08/04/2024
Heute war ich seit langem mit Fabi wieder ins Gelände ausreiten.
Es sollte ein entspannter lockerer Ausflug werden, bei dem ich Lektionen aus den Reitstunden - zunächst die einfacheren - üben wollte, um noch mehr geländesicher zu werden.
Ich bin immer wieder erstaunt, um wie viel feiner die Sinne unserer Lieblinge sind. Wie oft reagieren sie auf Reize, die wir nicht mal wahrnehmen? So war es auch heute. Ich hatte das Glück, dass ich wenigstens noch das auf- und abhüpfende Hinterteil eines Rehs in zig Metern Entfernung zwischen Bäumen und Büschen verschwinden sah.
Fabi nahm das zum Anlass, um sich aufzuplustern und losrennen zu wollen, aber mit Ruhe und unserem Training konnte ich ihn gut wieder zu Ruhe bringen.
Fast wieder zu Hause, zurück am Stall, entdeckte er dann ein gefährliches und beängstigendes Objekt, das ihn doch tatsächlich aufzufressen drohte. Tatsächlich ließ der Wind in der Nähe ein Bleck klappern, sodass er seine Angst nicht überwinden konnte. Ich musste absteigen und selbst an der Hand, war es eine Herausforderung ihm genug Mut und Vertrauen zu geben, bis er sich traute, sich mit mir gemeinsam das gefährliche Gerät anzusehen. Achte auf seine Augen, seine Lippen auf dem ersten Bild. Da kann man (leider auf dem Bild nicht so deutlich, wie live) welche Überwindung es ihn kostete, seine Angst hintenan zu stellen und mir zu vertrauen. Auf dem zweiten Bild ist er schon viel entspannter. Was zwischen dem ersten und zweiten Bild passiert ist? Wenn du es wissen möchtest, frag mich ;-).
Ich bin so froh und dankbar, für das Vertrauen, dass er mir heute mal wieder geschenkt hat und für die Beziehung, die wir haben.
Du fragst dich jetzt, was das mit Tier-Osteo zu tun hat? So einiges. Ein Tier, das permanent unter Schmerzen leidet, hat permanent eine höhere Sympathicus-Aktivität. Der Sympathicus ist der "Kampf-und-Flucht"-Nerv. Er sichert das Überleben (zumindest theoretisch) in Gefahrensituationen. Und Schmerzen sind ein Indiz für Gefahren.
Wenn du und dein Pferd oder Hund Probleme habt, was die Ruhe und Gelassenheit deines Tieres angeht, kann ein guter Trainer, wie auch bei Fabi und mir, sehr viel helfen. Wenn die Ursache allerdings nicht in eurer Beziehung oder dem Vertrauen zwischen euch liegt, kann es an Schmerzen liegen. Und dagegen helfe ich euch gern - kurativ und natürlich auch präventiv.
Präventiv wäre grade für die Tunierreiter unter euch interessant. Auch da bei Fragen, gerne melden!
Herzliche Grüße
Natalie