16/03/2026
Was kann ich tun? Teil 2 - Übelkeit und Appetitverlust
Übelkeit und Appetitlosigkeit sind in der Palliativversorgung häufige, oft Symptome, die die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Die Ursachen sind vielfältig und selten isoliert; oft wirken mehrere Faktoren zusammen.
Das kann bei der Linderung von Übelkeit unterstützen:
🌾ruhige und entspannte Atmosphäre schaffen
🌾bequeme Kleidung, entspannte Lagerungen
🌾für frische Luft sorgen
🌾Ablenkung durch Musik, Gesprache, TV oder Malen
🌾Klangschalentherapie kann ebenso Übelkeit lindern
🌾Akupressur, Globuli (Nux vomica comp.)
🌾Aromatherapie, ätherische Öle anwenden
(Kamille, Pfefferminze, Zitrone)
🌾warme Kräutertees anbieten (Kamille, Pfefferminze vor allem Ingwer)
🌾starke Küchengerüche vermeiden
🌾Eiswürfel im Mund zergehen lassen (gern mit
Zusätzen, können gut selbstgemacht werden)
🌾Entlastung durch Mundpflege, Gesicht waschen
🌾Hilfsmittel (Nierenschale) in Reichweite aber außer Sichtweise stellen
🌾Medikamentöse Therapien (in Rücksprache mit dem Arzt)
Das kann bei Appetitlosigkeit unterstützen:
🌾Ursachen hinterfragen (Schmerzen? Übelkeit?)
🌾eine ruhige Umgebung während der Mahlzeiten schaffen, kleine Rituale integrieren (Kerze an)
🌾Zeit geben zum Essen
🌾Pepsinwein anbieten
🌾Ingwertee, Fleischbouillon
🌾Wunschkost und Fingerfood, kleine Mengen
anbieten (zu große Portionen führen oft für
Verweigerung)
🌾Aromatherapie, ätherische Öle anwenden
(Zitrone, Rosmarin, Zimt Nelke, Bergamotte)
🌾frische Luft, leichte Bewegungen
Im Verlauf einer schweren Erkrankung ändern sich oft Gewohnheiten, Vorlieben und auch der Appetit. Der Stellenwert Essen gerät in den Hintergrund. Der Betroffene sollte nie zum Essen gezwungen werden.
Bei Unsicherheiten immer Fachpersonal ansprechen.