16/04/2026
Inkontinenzversorgung: Das müsst Ihr wissen – und darauf solltet Ihr achten
Viele Familien kennen das Problem: Für eine ausreichende Inkontinenzversorgung sollen plötzlich hohe monatliche Zuzahlungen geleistet werden – 50, 80 oder sogar über 100 Euro.
Wichtig zu wissen: Das ist so nicht zulässig.
Die gesetzliche Regelung ist eindeutig – eine ausreichende Versorgung muss sichergestellt sein, ohne dass Familien in diesem Umfang zur Kasse gebeten werden.
Warum kommt es trotzdem zu Zuzahlungen?
In der Praxis erleben viele Eltern, dass Versorger auf Zeit spielen. Häufig entsteht Druck genau dann, wenn die Hilfsmittel knapp werden. In dieser Situation fällt es verständlicherweise schwer, standhaft zu bleiben – und genau darauf setzen manche Anbieter.
Was Ihr konkret tun könnt
* Lasst Euch nicht unter Druck setzen.
Ihr habt Anspruch auf eine ausreichende Versorgung – ohne unangemessene Zuzahlungen.
* Gebt keine unnötigen Informationen preis.
Fragen wie z. B. zu Trinkmengen müsst Ihr nicht beantworten.
* Unterschreibt nichts vorschnell.
Einmal unterschriebene Vereinbarungen machen es oft schwerer, wieder herauszukommen.
* Bezieht die Krankenkasse mit ein.
Ein klärendes Gespräch kann helfen, die Situation zu bereinigen.
* Im Zweifel: neuer Antrag.
Ein neues Rezept und eine erneute Einreichung bei der Krankenkasse können den Prozess „auf Null setzen“.
Wenn Ihr bereits zuzahlt
Auch dann gilt: Ihr seid nicht machtlos. Sprecht mit Eurer Krankenkasse und prüft gemeinsam den Weg zurück in eine zuzahlungsfreie Versorgung.
Unser Tipp aus Erfahrung
Manchmal braucht es einen langen Atem – und ja, auch starke Nerven. Aber es lohnt sich. Denn das Geld, das Ihr hier einspart, könnt Ihr viel besser für schöne Momente mit Euren Kindern nutzen.
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