verstehen, wie der Hund sich bewegt, lange bevor die Struktur Schaden nimmt.

Funktion ist der Frühmarker. Struktur ist der Endpunkt.

27/11/2025

Schwache Muskulatur führt zu einer unzureichenden Gelenkführung und erhöht den Druck auf Knorpel, Bänder und Wachstumsfugen.

Gerade im Wachstum übernimmt Muskulatur eine entscheidende Schutzfunktion: Sie stabilisiert Hüfte, Knie und Sprunggelenk, verteilt Lasten gleichmäßiger und reduziert die Kräfte, die auf noch unreife Strukturen einwirken.

Muskuläre Führung kann ein zentraler Faktor im Risiko für HD/ED sein. Hunde mit schwacher Hinterhand, unzureichender Rumpfstabilität oder schlechter Koordination entwickeln häufiger funktionelle Fehlbelastungen, lange bevor strukturelle Veränderungen sichtbar werden. Diese funktionellen Abweichungen sind keine „Welpentollpatschigkeit“, sondern frühe Hinweise darauf, dass Muskulatur und Gelenke nicht im Gleichgewicht arbeiten.

Für eine gesunde orthopädische Entwicklung braucht der junge Hund daher kontrollierte, wechselnde Belastung:
>kurze, gleichmässige Spaziergänge
>leichte Steigungen für die Hinterhand
>koordinationsfördernde Reize wie wechselnde Untergründe
>auch ruhige Sequenzen statt immer hektischem Toben
>ausreichend Pausen zur Regeneration

Muskulatur ist im Wachstum nicht nur Bewegungsorgan, sondern Stabilitätsfaktor. Sie entscheidet MIT darüber, ob eine genetische Disposition sichtbar wird oder nicht und damit über die langfristige Gelenkgesundheit des Hundes.

26/11/2025

Solange die Wachstumsfugen offen sind, bestimmen sie massgeblich, wie ein Gelenk wächst, sich ausrichtet und welche Stabilität es später besitzt.

In dieser Phase reagiert der wachsende Knochen wesentlich sensibler auf äussere Einflüsse als im erwachsenen Zustand. Zu geringe Belastung führt dazu, dass Muskulatur, Sehnen und Gelenkführung nicht ausreichend ausreifen. Zu hohe oder unkontrollierte Belastung kann die chondrale Reifung stören und Mikrotraumen an der Wachstumsfuge verursachen. Beides beeinflusst, wie sich Hüfte, Knie, Sprunggelenk und Wirbelsäule später verhalten.

Die orthopädische Literatur ist hier eindeutig: Belastung formt Struktur. Nicht im Sinne von „Belastung vermeiden (denn jeder Welpe braucht schützende Muskulatur!)“, sondern im Sinne von dosierter, altersgerechter und qualitativ sinnvoller Bewegung, die den wachsenden Bewegungsapparat stärkt statt überfordert.

Wachstum ist ein biologisches Zeitfenster, in dem der Körper auf Reize antwortet. Die Frage lautet deshalb nicht ob ein Welpe belastet werden soll, sondern wie.

23/11/2025
21/11/2025

Die genetisch vorgegebene Grösse eines Hundes ist fix, doch die Geschwindigkeit, mit der er diese Grösse erreicht, ist veränderbar.

Zu hohe Energiezufuhr —> zu schnelles Längenwachstum —> überlastete Wachstumsfugen, muskuläre Unterdeckung, mechanische Instabilität

Zu niedrige Eiweißzufuhr—> schwacher Muskelaufbau —> unzureichende Gelenkführung

Die Orthopädie eines Welpen entscheidet sich daher nicht nur in der Bewegung, sondern ebenso am Futternapf. Ein Welpe mit genetischer Disposition kann vollkommen unauffällig bleiben, wenn Wachstum kontrolliert, Muskulatur gefördert und Belastung moderat gehalten wird.

15/11/2025
14/11/2025

Aktuelle Erkenntnisse und Praxiserfahrung zeigen:
Der genetische Anteil an HD/ED liegt unter 50%, der Umwelteinfluss über 50%.

Das bedeutet, wir können das Risiko aktiv (!!!) beeinflussen, durch gezielte Aufzucht, Bewegung und Ernährung.

Wichtige Umweltfaktoren sind:
•⁠ Wachstumsintensität
•⁠ Bewegungsqualität und Belastung
•⁠ Fütterungsmenge und Energiezufuhr
•⁠ Muskelaufbau und Gewichtsentwicklung

Prävention beginnt also nicht im Genlabor, sondern im Alltag.

Serie: HD, ED und die Wahrheit über Genetik und Umwelt. Was wirklich zählt im Wachstum bei Welpen. Teil 2

13/11/2025
13/11/2025

Viele glauben, Hüft- oder Ellbogendysplasien seien ausschließlich vererbt.

Doch das stimmt nicht. In der Veterinärmedizin sprechen wir von einem polygenetisch-multifaktoriellen Erbgang, also einer Kombination aus Haupt- und Nebengenen, die sich erst durch Umwelteinflüsse zeigen.

•⁠ ⁠Genetik bestimmt die Anlage
•⁠ ⁠Umwelt entscheidet, ob und wie stark sie zum Ausdruck kommt

Das bedeutet: Nicht das Erbgut allein verursacht HD oder ED, sondern das Zusammenspiel von Genetik, Wachstum, Bewegung und Ernährung.

Serie: HD, ED und die Wahrheit über Genetik und Umwelt. Was wirklich zählt im Wachstum bei Welpen. Teil 1

10/11/2025

Dieses Webinar gibt einen differenzierten Einblick in die Trainingsmöglichkeiten, Grenzen und Anpassungen, wenn es um die Core-Muskulatur geht

Adresse

Hauptstraße 15
Harsefeld
21698

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