Physionare Agimed - Tierphysiotherapie und Hufberatung - Hardy Keller

Physionare Agimed - Tierphysiotherapie und Hufberatung - Hardy Keller Osteopathie, Physiotherapie und Chiropraktik
für Pferde, Hunde und Kleintiere
Dozent und Seminare Gesund mit Hund. Hundetraining. Systemisches Coaching.

Weiterbildung. Tierphysiotherapie. Chiropraktik. Osteopathie.

Ausbildung ist Entscheidung.Wir haben in den letzten Jahren vieles gesehen.Schnelle Wege.Techniken ohne Fundament.Modell...
22/02/2026

Ausbildung ist Entscheidung.

Wir haben in den letzten Jahren vieles gesehen.
Schnelle Wege.
Techniken ohne Fundament.
Modelle, die auf dem Papier gut klingen.

Wir haben uns bewusst für einen anderen Weg entschieden.

Für echte Praxis.
Für Verständnis statt Auswendiglernen.
Für Begleitung statt Durchschleusen.
Für Behandlung mit Respekt.
Für Therapie, die Vertrauen aufbaut.
Für Prüfung als sicheren Rahmen – nicht als Hürde.

Wenn du Tierphysiotherapie nicht als Titel,
sondern als Verantwortung verstehst,
dann schau dir unsere Ausbildung an.

Alle Infos findest du über den Link im Profil.

„Er läuft doch noch.“Diesen Satz höre ich oft – und ich verstehe den Hintergrund. Er klingt nach Hoffnung. Nach dem Wuns...
20/02/2026

„Er läuft doch noch.“

Diesen Satz höre ich oft – und ich verstehe den Hintergrund. Er klingt nach Hoffnung. Nach dem Wunsch, dass es nicht so schlimm sein kann, wenn ein Hund doch rennt, spielt, mitmacht. Niemand möchte seinem Tier etwas nehmen. Und niemand möchte sich eingestehen, dass ein Körper schon lange etwas ausgleicht, bevor er es offen zeigt.

Nur ist Bewegung kein Beweis. Ein Hund kann sich motiviert bewegen und trotzdem kann der Körper dafür zahlen. Nicht unbedingt mit einer Lahmheit, die jeder sofort erkennt, sondern subtiler: ein etwas anderer Rhythmus, mehr Spannung, weniger Federung, ein Ausweichen, das man erst sieht, wenn man gelernt hat, hinzuschauen. Und dann kommt noch dazu, was viele unterschätzen: Erregung trägt. Adrenalin trägt. Endorphine tragen. Das macht leistungsfähig – und es kann Wahrnehmung dämpfen. Für eine Weile.

Mir geht es nicht darum, Freude zu verbieten oder Bewegung zu verteufeln. Es geht um etwas anderes: Darum, unterscheiden zu lernen zwischen „er bewegt sich“ und „es geht ihm gut“. Lebensqualität entsteht nicht durch möglichst viel Aktivität, sondern durch stimmige Belastung. Durch Vorebreitung auf Bewegung, durch ein Bewegungsmaß, das passt. Durch Pausen, die wirklich Pausen sind.

Vielleicht ist eine ehrlichere Frage als „Läuft er noch? die Frage: Wie läuft er – und was kostet es ihn?

11/02/2026

Verhalten ist keine „Unart“.
Verhalten ist Information.

Wenn Bewegung sich verändert, wenn Berührung nicht mehr gut tut, wenn Alltagsdinge plötzlich schwer wirken:
Dann ist das nicht „Eigensinn“.
Dann ist das Schmerz – bis zum Beweis des Gegenteils.

Schmerzen werden bei Hunden noch immer viel zu häufig übersehen.
Wir müssen präziser hinschauen: Wissenschaftlich, achtsam und respektvoll.

Care4Motion© Expert – ist unsere Weiterbildung für Hundetrainer:innen, die genau das lernen wollen.

Link für mehr Informationen in unserer Bio

Wenn Veränderungen sichtbar werden, ist das selten „plötzlich“ - oft hat sich körperlich schon längst vorher etwas versc...
08/02/2026

Wenn Veränderungen sichtbar werden, ist das selten „plötzlich“ - oft hat sich körperlich schon längst vorher etwas verschoben.

Nur wurden Kompensationsmuster nicht rechtzeitig erkannt. Alltag und Training nicht wirklich angepasst.

Wissen darüber, worauf du achten musst, macht frühe Hinweise erkennbar – und Handeln in Alltag und Training rechtzeitig möglich.

Wenn du das systematisch aufbauen willst:
Care4Motion© Expert – unser online-Weiterbildung für Trainer:innen und Interessierte startet am 08.03.2026.

9 Monate, 19 Live-Webinare online, alle Aufzeichnungen, strukturierte Lernplattform + umfangreiches Material (Übungen inkl. Lösungen, Illustrationen/Modelle, Lernkarten).

👉 Link in Bio

Meinen Hunden hat das noch nie geschadet. Und ich habe schon seit 30 Jahren Hunde!Ein Satz, den wir regelmäßig lesen ode...
05/02/2026

Meinen Hunden hat das noch nie geschadet. Und ich habe schon seit 30 Jahren Hunde!

Ein Satz, den wir regelmäßig lesen oder hören.
Er klingt nach Erfahrung – ist aber leider kein Beweis für Unbedenklichkeit.

Denn:
👉 Symptome zu übersehen ist nicht dasselbe wie gesund zu sein.

In der Physiotherapie sehen wir täglich die Spätfolgen vermeintlich „normaler“ Belastungen:
🔸 schleichende Verspannungen
🔸 chronische Bewegungsmuster
🔸 vermeidbare Schmerzen

Und genau das ist das Problem:
Was man nicht sieht, wird oft nicht wahrgenommen.
Was das Tier still mitträgt, wird für „robust“ gehalten.

Aber: Anatomie lässt sich nicht wegdiskutieren.
Die Biomechanik fragt nicht nach persönlichen Anekdoten.
Sie folgt Prinzipien – ob man daran glaubt oder nicht.

Erfahrung ist wertvoll.
Doch sie wird dann gefährlich, wenn sie Wissen ersetzt.

Es war ein anstrengender Tag. Einer von diesen Tagen, an denen die Zeit davoneilt und gleichzeitig jeder Moment mit so v...
04/02/2026

Es war ein anstrengender Tag. Einer von diesen Tagen, an denen die Zeit davoneilt und gleichzeitig jeder Moment mit so vielen Aufgaben gefüllt ist, dass der eigene Körper mit der Hektik irgendwie nicht mitkommt.

Es sind die Tage, an denen man sich auf zuhause freut. Auf die Zeit mit seinem Tier. Weil es die Momente sind, die echt sind. Die für einen Moment die Welt anhalten.

Tage, an denen man sich manchmal fragt, warum das Leben so vielen Dingen Wichtigkeit verleiht, die im Grunde keine wirkliche Bedeutung haben. Tage, die manches so groß machen, obwohl sie diesen Raum im eigenen Leben gar nicht verdient haben.

Und dann kommt man endlich heim. Kann die Tür hinter sich schließen. Die Welt, die einen heute beschäftigt gehalten hat, zurücklassen. Einfach aussperren. Momente, in denen es still werden darf und die Freude über das Heimkommen mit 2 strahlenden Augen geteilt wird.

Ankommen. Ausruhen. Einfach zurücklehnen. Nur für einen kleinen Moment. - Ein Moment, in dem du nichts brauchst, außer das, was dir vertraut ist.

Und dann gleitet die Hand wie jeden Abend ganz selbstverständlich zur Seite. Dorthin, wo du ihn erwartest. Wo sein Fell sein müsste. Wo sonst ein leichter Atemzug deine Finger streichelt.

Aber da ist nichts. Statt neben dir zu liegen, liegt er auf dem Boden. Zusammengerollt, halb schlafend. Vielleicht bist du irritiert und denkst im ersten Moment, dass er vielleicht einfach heute etwas mehr Ruhe braucht.

Die einen unter uns werden sich nichts weiter dabei denken. Die anderen unter uns werden vielleicht etwas mehr grübeln, sich fragen, warum es heute anders ist als sonst.

Manche Veränderungen sind unscheinbar und fügen sich ohne besonderes Aufsehen in unseren überfüllten Alltag, in seinem gewohnten Gang und in die vielen Dingen, die auf Erledigung warten.

- Doch es sind genau diese kleinen Veränderungen, die durchaus eine Geschichte erzählen können.

Manche von uns werden sie hören.

Manche von uns werden die Worte dieser Geschichte nicht verstehen.

Ich persönlich finde, man kann nie genug zuhören. Denn im Verständnis dieser kleinen Zeilen, die sich verändern, liegt unsere Verantwortung.

Viele körperliche Auffälligkeiten beim Hund sind anfangs unscheinbar: ein kürzerer Schritt, ein veränderter Sitz, ein Zö...
03/02/2026

Viele körperliche Auffälligkeiten beim Hund sind anfangs unscheinbar: ein kürzerer Schritt, ein veränderter Sitz, ein Zögern beim Aufstehen. Werden sie übergangen, passiert im Körper trotzdem etwas. Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder muskuläre Dysbalancen verschwinden nicht einfach – der Hund beginnt, sie zu kompensieren.

Durch diese Kompensationsmuster entlastet er die betroffene Struktur, verteilt die Belastung um und bewegt sich scheinbar wieder „normal“. Genau das ist aber trügerisch: Die ursprüngliche Auffälligkeit ist oft nicht mehr sichtbar, die Ursache jedoch weiterhin vorhanden. Denn das, was man später sieht, hat oft kaum noch etwas mit der eigentlichen Ursache zu tun: Durch die Kompensation zeigt der Hund nicht mehr das ursprüngliche Problem, sondern die Folgen der Ausweichbewegungen.

Gleichzeitig werden andere Gelenke, Muskeln und Faszien überlastet. Mit der Zeit entstehen dadurch neue Auffälligkeiten an anderer Stelle – häufig dort, wo man sie nicht erwartet. Was als kleine, gut behandelbare Veränderung begann, entwickelt sich so zu einer komplexen Reaktionskkette, deren Ursache schwerer zu erkennen und deutlich aufwendiger zu therapieren ist.

Kurz gesagt:
Nicht zu reagieren stoppt kein Problem – es verschiebt es. Und der Hund zahlt den Preis über seinen Bewegungsapparat.

Wenn du also Veränderungen bemerkst, lohnt es sich, frühzeitig zu handeln.

02/02/2026

Durchtrittigkeit – Warum der Vergleich mit der Hand hinkt.

Immer wieder begegnen uns Erklärvideos, in denen Durchtrittigkeit beim Hund mit der eigenen Hand veranschaulicht wird.

Klingt logisch. Ist aber biomechanisch nicht wirklich haltbar.

In diesem Video zeigt Hardy Schritt für Schritt, warum die Hand kein valider Vergleich ist – und was bei echter Durchtrittigkeit im Hundekörper tatsächlich passiert.

Mit Skelett, mit funktionellem Bezug und mit dem Anspruch, fachlich korrekt und verständlich zu erklären.

Für alle, die genauer hinsehen wollen.

Hast du Fragen dazu oder eigene Erfahrungen? Schreib’s in die Kommentare – wir freuen uns auf Austausch.

'Care4MotionExpert Agimed

Manchmal scheitert ein Termin nicht an der Behandlung, sondern an der Vorstellung des Menschen, wie schnell ein Tier ber...
31/01/2026

Manchmal scheitert ein Termin nicht an der Behandlung, sondern an der Vorstellung des Menschen, wie schnell ein Tier bereit sein sollte.

Neulich hatten wir so einen Termin am Unterwasserlaufband. Der Hund wollte nicht hinein. Das zeigte er nicht laut, nicht dramatisch – eher als dieses klare, stille „Nein“, das man nur überhören kann, wenn man es nicht hören will. Der Körper war angespannt, die Orientierung nach außen groß, und jede Bewegung sagte: Das hier ist mir gerade zu viel.

Was viele nicht sehen: Das ist nicht das Ende. Das ist der Anfang, der zeigt, was das Tier braucht, um mitgehen zu können.

Denn innerhalb dieses Termins passierte etwas, das ich als Fortschritt erkenne, auch wenn es nicht spektakulär und besonders groß aussieht. Der Hund bekam Raum. Er bekam Zeit. Kein Ziehen am Geschirr, kein Schieben, kein „jetzt aber“. Und plötzlich wurden kleine Dinge möglich: ein Blick, der nicht sofort wegflieht. Ein Atemzug, der tiefer wird. Ein Schritt näher an mich, ohne dass der Körper gleich wieder zurückspringt. Diese unscheinbaren Zentimeter, aus denen später Meter werden – wenn man sie denn entstehen lässt.

Aber die Menschen an seiner Seite konnten das nicht sehen. Denn das Bild, das sie von diesem Termin hatten, was deutlich: Am Ende dieses Termins muss er im Band laufen. Und dieses Bild war so stark, dass es alles andere übertönte.

Von Beginn an war diese Ungeduld im Raum. Dieses Fordernde. Nicht bösartig – eher wie ein innerer Zeitdruck: Der Termin muss genutzt werden. Das Geld sollte „sich lohnen“.

Wir baten mehrfach darum, uns zu vertrauen. Dass wir wissen, was wir tun. Dass Zeit, die man jetzt gibt, sich wieder „einholt“, weil überhaupt erst etwas entstehen muss, worauf man aufbauen kann.

Doch manchmal können Vorstellungen keinen Vertrauensvorschuss gewähren. Aus dem Warten wird Ungeduld. Einmischen. Drängen. Mit Folgen für das Tier. Was dann innerhalb von Sekunden verloren geht, sind die kleinen Schritte, die eben noch möglich waren.

Das ist der Moment, in dem es schwer wird, weil er sich so unbefriedigend anfühlt: Du weißt, dass Zeit helfen kann. Du siehst sogar, dass der Hund schon in die richtige Richtung geht. Und trotzdem wird der Weg zerstört, weil die Erwartungen größer sind als die Geduld mit dem Tier. Oder mit uns.

Manchmal ist das die eigentliche Arbeit: auszuhalten, dass Fortschritt klein beginnt. Und zu verstehen, dass „effektiv“ nicht heißt, ein Ziel in Termin 1 zu erzwingen, das eigentlich erst in Termin 5 realistisch wird.

Ich wünschte, solche Geschichten hätten immer ein Happy End. Aber manchmal endet es damit, dass wir ehrlich sein müssen: So, wie es gerade läuft, kann es nicht wirken. Nicht fürs Tier. Nicht für den Körper. Nicht für das, was wir hier eigentlich tun wollen.

Und vielleicht bleibt am Ende nur dieser Satz, der unbequem ist und trotzdem wahr:
Nicht jeder Termin ist dann „genutzt“, wenn das Tier dort landet, wo der Mensch es haben will. Manchmal ist ein Termin dann genutzt, wenn ein Tier wieder Luft und Raum bekommt – und wir sein Tempo respektieren, bevor wir etwas von ihm verlangen.

Dann bleibt uns nur, loszulassen.
Weil wir Vorstellungen nicht verändern können, wenn die Bereitschaft dafür fehlt.

Und weil solche Termine nicht nur das Tier fordern, sondern auch uns: In unserer Physiotherapie-Ausbildung Hund/Katze gehört neben der Praxis am Tier auch dazu, wie man sich selbst schützt – damit man nicht zerbricht, wenn es kein Happy End gibt.

Es ist nicht immer einfach, gesehen zu werden.In unserer Arbeit. In dem, was uns als Agimed ausmacht.Wir sind leise. Auc...
28/01/2026

Es ist nicht immer einfach, gesehen zu werden.
In unserer Arbeit. In dem, was uns als Agimed ausmacht.

Wir sind leise. Auch keine großen Marketingmenschen. Keine, die aus einem Termin eine Show machen.

Mein Fokus ist zuerst das Tier und wer mich kennt, weiß das. Mein erster Blick fällt auf den Körper, weil das Tier keine Stimme hat wie wir. Der Körper ist für mich seine Sprache.

Doch manche Menschen kommen, um selbst gesehen zu werden. Mit allem, was sie schon getan haben. Mit ihrer Geschichte. Und natürlich auch mit ihrem Kampf. Das ist völlig menschlich. Und ich höre das auch, denn viele werden in ihrem Umfeld mit ihren Sorgen nicht verstanden.

Doch während wir reden, spricht das Tier schon längst zu mir – nur eben ohne Worte.
Es zeigt es. Mit seinem Atem, in seiner Spannung, in Ausweichbewegungen. In dem, was plötzlich nicht mehr selbstverständlich ist.

Diese leisen Signale: unverfälscht, echt, ohne die Brille des Menschen.Und genau da liegt meine Stärke: Diese Sprache zu lesen und zu spüren, was ist. Zu sehen, wo etwas ausweicht und wahrnehmen, ob ein „Ja“ wirklich ein Ja ist – oder nur ein Aushalten.

Manchmal vergesse ich dabei den Menschen an der Seite des Tieres und das nicht, weil er unwichtig wäre oder mich das, was er erzählt nicht beschäftigen würde.Sondern viel mehr weil mein Platz, meine Aufmerksamkeit in diesem Moment dort ist, wo der Körper des Tieres erzählt.

Dann bin ich dankbar, dass wir bei Agimed ein Team sind. Dass mein Fokus bleiben darf, während unser Team den Menschen auffängt.
So darf aus Körperwissen und Menschengeschichte ein Gesamtbild werden.

Wir sind leise. Aber nicht, weil wir nichts zu sagen hätten, sondern weil wir erst den Körper lesen, bevor wir handeln.

Leise zu sein, heißt nicht, weniger zu können.
Es heißt für mich, genauer zu werden.

Wenn du das lernen willst – als Therapeut:in oder als Trainer:in – dann findest du bei uns zwei Wege, tiefer einzusteigen:
Physiotherapie-Ausbildung Hund/Katze (mit Praxis am Tier in Präsenz) und die Online-Weiterbildung Care4Motion Expert für Trainer:innen und Interessierte.

Manchmal wird Tierphysio unterschätzt.Nicht aus böser Absicht, sondern weil es von außen so einfach aussieht:ein bissche...
26/01/2026

Manchmal wird Tierphysio unterschätzt.
Nicht aus böser Absicht, sondern weil es von außen so einfach aussieht:
ein bisschen bewegen, ein bisschen lockern, ein bisschen „was Gutes tun“.

Warum dann Physio, wenn es auch Zuhause geht?

Man sucht nach einer Alternative, die sich weniger verbindlich anfühlt. Weniger Zeit beansprucht, weniger Geld bedeutet. Vielleicht auch weniger Planung. Weniger „man muss jetzt wirklich“.

Dann wird aus Unterwasserlaufband „Wir gehen an den See, schwimmen ist doch auch gut.“ Dann wird aus gezieltem Muskelaufbau „Ich hab ein Balancepad bei Lidl geholt.“
Dann wird aus fachlicher Begleitung „Der Agilitypark ist gleich um die Ecke.“

Ich kann nachvollziehen, warum manche Menschen so denken. Es fühlt sich leichter an.
Ist unverbindlicher. Man kann selbst was tun. - Wenn Zeit ist.

Aber der Körper eines Tieres unterscheidet nicht zwischen „gut gemeint“ und „passend“.
Er reagiert auf Dosierung. Auf Timing. Auf das, was zu diesem Organismus passt – heute, nicht irgendwann.

Und das ist der Punkt, an dem Therapie mehr ist als nur eine beiläufige Maßnahme.
Mehr als nur ein Wellness-Paket.
Sie ist ein Weg. Mit Beobachtung, mit Anpassung. Mit dem Knowhow, was notwendig ist, um nicht einfach nur irgendwas zu machen, nur weil man etwas machen möchte.

Die Frage, die man sich stellen muss:
Hilft es wirklich – oder beruhigt es nur den Menschen?

Physiotherapie ist ein echtes Handwerk. Kein Hobby. Keine Beschäftigung. Kein „ein bisschen was machen“. Weil es nicht darum geht, irgendetwas zu tun. Sondern das Richtige – im richtigen Moment – in einer Dosierung, die dem Körper hilft, statt ihn zusätzlich zu stressen.

Und manchmal ist genau das die unbequeme Wahrheit:
„Mehr“ ist nicht automatisch besser.
Und „selbst gemacht“ ist nicht automatisch sinnvoll.

Was ich mir wünsche, ist nicht, dass Menschen weniger tun, sondern dass sie besser verstehen, was sie da tun – und warum.

Denn: Nicht jede Alternative ist eine Abkürzung.
Manche sind ein Umweg. Manche eine Sackgasse.

Wenn dich das Verbinden von Handwerk, Blick und einem tiefen Verständnis von Biomechsnik interessiert – dann findest du bei uns zwei Wege, tiefer einzusteigen:
die Physiotherapie-Ausbildung Hund/Katze (mit Praxis am Tier in Präsenz) und die Online-Weiterbildung Care4Motion Expert für Trainer:innen und Interessierte.

Manchmal passieren in der Praxis Dinge, die leise sind – und trotzdem viel erzählen.Neulich schrieb mir ein Mensch, dess...
24/01/2026

Manchmal passieren in der Praxis Dinge, die leise sind – und trotzdem viel erzählen.

Neulich schrieb mir ein Mensch, dessen Hund gestorben ist. Drei Termine waren noch offen. Doch er konnte sie nicht mehr nutzen.

Er schrieb nicht: „Dann hätte ich gern mein Geld zurück.“ Stattdessen schrieb er: Schenkt sie jemandem, der sie dringend braucht.

Ich habe lange auf diese Nachricht geschaut.
Weil sie etwas zeigt, das in unserer Arbeit selten sichtbar wird: Dass da nicht nur Therapie ist, sondern auch Zusammenhalt.
Diese stillen, würdevollen Momente, in denen Menschen einander tragen, ohne großes Aufheben. Ohne sich zu kennen.

Wir würden gern öfter so helfen. Wirklich.
Und gleichzeitig ist Tierphysio nicht immer planbar, nicht immer ein Bereich mit großen Reserven. Aber manchmal gibt es genau diese Fenster.

Und fast gleichzeitig hatte ich einen anderen Menschen im Kopf.

Er war beim ersten Termin da gewesen. Aufmerksam. Berührt. Ehrlich erleichtert.
Nicht, weil ich „etwas spektakulär gelöst“ hätte – sondern weil er gemerkt hat: Hier wird nicht nur gemacht, hier wird hingeschaut und wahrgenommen. Und das bedeutet manchmal auch: Es braucht mehr als einen Termin. Er ging motiviert und dann: Stille.

Normalerweise respektiere ich das. Aber dieses Mal war da so ein Bauchgefühl. Nicht laut, nur diese inner leise Stimme: Frag nach.

Also schrieb ich. Unaufdringlich, ohne Forderung einer Erklärung, sondern einfach: Wie geht es euch?

Die Antwort kam später. Und sie war… still.
Es war nichts passiert. Nur: Er hatte sich nicht mehr getraut, sich zu melden, weil klar geworden war, dass mehr Begleitung nötig ist.
Und weil er sie sich gerade nicht leisten kann.

Er schrieb, er habe direkt nach dem Termin angefangen, Geld zur Seite zu legen, Dinge zu verkaufen. Er wollte sich erst wieder melden, wenn er „unbeschwert zahlen“ kann.

Und da war er wieder – dieser leise Rückzug.
Manche Menschen ziehen sich aus Scham zurück. Nicht, weil ihnen ihr Tier egal ist, sondern weil sie Hilfe brauchen, sie aber nicht ermöglichen können.

Als ich das las, wusste ich plötzlich, wem ich diese drei Termine schenken will. Nicht als „Rettung“. Nicht als großes Ding, sondern als leise Brücke: Du darfst kommen, auch wenn es gerade eng ist.

Was mir aus dieser Geschichte bleibt:
Manche Menschen verschwinden nicht, weil ihnen alles zu viel ist, sondern weil sie sich schämen, dass sie gerade zu wenig tun können.

Wenn dich unsere Arbeitsweise anspricht – Vertrauensaufbau als wichtige Basis, Verstehen vor Bewertung – dann findest du bei uns zwei Wege, tiefer einzusteigen:
Physiotherapie-Ausbildung Hund/Katze (mit Praxis am Tier in Präsenz) und die Online-Weiterbildung Care4Motion Expert für Trainer:innen und Interessierte.

Adresse

Heimerdingerstrasse 16
Hemmingen
71282

Öffnungszeiten

Montag 08:00 - 12:00
14:00 - 20:00
Dienstag 08:00 - 12:00
14:00 - 20:00
Mittwoch 08:00 - 12:00
14:00 - 20:00
Donnerstag 08:00 - 12:00
14:00 - 20:00
Freitag 08:00 - 12:00
14:00 - 20:00
Samstag 08:00 - 12:00
14:00 - 20:00

Telefon

4917634042221

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