18/04/2026
Die Stabilisierung der GKV-Finanzen ist notwendig.
Die Frage ist: Wie?
Die Delegierten des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes Hessen haben sich klar positioniert:
Der aktuelle Gesetzentwurf setzt vor allem auf kurzfristige Sparmaßnahmen – und greift dabei ausgerechnet in die hausärztliche Versorgung ein.
Dabei ist genau diese Ebene zentral für ein funktionierendes System:
➡️Hausarztpraxen sind erste Anlaufstelle
➡️ sie koordinieren die Versorgung
➡️ sie vermeiden unnötige Untersuchungen und Kosten
Wird diese „erste Versorgungslinie“ geschwächt, hat das Folgen:
➖längere Wege für Patient*innen
➖mehr unkoordinierte Facharztkontakte
➖ steigende Kosten an anderer Stelle
Kritisch sehen wir insbesondere:
➖Eingriffe wie die Fixkostendegression, die mehr Versorgung schlechter vergüten
➖die Begrenzung der HZV, die ein bewährtes Versorgungsmodell ausbremst
➖fehlende strukturelle Lösungen wie ein verbindliches Primärarztsystem
➖steigende Zuzahlungen, die vor allem chronisch Kranke belasten
Unser Fazit:
👉 Eine nachhaltige Stabilisierung der GKV gelingt nur mit strukturellen Reformen
👉 und mit einer starken hausärztlichen Versorgung – nicht gegen sie
Die Resolution findet ihr hier: https://www.haev-hessen.de/aktuelles/news/1292-gkv-stabilisieren-heisst-hausaerzte-staerken-nicht-schwaechen-resolution-der-delegiertenversammlung-des-hausaerztinnen-und-hausaerzteverbandes-hessen-zum-referentenentwurf-zum-gkv-beitragssatzstabilisierungsgesetz