13/04/2026
„Ab ca. 21 Uhr wusste ich sicher, dass du Mamas schützenden Bauch verlassen möchtest. Dein Papa und ich haben uns ins Bett gelegt und ich habe nochmal ein wenig versucht zu schlafen und zu ruhen. Die Wehenabstände waren noch recht weit auseinander und ich konnte sie sehr gut veratmen. Um ca. 2.30 Uhr kamen die Wellen in einem Abstand von 5 Minuten.
Papa hat jetzt Hebamme Susanne angerufen und gegen 3.30 Uhr kam sie bei uns an und mich gefragt, ob sie nach dem Muttermund schauen soll- er war 2cm groß. Papa hat mir Wasser in den Pool gelassen, den wir ins Wohnzimmer gestellt haben. Nach kurzer Zeit habe ich gemerkt, dass mir das Wasser zu kalt ist, also bin ich in der Wohnung langsam und ruhig umher spaziert. Die Wehenabstände wurden geringer, ich habe mich zurück ins Bett gezogen. Nach einiger Zeit im Bett wurden die Wellen immer intensiver und ich habe den inneren Wunsch verspürt, wieder in den Pool zu gehen. Kurze Zeit darauf, gegen 8.30 Uhr, waren die Wellen so intensiv, dass Papa Susanne wieder anruft. Ich habe gemerkt, dass ich Presswehen bekomme. Um ca. 8.55 Uhr traf Susanne wieder bei uns ein. Auf meinen Wunsch hin ertastete sie meinen Muttermund, dieser war nun vollständig geöffnet. Die Wellen kamen
nacheinander - die Kraft, die durch meinen Körper ging, lässt sich nicht in Worte fassen.
Jede Welle wurde von mir mit einem tiefen Tönen und kraftvollen Schreien begleitet. Dein Papa saß hinter mir auf einem Stuhl und hat mich durch jede Welle begleitet. Susanne saß mir gegenüber, außerhalb des Beckens und hat die selbstbewusste Ruhe ausgestrahlt, die ich in diesem Moment gebraucht habe. In Stille hat sie mir zu Wissen gegeben, dass ich alles richtig mache. Ich bin ihr für immer dankbar, dass sie mir den Raum gegeben hat, meinem Körper zuzuhören, um so die Geburt zu erleben, die ich mir für uns gewünscht habe!
Nach ca. 50 Minuten Presswehen habe ich dich im Vierfüßlerstand, mit einem Bein aufgestellt, mit einer letzten Welle, um 9.41 Uhr ins Wasser geboren. Nachdem ich die Plazenta mit einer weiteren kleinen Welle entbunden habe, hat dein Papa mit meiner Zustimmung die Nabelschnur durchtrennt.“
Danke für euer Vertrauen🙏💕