04/02/2026
George Orwell, 1984. Wer erinnert sich an die Szene, in der es um Literatur geht? Um die Menschen ruhig zu stellen, versorgt sie der Staat mit Billigprodukten aller Art bis hin zu medialer Massenware. Und nun sind genau diese Erzeugnisse irgendwie auf meinem Storyboard bei Facebook gelandet. Gefühlvolle Geschichten von armen Waisenkindern, von einsamen alten Leuten oder von vergessenen Hunden im Tierheim. Die Geschichten sind anspruchslos, sie enthalten Fehler und logische Brüche Wahrscheinlich habe ich mal ein paar dieser Geschichten gelesen und den Algorithmus damit ermuntert, mich weiter damit zu versorgen.
Damals (1948) wie heute (2026) ist die KI die Autorin. Bei Amazon, wo ich ja meine „Roboterliebe“ selbst eingestellt habe, dürfte ich pro Tag maximal drei eigene Bücher hochladen. Wie soll das gehen? Die Buchwelt ist voll von KI-Autoren.
Noch kann die KI halbwegs passable Texte zusammenzimmern, bei denen man nicht sofort davonläuft. Immerhin steht ihr noch recht viel echte Literatur zur Verfügung, aus der sie sich dann ja auch bedient. Doch die von der KI generierten Texte kommen dann ja auch in den Pool, aus dem sich die KI wieder bedient. Der wird immer schlechter. Und nun ist es wie beim Kochen: Wenn die Zutaten schlecht sind, kommt nix Gutes raus. Bin echt gespannt, wie es weitergeht.