20/02/2026
Der achtgliedrige Pfad des Yoga beginnt mit den Verhaltensregeln gegenüber der Mitwelt (5 Yamas, das erste Glied) und dem Umgang mit der eigenen Person (5 Niyamas, das zweite Glied). Yama heißt übersetzt auch Enthaltung und Selbstkontrolle, Niyama sind Einschränkungen.
Bevor wir im Yoga an Āsana (die Körperhaltungen), Atem oder Meditation denken, steht also etwas anderes am Anfang: Ethik, Haltung und Bewusstsein. Yoga beginnt nicht auf der Matte, Yoga beginnt im Alltag. In unseren Entscheidungen, unserem Konsum und unserem Umgang mit Leben.
Die Yamas beschreiben, wie wir uns gegenüber anderen Wesen und der Welt verhalten.
Die Niyamas richten den Blick nach innen – auf Disziplin, Reflexion und den Umgang mit uns selbst.
Der achtgliedrige Pfad – wie er im Yoga Sutra von Patañjali beschrieben wird – versteht Yoga nicht nur als körperliche Praxis, sondern als ganzheitlichen Lebensweg. Āsana ist dabei nur ein Teil. Die innere und äußere Haltung bilden das Fundament.
Was bedeutet es also, Yoga zu praktizieren - nicht nur im Studio, sondern im Leben?
Welche Verantwortung entsteht aus Bewusstheit?
Und wie konsequent sind wir bereit, Mitgefühl zu leben?
Wenn wir beginnen, die Yamas und Niyamas wirklich ernst zu nehmen, berühren wir unweigerlich Fragen unseres Lebensstils. Auch die Frage, wie wir essen und wen oder was wir durch unseren Konsum unterstützen bzw. ausbeuten.
Am Samstag, 20. Juni werden wir genau dort tiefer eintauchen. Save the date!
Wir werden den Workshop-Tag mit Āsana-Praxis beginnen, dann philosophisch ins Thema einsteigen und ihn meditativ abschließen.