Beratung, Begleitung und Unterstützung von schwerkranken und sterbenden Menschen, ihrer Angehörigen und Freunde
Hospize waren früher Herbergen, die Pilgern auf ihrem Weg Gastfreundschaft, Hilfe und Pflege gewährten. Mit seiner Arbeit knüpft der Ambulante Hospizdienst Herne an diese uralte Tradition an. Das Anliegen der Ambulanten Hospizarbeit ist es, ein Leben bis zuletzt lebenswert und ein Sterben in Würde möglich zu machen - und das möglichst in der vertrauten Umgebung. Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehe
n die Wünsche und Bedürfnisse schwerkranker Menschen, ihrer Angehörigen und Freunde, unabhängig von ihrer Religion, Herkunft oder Weltanschauung. Wir beraten, begleiten und unterstützen Menschen, wenn sie
- unheilbar erkrankt sind und so lange wie möglich in ihrem Zuhause bleiben möchten.
- unheilbar erkrankt sind und in einer Pflegeeinrichtung leben oder sich im Krankenhaus befinden.
- einen ihnen nahestehenden sterbenden Menschen versorgen.
- einen dementen Angehörigen am Lebensende betreuen.
- um einen nahestehenden Menschen trauern. DIE ZEITSCHENKER machen diese Arbeit erst möglich. Dabei handelt es sich um ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
- Sie begleiten Schwerkranke, Sterbende und deren Angehörige und Freunde zu Hause, im Pflegeheim oder Krankenhaus durch regelmäßige Besuche.
- Sie schenken Zeit für Gespräche, aufmerksames Zuhören und das Dasein.
- Sie haben sich im Rahmen unserer Erstqualifzierung sorgfältig auf diese Arbeit vorbereitet.
- Sie bilden sich ständig weiter und stehen im regelmäßigen Austausch und unter fachlicher Begleitung. Der Ambulante Hospizdienst Herne ist ein anerkannter Dienst nach §39a(2) SGB V. Unsere Angebote sind für Patienten und Angehörige kostenfrei. Wir sind aktives Mitglied im Palliativ-Netzwerk Herne, Wanne-Eickel, Castrop Rauxel e.V. Der Träger unserer Arbeit ist der Förderverein "Palliativstation im Ev. Krankenhaus Herne und Ambulanter Hospiz- und Palliativdienst (AHPD)" e.V.
13/04/2026
“Herzensangelegenheit Demenz” - neue Themen, neue Termine
"Herzensangelegenheit Demenz", seit 2018 ein festes Angebot des Hospizdienstes für Angehörige von Menschen mit Demenz, findet seit Ende 2025 als offener Themenabend statt. Nun hat unsere Koordinatorin Anja Schröder (Foto) neue Themen und Termine bis August bekanntgegeben.
29. April, 18.00 – 19.30 Uhr
Demenzformen und Risikofaktoren
24. Juni, 18.00 – 19.30 Uhr
Typische Anzeichen einer Demenz
29. Juli, 18.00 – 19.30 Uhr
Mögliche Zugänge bei Menschen mit Demenz
"Herzensangelegenheit Demenz" findet jeweils am letzten Mittwoch im Monat von 18.00 Uhr bis 19.30 Uhr im Gemeindezentrum Herz Jesu, Düngelstraße 32, in 44623 Herne statt.
Wir bitten um vorherige Anmeldung - entweder telefonisch unter 02323 – 988 290 oder per Mail unter info@hospizdienst-herne.de
💐👍Wir freuen uns sehr, dass die Palliativstation im EvK Herne mit Dr. Barbara Lubenow eine so kompetente, erfahrene neue Leiterin gefunden hat, für die die gute palliative Versorgung eine Herzensangelegenheit ist. Auf gute Zusammenarbeit!
Herzlich willkommen, Dr. Barbara Lubenow 👏
Zum 1. April 2026 hat Dr. Barbara Lubenow die Leitung der Palliativstation am Evangelischen Krankenhaus Herne übernommen. Und das Beste: Sie ist mit der Station mehr als vertraut. Bereits 2022/23 war Dr. Lubenow als Elternzeitvertretung auf der Station tätig. Sie kennt das Team, die Abläufe und die Werte, die diese Arbeit ausmachen.
Dr. Barbara Lubenow ist Fachärztin für Anästhesiologie mit Zusatzbezeichnungen in:
🔹 Palliativmedizin
🔹 Spezieller Schmerztherapie
🔹 Intensiv- und Notfallmedizin
Seit 2018 war sie im oberärztlichen Team der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Notfall- und Schmerzmedizin am EvK Herne tätig, mit Schwerpunkten im Akutschmerzmanagement und der Multimodalen Schmerztherapie.
Auf der Palliativstation begleitet sie nun gemeinsam mit Dr. Stephanie Richter und Dr. Verena Est Menschen mit schweren Erkrankungen. Dabei stützt sie sich auf ein multiprofessionelles, hochengagiertes Team aus Pflege, Sozialberatung, Seelsorge, Psychoonkologie, Physio-, Kunst- und Musiktherapie sowie vielen Ehrenamtlichen.
💬 „Wir lassen Menschen am Ende ihres Lebens nicht allein." Das ist der Satz, der ihre Haltung beschreibt. Und genau das trägt sie nun als Leiterin weiter.
Wir freuen uns sehr, dass sich Dr. Lubenow für unser Palliativzentrum entschieden hat, und wünschen ihr für diese so wertvolle, wichtige Aufgabe alles Gute! 🤗🙏🙏
❓🤔Was verbindet zehn Menschen, die sich vorher kaum kannten? Der Wunsch, für Schwerstkranke und Sterbende am Ende des Lebens da zu sein. 🤗
Bei einem Zusammenführungswochenende trafen drei Teilnehmende aus unserem Bildungsurlaub mit der vhs Herne und sieben aus dem ersten Teil des Vorbereitungskurses 2026 zusammen. Es dauerte zwei Tage, dann wurde aus zwei Gruppen eine.
Der erste Tag gehörte dem Kennenlernen. Unsere drei Koordinatorinnen begleiteten die Gruppe durch Themen wie Nähe, Distanz und abschiedliches Leben. Am zweiten Tag ging es um verbale und nonverbale Kommunikation, vertieft mit Unterstützung von Mirjam Kirsch, Supervisorin und Coach aus Schwerte.
Die Teilnehmenden nehmen einen Koffer voller Gedanken, Eindrücke und neuer Fragen mit. Alle wollen weitermachen. 💚 In den nächsten Wochen sprechen sie einzeln mit unseren Koordinatorinnen über ihre Wünsche und Vorstellungen. Dann wachsen sie nach und nach in ihre Rolle als ehrenamtliche Sterbebegleiter*innen hinein.
Wir brauchen sie dringend. Der Bedarf an Begleitungen in Herne und Wanne-Eickel ist gewachsen. Schwerstkranke und sterbende Menschen warten darauf, dass jemand da ist. Einfach da. 🕯️
Allen Teilnehmenden danken wir von Herzen. Für ihren Mut, für ihre Offenheit und für ihr Ja zu diesem Ehrenamt. Sie schenken das Wertvollste, was sie haben: ihre Zeit, ihr Mitgefühl, ihr Verständnis.
🐣🐣🌷🐇 Auch zu Ostern macht unsere "Bankverbindung" keine Pause. Allerdings sind unsere Zeitschenkerinnen NICHT am Ostersonntag (5. April), sondern ausnahmsweise am Ostermontag (6. April) von 14.30 Uhr bis 16.00 Uhr für Euch da. Wir sehen uns auf der Bank vor der Trauerhalle und freuen uns auf gute Gespräche! ☕🍪
Merkt euch die nächsten Termine:
Sonntag, 26. April, 14:30-16:00 Uhr
Sonntag, 3. Mai, 14:30-16:00 Uhr
Sonntag, 31. Mai, 14:30-16:00 Uhr
Sonntag, 7. Juni, 14:30-16:00 Uhr
Sonntag, 28. Juni, 14:30-16:00 Uhr
Es wird Ostern, und an Ostern dürfen wir den Aufbruch ins Leben feiern!
Von Karola Rehrmann
Es wird Ostern, trotz politischer Spannungen, trotz Kriegen, trotz Angst, trotz großer gesellschaftlicher Verunsicherung und trotz persönlicher Krisen. Das ist gut so, denn Ostern heißt: in der dunkelsten Nacht wird langsam ein Licht sichtbar.
Es ist ein Hoffnungslicht, welches uns gerade jetzt verdeutlicht, wie wichtig Menschlichkeit, Mitgefühl und gegenseitige Fürsorge sind. Im Osterevangelium heißt es: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden.“ Diese Worte laden ein, den Blick zu verändern – weg von dem, was nur begrenzt scheint, hin zu dem, was sich neu eröffnen und Halt geben kann.
Es sind oft die kleinen Gesten, die Halt geben und Zuversicht wachsen lassen. Zum Beispiel in der Aufmerksamkeit füreinander, im Zuhören, im Mitgehen durch schwere Zeiten und das im persönlichen Umfeld wie auch im gesellschaftlichen Miteinander.
Und so kann Ostern auch in diesen Zeiten daran erinnern, dass Hoffnung sich im Tun, im Mitgehen, im Ernstnehmen des Gegenübers zeigt.
Ich wünsche allen, die österliche Zuversicht, die einen Raum für solche Erfahrungen eröffnet, und ich wünsche allen die Kraft diese auch weiterzugeben.
31/03/2026
Die meisten Menschen gehen weg, wenn ein Leben zu Ende geht. Diese Menschen gehen hin. 🕯️
Diese Frauen und Männer haben ein intensives Jahr hinter sich. Sie haben sich mit Sterben, Tod und Trauer auseinandergesetzt. Und sie haben „Ja" gesagt, da zu sein, wenn andere Menschen es am meisten brauchen. 💛
Beim Neujahrsempfang des Hospizdienstes überreichte Pfarrer Frank Obenlüneschloß, der Vorsitzende unseres Fördervereins, den Absolvent*innen des Vorbereitungskurses 2025 ihre Abschlussurkunden. Ab sofort werden die meisten von ihnen schwerstkranke und sterbende Menschen in Herne und Wanne-Eickel ehrenamtlich begleiten - im eigenen Zuhause, im Krankenhaus, in stationären Einrichtungen der Alten- und Eingliederungshilfe. Sie schenken das Wertvollste, was sie haben: ihre Zeit. Damit am Ende des Lebens niemand allein ist. 🕯️
Wir sagen von Herzen danke. Für euren Mut, diesen Weg zu gehen. Für eure Bereitschaft, euch diese Herausforderung einzulassen. Und für das Ja zu diesem wichtigen Ehrenamt.
Möchtest du mehr über unsere Arbeit erfahren oder selbst Teil unseres Teams werden? Alle Infos findest du auf www.hospizdienst-herne.de
28/03/2026
💚💚 "BankVerbindung" - Niemand sollte mit seinen Sorgen allein sein! 💚💚
🌈 Unsere Zeitschenkerinnen sind am Sonntag, 29. März, um 14.30 Uhr wieder für dich da! Die "BankVerbindung" bietet dir auf dem Südfriedhof an der Wiescherstraße einen Ort zum Durchatmen, zum Reden, zum Tränen vergießen oder einfach zum Da-Sein.
Jeden ersten und letzten Sonntag im Monat findest du uns von 14.30 bis 16.00 Uhr auf der Bank vor der Trauerhalle – mit offenem Herz, Getränken und Keksen. Nur zu Ostern 🐣🐇machen wir eine Ausnahme und sind am Ostermontag, 6. April, vor Ort. Natürlich sind wir auch bei Regenwetter für dich da – dann einfach unter dem schützenden Dach der Trauerhalle. 🌧️☂️
🗓️ Kommende "BankVerbindung"-Termine:
Sonntag, 29. März, 14:30-16:00 Uhr
OSTERMONTAG, 6. April, 14:30-16:00 Uhr
Sonntag, 26. April, 14:30-16:00 Uhr
Sonntag, 3. Mai, 14:30-16:00 Uhr
Sonntag, 31. Mai, 14:30-16:00 Uhr
"Der Demenz-Parcours wurde so konzipiert, dass er nicht zu schaffen ist. Damit Sie verzweifeln." Mit diesem Zitat unserer Koordinatorin Anja Schröder (Foto) hat die WAZ-Nachwuchsjournalistin Frederike Grund exakt beschrieben, welche Gefühle unser Demenz-Parcours auslösen möchte. Den Absolvent*innen der 13 Stationen vermittelt er eine ungefähre Ahnung, was es bedeutet, an Demenz erkrankt zu sein und im Alltag an den scheinbar einfachsten Aufgaben zu scheitern.
Für ihr Interesse und ihren Besuch möchten wir uns bei Frederike Grund ganz herzlich bedanken. Menschen mit Demenz einfühlsam, wertschätzend und verständnisvoll zu begegnen, ist so wichtig für ein gelingendes Miteinander. Mit ihrem Text hat sie dazu einen wertvollen Beitrag geleistet.
Ein Demenz-Parcours im ambulanten Hospizdienst Herne lässt Interessierte nachempfinden, wie sich Demenz im Alltag anfühlt. Ein Besuch.
24/03/2026
Danke, liebe Katja Vogelsang, für die gute Zusammenarbeit!
18/03/2026
Letzte Hilfe - Umsorgen und Begleiten am Lebensende
Der Kurs "Letzte Hilfe" gibt dir das Wissen, das du brauchst, um schwerstkranke oder sterbende Menschen zu begleiten. Ohne Berührungsängste. Ohne Hilflosigkeit.
Freitag, 20. März 2026
17:00 bis 20:30 Uhr
VHS Herne / Haus am Grünen Ring
Wilhelmstraße 37, 44649 Herne
Anmeldung erforderlich unter Telefon 02323-161643 oder unter vhs@herne.de
Der Kurs findet im Rahmen der Herner Gesundheitswoche 2026 statt. Veranstalter ist das Palliativ-Netzwerk Herne, Wanne-Eickel, Castrop-Rauxel. Was dich erwartet:
👉Sterben ist ein Teil des Lebens.
👉Vorsorgen und entscheiden
👉Körperliche, psychische, soziale und existenzielle Nöte lindern
👉Abschied nehmen
Der Kurs dauert rund dreieinhalb Stunden und richtet sich an alle, die einem sterbenden Menschen nahestehen oder nahestehen werden. Melde dich an und sei dabei. Der Kurs wird dein Leben verändern.
13/03/2026
Der richtige Mensch zur richtigen Zeit ...
Beim Gemeindefest Herz Jesu im letzten Sommer lernte der Altrad-Betriebsratsvorsitzende Udo Winter die Hospizdienst-Koordinatorin Karola Rehrmann kennen. Rehrmann stellte den Gemeindemitgliedern die Arbeit der ehrenamtlichen ambulanten Sterbebegleiter*innen vor. Davon war Winter so begeistert, dass er seinen Arbeitgeber für die Idee gewann, 7.500 Euro aus einer aufgelösten Betriebsratskasse an den Hospizdienst zu spenden. Gleichzeitig meldete er sich für den Zeitschenker-Vorbereitungskurs 2026 an. Endlich hatte er für seinen nahenden Ruhestand das passende Ehrenamt gefunden. Denn: "Nur auf der Couch sitzen - das kommt für mich nicht in Frage!"
Zur Spendenübergabe trafen sich (von links) Altrad-Geschäftsführer Peter Stuppin, die Hospizdienst-Koordinatorinnen Karola Rehrmann, Anja Schröder und Karin Leutbecher, der Fördervereinsvorsitzende Pfarrer Frank Obenlüneschloß und der scheidende Altrad-Betriebsratsvorsitzende Udo Winter. Foto: Förderverein
Er war ein Vorreiter und ein Vorbild der palliativen Versorgung: Prof. Dr. Klaus Hackenberg ist im Alter von 88 Jahren verstorben.
Der Förderverein Palliativstation im EvK Herne und Ambulanter Hospizdienst trauert um seinen Ehrenvorsitzenden Prof. Dr. Klaus Hackenberg. Der langjährige Chefarzt der Medizinischen Abteilung und Gründer der Palliativstation verstarb am 7. März kurz vor seinem 89. Geburtstag. Bis zu seinem Tod war der bekannte Mediziner als Internist in eigener Praxis tätig.
„Wir trauern um einen Mediziner, dessen Verdienste um die bestmögliche Versorgung von Menschen am Ende des Lebens bis heute ein sehr hohes Ansehen genießen, - in der Bevölkerung ebenso wie in der Fachwelt “, würdigte der Fördervereinsvorsitzende Pfarrer Frank Obenlüneschloß den Verstorbenen. „Prof. Hackenbergs Impuls, eine Palliativstation nach heutigem Muster zu gründen, entsprang seiner täglichen belastenden Erfahrung mit den Ängsten und Bedürfnissen schwerstkranker Tumorpatienten und ihrer Angehörigen, denen im Rahmen der üblichen Klinikpflege nicht Rechnung getragen werden konnte.“
Prof. Dr. Klaus Hackenberg wurde am 17. März 1937 in Soltau geboren. Seine Neigung zur Medizin wurde ihm bereits in die Wiege gelegt, da auch sein Vater Siegfried von Beruf Arzt war. Nach dem Studium in Marburg promovierte er in Kinderheilkunde. Seinen Facharzt für Innere Medizin machte er 1971. 1976 übernahm er die Leitung der medizinischen Poliklinik der Universität Essen. Von dort wechselte Prof. Dr. Klaus Hackenberg zum 1. Juli 1979 als Chefarzt der Medizinischen Abteilung an das EvK Herne, wo er im März 2002 nach 23 Dienstjahren in den Ruhestand trat.
Besonders hervorzuheben sind Prof. Hackenbergs Verdienste um die palliative Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen in Herne. Bereits 1987 stellte er im EvK seine Idee einer Palliativstation vor, auf der Patientinnen und Patienten, die nicht mehr zu heilen sind, ganzheitlich umsorgt werden. Zu jener Zeit war der Begriff Palliativmedizin für die meisten noch ein Fremdwort, doch bei Pfarrer Walter Tschirch, damals Theologischer Geschäftsführer der Krankenhausgemeinschaft, fanden Hackenbergs Überlegungen großen Anklang.
Trotzdem dauerte es noch fünf Jahre, bevor 1992 in Herne eine der ersten Palliativstationen in NRW mit sechs Betten ihre Tore für Patienten öffnen konnte. Das Konzept einer solchen Einrichtung war vor mehr als 30 Jahren durchaus umstritten – im eigenen Hause, aber auch in der niedergelassenen Ärzteschaft. Vom Gegenwind ließ sich Prof. Dr. Hackenberg nicht entmutigen. Mit Energie und Leidenschaft setzte er seine Vision in die Tat um und gab der Station über zehn Jahre sein Gesicht. „Herne war in dieser Hinsicht Vorreiter und übernimmt eine Vorbildfunktion“, betonte die Gesundheitspolitikerin Ingrid Fischbach anlässlich des 25jährigen Bestehens der Station. Eine so gute Versorgung wie in Herne wünsche sie sich für ganz Deutschland.
2002 nahm Prof. Dr. Hackenberg Abschied vom EvK Herne, seine Nachfolge – auch auf der Palliativstation – trat Dr. Markus Freistühler an. Im Ruhestand ließ der Mediziner die Verbindung zu „seiner“ Palliativstation nicht abreißen. Besonders gefreut habe ihn die Erweiterung der Einrichtung von sechs auf zehn Betten im Jahr 2024, erinnert sich Pfarrer Frank Obenlüneschloß. Regelmäßig kam der Ehrenvorsitzende zu Veranstaltungen und Sitzungen des Fördervereins nach Herne. Noch im Dezember letzten Jahres berichtete er von seiner wöchentlichen Sprechstunde in der ehemaligen Landarztpraxis des Vaters, die von seinem jüngeren Bruder übernommen worden war. Daneben widmete er sich ausgiebig seinem Waldbesitz in Breckerfeld, wo Hackenberg selbst sogar kleine Bäume fällte. Als Fachärztin für Kinderheilkunde setzt heute seine jüngste Tochter die Medizinertradition in der Familie fort.
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Hospize waren früher Herbergen, die Pilgern auf ihrem Weg Gastfreundschaft, Hilfe und Pflege gewährten. Mit unserer Arbeit knüpfen wir vom Ambulanten Hospizdienst Herne an diese uralte Tradition an. Das Anliegen der Ambulanten Hospizarbeit ist es, ein Leben bis zuletzt lebenswert und ein Sterben in Würde möglich zu machen - und das möglichst in der vertrauten Umgebung.
Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die Wünsche und Bedürfnisse schwerkranker Menschen, ihrer Angehörigen und Freunde, unabhängig von ihrer Religion, Herkunft oder Weltanschauung. Wir beraten, begleiten und unterstützen Menschen, wenn sie
unheilbar erkrankt sind und so lange wie möglich in ihrem Zuhause bleiben möchten.
unheilbar erkrankt sind und in einer Pflegeeinrichtung leben oder sich im Krankenhaus befinden.
einen ihnen nahestehenden sterbenden Menschen versorgen.
einen dementen Angehörigen am Lebensende betreuen.
um einen nahestehenden Menschen trauern.
Ehrenamtliche Unterstützung
DIE ZEITSCHENKER machen diese Arbeit erst möglich. Dabei handelt es sich um ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Sie begleiten Schwerkranke, Sterbende und deren Angehörige und Freunde zu Hause, im Pflegeheim oder Krankenhaus durch regelmäßige Besuche.
Sie schenken Zeit für Gespräche, aufmerksames Zuhören und das Dasein.
Sie haben sich im Rahmen unserer Erstqualifzierung sorgfältig auf diese Arbeit vorbereitet.
Sie bilden sich ständig weiter und stehen im regelmäßigen Austausch und unter fachlicher Begleitung.
Der Ambulante Hospizdienst Herne ist ein anerkannter Dienst nach §39a(2) SGB V. Unsere Angebote sind für Patienten und Angehörige kostenfrei. Wir sind aktives Mitglied im Palliativ-Netzwerk Herne, Wanne-Eickel, Castrop Rauxel e.V. Der Träger unserer Arbeit ist der Förderverein "Palliativstation im Ev. Krankenhaus Herne und Ambulanter Hospiz- und Palliativdienst (AHPD)" e.V.
Unsere Angebote
Palliative Beratung zu psychosozialen, pflegerischen, sozialrechtlichen und seelsorgerlichen Fragen
Unterstützung beim Aufbau eines häuslichen Versorgungsnetzes
Vermittlung unserer geschulten Ehrenamtlichen
Sterbebegleitung in Alten- und Pflegeeinrichtungen von Menschen mit und ohne Demenz
Regelmäßige, nach Ihren Wünschen gestaltete Besuche
Entlastung der Angehörigen durch einfaches DASEIN, Gespräche und kleine praktische Hilfen
Regelmäßige Sprechzeiten in unseren Räumen
Angebote für Hinterbliebene, Trauerbegleitung
Beratung von Teams und Vorträge in der ambulanten und stationären Versorgung von sterbenden Menschen
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