30/03/2026
Du hilfst deiner Frau bestimmt viel, oder?
Jedes Mal steckt in so einem Satz die gleiche Annahme: Care-Arbeit ist eigentlich Aufgabe der Mutter – und Väter unterstützen nur.
Aber Papa sein bedeutet nicht, „mitzuhelfen“. Wenn wir über Care-Arbeit sprechen, denken viele immer noch zuerst an Mütter. An Stillen, an Nähe, an das Kümmern im Alltag.
Väter tauchen in diesem Bild oft nur am Rand auf – als Unterstützung, als Hilfe, als derjenige, der „auch mal übernimmt“.
Papas machen mehr als mit dem Baby zu spielen, wenn es den Kalender passt und abzugeben, wenn es unangenehm wird.
Care-Arbeit ist keine Rolle, die einem Geschlecht gehört.
Sie ist das Fundament von Familie.
Sie zeigt sich in den großen Momenten – wenn ein Baby nachts aufwacht und wieder in den Schlaf begleitet wird.
Und sie zeigt sich in den kleinen, unscheinbaren Dingen: Wäsche waschen, Essen kochen, aufräumen, organisieren.
Vor allem aber steckt Care-Arbeit in all den unsichtbaren Aufgaben:
im Mitdenken, im Vorausplanen, im Wahrnehmen von Bedürfnissen, noch bevor sie ausgesprochen werden können.