11/04/2024
Hätten Sie gewusst, was Schlafstörungen mit Parkinson zu tun haben? Wie man die Krankheit früher erkennt, erklärt unser Chefarzt Dr. Andreas Becker 🩺👨⚕️🏥.
„Ich schlafe so schlecht, auch wegen meiner Rückenschmerzen“, erzählt der Mann beim Arzt. „Und dann dieses Herumgefuchtel nachts, davon bin ich auch wach geworden“, ergänzt seine Frau. Der Hausarzt ist zunächst ratlos. Doch als schließlich die Hände des Patienten nicht mehr aufhören zu zittern und Bewegungen immer schwerer fallen, schickt der Arzt ihn zum Neurologen🧠. Die Diagnose lautet Parkinson.
Allein in Deutschland sind bis zu 350.000 Menschen von Parkinson betroffen. Das Händezittern ist das häufigste Bild, das mit der Krankheit verbunden wird. Ein Mangel des Botenstoffs Dopamin sorgt dafür, dass die Muskeln im Körper 💪🏻 nicht mehr richtig zusammenarbeiten. Das führt zu einem schlürfenden Gang, bei dem die Arme nicht mehr mitschwingen, sowie ausdrucksloser oder starrer Mimik.
Anderes ist dagegen oft weniger bekannt. Etwa, dass bis zu zehn Prozent schon vor dem 60. Lebensjahr erkranken. Und Parkinson macht sich lange vor dem „Zittern“ bemerkbar. Anzeichen können Depressionen, Schlafstörungen und Verdauungsprobleme sein, oder eben die unkontrollierten Bewegungen im Schlaf.
„Wenn die typischen Symptome auftreten, ist bereits 60 Prozent des Dopamins nicht mehr vorhanden. Das ist nicht heilbar, lässt sich aber durch Medikamente 💊💉 behandeln. Therapien können helfen, die Begleiterscheinungen zu lindern. Deshalb ist es enorm wichtig, die Erkrankung schon möglichst früh zu erkennen“, sagt Dr. Andreas Becker, Chefarzt der Abteilung für Neurologie am SRH Kurpfalzkrankenhaus Heidelberg. „So können wir den Patient:innen Lebensqualität zurückgeben.“🤍💙
Mehr über unsere Angebote für Parkinson-Patient:innen erfahrt ihr hier: https://lnkd.in/eWD_PBsB