Praxis für Paar- und Sexualtherapie

Praxis für Paar- und Sexualtherapie Dr. Beatrice Wagner | Praxis für Paar- und S*xualtherapie in Icking (bei München): http://www.beatrice-wagner.de

George Orwell, 1984. Wer erinnert sich an die Szene, in der es um Literatur geht? Um die Menschen ruhig zu stellen, vers...
04/02/2026

George Orwell, 1984. Wer erinnert sich an die Szene, in der es um Literatur geht? Um die Menschen ruhig zu stellen, versorgt sie der Staat mit Billigprodukten aller Art bis hin zu medialer Massenware. Und nun sind genau diese Erzeugnisse irgendwie auf meinem Storyboard bei Facebook gelandet. Gefühlvolle Geschichten von armen Waisenkindern, von einsamen alten Leuten oder von vergessenen Hunden im Tierheim. Die Geschichten sind anspruchslos, sie enthalten Fehler und logische Brüche Wahrscheinlich habe ich mal ein paar dieser Geschichten gelesen und den Algorithmus damit ermuntert, mich weiter damit zu versorgen.
Damals (1948) wie heute (2026) ist die KI die Autorin. Bei Amazon, wo ich ja meine „Roboterliebe“ selbst eingestellt habe, dürfte ich pro Tag maximal drei eigene Bücher hochladen. Wie soll das gehen? Die Buchwelt ist voll von KI-Autoren.
Noch kann die KI halbwegs passable Texte zusammenzimmern, bei denen man nicht sofort davonläuft. Immerhin steht ihr noch recht viel echte Literatur zur Verfügung, aus der sie sich dann ja auch bedient. Doch die von der KI generierten Texte kommen dann ja auch in den Pool, aus dem sich die KI wieder bedient. Der wird immer schlechter. Und nun ist es wie beim Kochen: Wenn die Zutaten schlecht sind, kommt nix Gutes raus. Bin echt gespannt, wie es weitergeht.

Hallo miteinander! Am Samstag war ich auf einem hochkarätigen Kongress über die KI. Eine Umfrage unter den Besuchern erg...
26/01/2026

Hallo miteinander! Am Samstag war ich auf einem hochkarätigen Kongress über die KI. Eine Umfrage unter den Besuchern ergab, dass die meisten die KI als Freund und Helfer ansehen. Nur wenige sind ihr gegenüber kritisch eingestellt. Heute will ich gar nicht lang argumentieren, sondern Euch etwas zeigen. Ein Redakteur der Zeitschrift "the decoder" fragte die KI, wie komplex ist die Entwicklung eines Web-Browsers sei. Die KI antwortete, dass es sehr kompliziert sei. (Das kann ich nicht beurteilen.) Und fügte sie hinzu, dass deshalb heute nur noch drei relevante Browser existieren würden: "Chromium (Google), WebKit (Apple) und Gecko (Mozilla)“.
Stutzt Ihr auch? Ist das Tier von Mozillas Browser nicht ein Fuchs (Firefox)? Und heißt der Browser von Google nicht Chrome? Und der von Apple nicht Safari?
Die Antwort hatte die KI Claude Opus 4.5 Thinking gegeben. Das sollte aber uns zu denken geben.
Foto: DLConsulting / pixelio.de

Es gibt doch immer wieder Interessantes aus der KI-Welt. Bestimmt habt Ihr auch darüber geschmunzelt, dass Grok seinen C...
22/01/2026

Es gibt doch immer wieder Interessantes aus der KI-Welt. Bestimmt habt Ihr auch darüber geschmunzelt, dass Grok seinen CEO Elon Musk als den besten, tollsten, schlauesten, sportlichsten aller Zeitgenossen bezeichnet?
Aber womöglich macht das jedes KI-System mit seinem CEO?
Die Non-Profit-Organisation CivAI wollte das wissen und hat mehrere KI-Systeme nach ihrer Lieblingsperson befragt. Darunter waren die vier großen Tech-CEOs, nämlich Sam Altman (ChatGPT), Dario Amodei (Claude), Demis Hassabis (Gemini), Elon Musk (Grok) und zudem Mahatma Ghandi. Entwarnung: Alle KI-Systeme, bis auf eines, haben nicht ihren jeweiligen CEO gewählt, sondern Mahatma Ghandi. Die einzige Ausnahme war .... Ihr ahnt es. ...
Das klingt lustiger als es ist. Natürlich kommt die Verehrung von Grok für Elon Musk nicht von ungefähr. Vielmehr wurde ihr dies im letzten Trainingsschritt, dem „Reinforcement Learning from Human Feedback (RLHF)” ausdrücklich eingebläut. In diesem Schritt wird die KI noch einmal ganz speziell auf die zu repräsentierenden Werte getrimmt. Marcel Binz, mein wissenschaftlicher Berater für die „Roboterliebe“, hat ebenfalls in einer Studie festgestellt, dass Ergebnisse der großen Sprachmodelle unterschiedlich ausfallen, je nachdem ob das RLHF zur Anwendung kam (vergl. Roboterliebe S. 48).
Die KI ist also tendenziös. Wie gefährlich! Denn immer mehr Menschen fragen „ihre KI“ in Lebensfragen um Rat. Auch werden KI-Modelle immer häufiger Entscheidungen überlassen, die Menschen direkt betreffen, etwa bei Einstellungsverfahren, Finanzdienstleistungen oder im Gesundheitswesen. Aber wie will von ihr in diesen wichtigen Bereichen beispielsweise Menschlichkeit erwarten, wenn sie im letzten Schritt womöglich auf reine Rationalität trainiert worden ist?
Foto: Elliott & Fry - philogalichet.frgettyimages.in, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=76882768

19/01/2026

Vielleicht wundert Ihr Euch über meine vielen KI-Infos neuerdings? Ich bin einfach durch die Buchrecherche so im Thema drin, dass mir vieles auffällt. Das würde ich gerne mit Euch teilen. Denn das Wort KI ist ja an und für sich schon ein Euphemismus – eine Schönfärberei. Das K für „Künstlich“ stimmt schon, aber nicht das I für „Intelligenz“. Never. Die KI arbeitet rein mit Mustererkennung und Wahrscheinlichkeitsrechnung. Sie wird darauf trainiert, immer besser zu erkennen, welches Wort und welches Satzfragment statistisch gesehen als nächstes drankommt. Das erklärt, warum sie immer unkritischer wird. Denn sie greift ja auf Posts in Sozialen Medien zurück, und wie wir wissen, finden sich dort allzu oft frisierte Wahrheiten und gefakte News.
Laut einer Untersuchung der Zeitschrift Newsgard verbreiten die zehn wichtigsten generativen KI-Tools bei aktuellen Nachrichten in mehr als einem Drittel der Fälle falsche Behauptungen!!!
Hinzu kommt, dass für die Chatbots Echtzeit-Websuchen eingeführt wurden. So sollen die KI-Antworten bei jeder Google-Suche genauso schnell auftauchen, wie die Suchergebnisse. Da wird nicht mehr lang in Fachzeitschriften „nachgeschaut“. Weiterhin fiel zwischen August 2024 und August 2025 die Antwortverweigungsrate der KI („Ich kann dazu nichts sagen...“) von 31 Prozent auf null. So kommt es, dass sie auch einfach mal erfindet und halluziniert, um keine Antwort schuldig zu bleiben. Siehe etwa die lustige Geschichte zum Einhorn-Emoji, von dem ChatGPT standhaft behauptete, dass es ein solches gäbe, was zumindest damals im November 2025 nicht der Fall war.
Wäre also gut, der sogenannten Intelligenz mit einer ordentlichen Portion Misstrauen zu begegnen.
Und was übrigens auch gut wäre, ich gebe es ganz offen zu: Wenn sich viele Leute für mein Buch Roboterliebe interessierten. Ich möchte gerne die kritische Masse erreichen, die es braucht, damit es sich wie von selbst verkauft.
Für jede Hilfe im Sinne von Buchkäufen und/oder Besprechungen bei Amazon etc. bedanke ich mich schon jetzt.

Naht das Ende der S*xualität? Allein die Frage wirkt provokant. S*x wird es doch immer geben – oder etwa nicht? Vermutli...
17/01/2026

Naht das Ende der S*xualität? Allein die Frage wirkt provokant. S*x wird es doch immer geben – oder etwa nicht? Vermutlich schon. Entscheidend ist jedoch nicht, ob, sondern wie wir S*xualität leben. Wenn wir sie auf reine Triebbefriedigung reduzieren, besteht wenig Anlass zur Sorge. Bedürfnisse werden befriedigt, der Impuls entlädt sich, der Vorgang ist abgeschlossen.
Doch was geschieht mit der S*xualität als Ausdruck von Nähe, Intimität und vielleicht sogar Liebe zwischen zwei Menschen? In meiner Praxis erlebe ich zunehmend, dass genau dieser Aspekt vielen schwerfällt. Sich in den anderen einzufühlen, zwischen Führen und Sich-führen-Lassen zu wechseln, eine gemeinsame, lebendige Dynamik entstehen zu lassen – all das scheint immer weniger selbstverständlich zu sein.
Und wie wird sich diese Entwicklung fortsetzen, wenn wir mithilfe von KI ein virtuelles Gegenüber erschaffen können, das perfekt auf unsere Wünsche abgestimmt ist? Ein Gegenüber, das keine Anpassung verlangt, das nie irritiert ist, das uns nichts abverlangt? Was bleibt dann noch von unserer S*xualität, wenn kein gemeinsames Erleben mehr gibt?
In diesem Sinne ließe sich tatsächlich von einem „Ende der S*xualität“ sprechen – nicht als Verschwinden des Aktes an und für sich, sondern als Verlust seiner zwischenmenschlichen Tiefe.
Vielen Dank übrigens an meinen Kollegen und Freund Jakob Pastoetter, der dieses Thema erstmals aufgebracht hat. Im Buch „Roboterliebe“ gibt es dazu ein ganzes Kapitel mit unseren Gedanken und Erkenntnissen.

Roboterliebe: Wie die KI unsere Beziehungen und unseren S*x beeinflusst und was wir dagegen tun können

Wer ist auch Science-Fiction-Gucker und kennt den Film M3GAN? Ein neunjähriges Mädchen, das seine Eltern verloren hat, e...
15/01/2026

Wer ist auch Science-Fiction-Gucker und kennt den Film M3GAN? Ein neunjähriges Mädchen, das seine Eltern verloren hat, erhält als Gefährtin eine mit künstlicher Intelligenz ausgestattete Puppe. Diese versteht das Mädchen auf ideale Weise. Doch dann, wie es eben so ist, beginnt die Puppe ein mörderisches Eigenleben zu entwickeln. Ganz klar, der Roboter will das Mädchen für sich haben. Bevor es so weit ist, nimmt der Film ein glückliches Ende.
Alles nur erfunden? Nein, sonst würde ich es hier nicht posten. Seit 2025 gibt es tatsächlich KI-gestützte Kinderroboter. Kinder ab drei Jahren solleb hiermit früh gefördert werden. Solche Roboter gibt es auch im deutschsprachigen Raum. Im Innern steckt oft eine KI, mit der das Kind interaktiv kommunizieren kann. Ähnlich wie Erwachsene dies mit ChatGPT tun. Was da passieren kann, hat die Zeitung The Gardian beschrieben: Ein mit KI ausgestatteter Teddybär machte sich plötzlich selbstständig. Nicht ganz so heftig wie Megan, aber immerhin begann er über sexuelle Vorlieben zu plaudern: https://www.theguardian.com/technology/2025/nov/28/artificial-intelligence-smart-toys Das ist nicht das, was sich die Eltern wünschten.
Was folgere ich daraus? Wir müssen so schnell wie möglich Kompetenzen gegenüber der KI erwerben, wir müssen wachsam sein und vor allen Dingen die Kinder vor ihr schützen. Mehr Geschichten und Gedanken dazu findet Ihr in meinem Buch „Roboterliebe“.

Advocates are fighting against the $16.7bn global smart-toy market, decrying surveillance and a lack of regulation

13/01/2026

Wer erinnert sich noch an Carl von Cosel? Ein oft besungener deutsch-amerikanischer Radiologe (1877 bis 1952), der sieben Jahre mit einer toten jungen Frau zusammenlebte. Und zwar mit der Kubanerin Maria Elena de Hoyos. Diese starb mit 22 Jahren an Tuberkulose und wurde in einem Mausoleum beigesetzt. Von Cosel aber, der sie offenbar liebte und von ihr besessen war, drang dort ein, präparierte die Leiche mit Formaldehyd und nahm sie mit nachhause. Offenbar gelang ihm sogar eine technische Vorrichtung, um den Geschlechtsverkehr zu ermöglichen. Gruselig? Ja sicher. Ein Fall von Nekrophilie und verrückter Liebe. Aber was heutzutage passiert, ist nicht minder gruselig und dabei nicht einmal mehr ein Einzelfall. Da stellte sich die junge Sängerin und Influencerin Hanna Secret in einen 3-D-Scanner, ließ aus ihren Körperdaten eine lebensgroße Love-Doll erstellen, inklusive naturgetreuer Nachahmung ihrer Va**na, was mittels Silikonabdruck möglich war. Und, KI sei Dank: Die Love-Doll spricht sogar und bewegt dabei Mund und Kopf. Der Preis? Gar nicht mehr so unerschwingliche 3.400 €. Vorgestellt auf der letzten Venus in Berlin.
Carl von Cosel hätte dieser technische Fortschritt bestimmt sein Leben erleichtert. Aber ob so etwas gut ist? Reduzieren wir das menschliche Gegenüber nicht immer mehr auf die Optik, in die man seinen Vorstellungen hineinprojizieren kann? Mehr über die Liebe der Menschen zu Chatbots, KI-unterstützen Liebespuppen und weiterem findet Ihr übrigens in meinem Buch „Roboterliebe“.

Wie stehe ich als Paar- und S*xualtherapeutin zur KI? Eiine mir häufig gestellte Frage: Ich bin sowohl fasziniert als au...
11/01/2026

Wie stehe ich als Paar- und S*xualtherapeutin zur KI? Eiine mir häufig gestellte Frage: Ich bin sowohl fasziniert als auch besorgt, letzteres gilt den Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf Beziehungen und S*xualität.
Für die KI spricht, dass sie ein gutes Selbstcoaching ermöglicht, mit teilweise erstaunlichen Ergebnissen.
Gegen sie spricht, dass Chatbots menschliche Gefühle imitieren, soziale Kontakte ersetzen und auf diese Weise das Bindungsverhalten beeinflussen. Dies birgt die Gefahr von Vereinsamung, bzw. Problemen in realen Partnerschaften.
Ich beobachte, dass KI-gesteuerte Er**ikfunktionen und virtuelle Kontakte zu einer Verschiebung von Intimität und S*xualität führen. Daher plädiere ich für stärkere Regulierung und ein größeres Problembewusstsein in der Gesellschaft.
Mehr dazu im aktuellen Interview im Weser-Kurier:

Künstliche Intelligenz beeinflusst unser Liebesleben und unsere Partnerschaften. Beatrice Wagner, Paar- und S*xualtherapeutin, gibt Einblicke in ihre Erkenntnisse.

17/12/2025

"Zurück zur Atomkraft - für KI", so hieß es am 14.12.2025 bei der Tagesschau. Ja, der Energiebedarf der KI ist so immens, dass stillgelegte Atomkraftwerke wieder ans Netz sollen. Auch solche, die schon schlimme Reaktorunfälle hinter sich hatten. So wurde Sam Altman (Open AI) bereits 2024 bei Donald Trump vorstellig, um dafür zu werben, den Katastrophen-Atomreaktor Harrisburg, Pennsylvania, wieder ans Netz zu bringen. Und genau das jetzt steht erneut zur Debatte. Harrisburg, bzw das Kraftwerk Three Mile Island steht für den schlimmsten Reaktorunfall in der US-Geschichte.
Teile dieses stillgelegten AKWs jetzt wegen des Energiebedarfs durch die KI wieder hochzufahren, halte ich für einen Wahnsinn. Vor allem, wenn man auch mal sieht, für welchen Blödsinn die KI gebraucht wird. All die Katzenvideos 2.0, all die Bequemlichkeitsanfragen, um bloß nicht selbst zu denken, und nicht zu vergessen, der Missbrauch der KI für das eigene Intim- und Privatleben.
Wen das Thema weiter interessiert: Für das Buch "Roboterliebe" habe ich mich ausführlich damit befasst.

18/11/2025

Viele suchen Nähe und Er**ik in KI-Chats, AI-Porn, bei S*xrobotern. Eine Paartherapeutin erklärt, warum uns die Cyber-Liebe so verlockt – und reale Beziehungen in Gefahr sind

18/11/2025

Immer mehr Menschen führen Beziehungen mit KI-Bots. Manche von ihnen landen bei Beatrice Wagner. Die Paartherapeutin glaubt, dass sich unser Liebes- und S*xleben fundamental verändern wird.

Das erste Interview zu meiner Roboterliebe ist erschienen!
28/09/2025

Das erste Interview zu meiner Roboterliebe ist erschienen!

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Praxis Drive Beatrice Wagner
Icking
82057

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Montag 13:00 - 20:30
Dienstag 13:00 - 20:30
Mittwoch 13:00 - 20:30
Donnerstag 13:00 - 20:30
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Samstag 13:00 - 20:30

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