Osteopathie für Erwachsene und Kinder

Osteopathie für Erwachsene und Kinder Herzlich willkommen! Osteopathie
Biodynamische Osteopathie
Traumasensible Begleitung

Grundsätzlich gilt, dass jedeR OsteopathIn über umfassende anatomische und physiologische Kenntnisse verfügt, anatomische Strukturen am gesamten Körper palpieren (ertasten) und bewerten kann und Symptome desR PatientenIn in Zusammenhang setzt und dadurch verstehen lernt. Versteht er/sie die Ursache der Symptome, kann das Behandeln der Probleme einfach sein. Das Prinzip der Osteopathie: „Leben ist

Bewegung“

Bewegungsverlust und Blockaden treten bekannter Weise am Bewegungsapparat auf, finden sich aber ebenso häufig an Organen oder im Bereich der Gehirn- und Rückenmarkshäute. Der Osteopath erkennt und behandelt diese Störungen durch sanfte, manuell ausgeführte Techniken. Durch diese Techniken können Gewebe besser durchblutet werden, Körperabschnitte beweglicher werden und Schmerzen beeinflusst werden. Eine besondere Zielsetzung der Osteopathie ist es, körperliche Beschwerden an einer Körperstelle in Zusammenhang mit vergangenen oder aktuellen Belastungen und/oder Traumata zu bringen. Diese Belastungen und/oder Traumata können an vollkommen anderen Stellen des Körpers gewirkt haben oder wirken, sodass der/die PatientIn den Zusammenhang erst während der osteopathischen Sitzung erkennen kann. Fundierte theoretische Kenntnisse und sensible Fähigkeiten, feinste Bewegungen des Körpers und Veränderung des Körpergewebes zu erspüren, sind für ein effektives osteopathisches Arbeiten Voraussetzung. Die osteopathische Behandlung beruht auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und passt sich jedem Patienten entsprechend seiner körperlichen und psychischen Verfassung an.

12/04/2026
Die Kunst, Urlaub zu machen…Ich bin nicht der Typ für lange Urlaube oder richtig freie Wochenenden. Lange habe ich mich ...
07/04/2026

Die Kunst, Urlaub zu machen…

Ich bin nicht der Typ für lange Urlaube oder richtig freie Wochenenden.
Lange habe ich mich deshalb falsch gefühlt – zumindest im Vergleich mit anderen.

Heute weiß ich, dass es Typsache ist, wie man seine Freizeit gestaltet. Und seitdem ich mehrere Selbstständige kenne, weiß ich, dass es auch stark vom Beschäftigungsmodell abhängt, wie man seine Freizeit gestaltet und lebt.

Für mich bewährt sich zunehmend das Zopfmuster – ein Zopf, der schön abwechselnd aus freier Aktivität, Arbeit und Alltagsverantwortung geflochten wird.
Ich wechsle gerade zwischen dem Lesen eines sehr guten Buches, der Vorbereitung auf die Weiterbildung „zellweise“, die nächste Woche ins zweite Modul geht, und ausgedehnten Wanderungen mit dem Hund.

Zudem besuche ich Familienmitglieder, übe Camping und checke E-Mails. Dabei scheint die Sonne, und die macht mir ohnehin das Herz ganz leicht.

Ich habe heute kurz die Frau meines Cousins getroffen. Das Paar hat vor vielen Jahren den Hof meiner Paten übernommen und im vergangenen Jahr einen Reitstall gebaut. Der Einstellerbetrieb ist von Tag eins an ausgebucht – ein erfüllter Traum, der untrennbar mit einem großen Haufen Arbeit verbunden ist.

Sie lebt – so wie ich auch – das, was sie tut mit jeder Faser. Die „Arbeit“, die „Berufung“, ist nicht zu trennen von der Person. Das ist einerseits wunderschön, und andererseits braucht man selbst von der schönsten Tätigkeit – würde man sie 24/7 betreiben – auch mal Abstand.

Die Frau meines Cousins lächelte heute früh zumindest müde, als meine Patentante ihr erzählte, dass ich vorhabe mehr Urlaub zu machen und unter die Camper gegangen bin. Zu gut kennt sie mich, kennt die Aufgaben und Ideen von Selbstständigen, und zu fern ist wohl auch eine eigene Auszeit vom Hof.

Das Leben ist kein Ponyhof – auch nicht auf dem Ponyhof. Und doch bin ich total froh, dass ich etwas mache, womit ich mich derart identifiziere, auch wenn es mich oft alles kostet.

Wie gut kannst du Urlaub? Was brauchst du, um runterzukommen?

Deine Osteopathin
Birgit Reiter

Der Frühling zeigt uns gerade alle Wetterfacetten. In dieser Woche habe ich mit einem Patienten sehr intensiv biodynamis...
28/03/2026

Der Frühling zeigt uns gerade alle Wetterfacetten.
In dieser Woche habe ich mit einem Patienten sehr intensiv biodynamisch gearbeitet und dabei von meinem Praxisfenster aus eine riesige Birke beobachtet.

Sie wurde vom Sturm so stark hin- und hergeschüttelt, dass zwischendurch ein Ast abgebrochen ist. Der Sturm hat den Ast von Altlasten befreit.

Bäume reagieren auf ihre Umwelt. In windigen, exponierten Lagen (z. B. auf Hügeln oder an Küsten) werden sie dazu angeregt, mehr in Stabilität zu investieren. Dieses Phänomen nennt man Thigmomorphogenese. Das Ergebnis ist ein kräftigerer Stamm und oft ein ausgedehnteres Wurzelsystem.

In der Pflanzenphysiologie spricht man auch von „verwöhnten“ Bäumen. Das sind Bäume, die geschützt aufgewachsen sind (z. B. im Waldinneren) und dünnere Stämme sowie schwächere Wurzeln aufweisen. Wenn diese Bäume plötzlich freigestellt werden, sind sie höchst windanfällig.

Einiges davon ist auf uns Menschen übertragbar. Wer viel durchzustehen hat, lernt sich oft zwangsläufig besser kennen. Man muss sich zentrieren, tiefer „wurzeln“. Das ist kein Bonus, sondern überlebensnotwendig.

Wer von der Sonne geküsst aufwächst, breitet sich vielleicht mehr aus und muss sich zunächst weniger mit sich selbst beschäftigen. Beides hat einen Wert und einen Preis. Das Leben entscheidet, welche Wetterphänomene uns wann erwischen.

Vielleicht hilft es zu wissen: Der Sturm kann uns stärken und uns näher zu uns selbst bringen.

Deine Osteopathin
Birgit Reiter

Wie gerne meine Schwestern und ich Viva und MTV schauten. Wir haben viel ferngesehen und waren dankbar für experimentell...
21/03/2026

Wie gerne meine Schwestern und ich Viva und MTV schauten. Wir haben viel ferngesehen und waren dankbar für experimentelle, moderne Formate. „Unter Ulmen“ habe ich geliebt – es war frech, sprengte das Konventionelle.

Die aktuellen Neuigkeiten, die Anschuldigungen von Collin Fernandez gegenüber ihrem Ex-Ehemann, haben eine meiner Schwestern und mich gestern telefonieren lassen. Wir waren so fassungslos. Sie meinte: „Jetzt kann ich nie wieder Jerks gucken!“

Mich lässt die Sache nicht los. Ich bin verletzt. Verletzt darüber, dass wir Menschen uns gegenseitig so viel Schreckliches antun – dass wir uns so gnadenlos beschämen, uns so menschenunwürdig benehmen, dass Liebe so nah neben Hass und Gewalt existieren kann.

Was wir selbst unseren Schutzbefohlenen antun, ist ein solches Drama, dass es mir bei Erzählungen meiner Patient*innen zu ihrer Vergangenheit regelmäßig das Herz zerreißt. Und ich muss endlich akzeptieren, dass das real ist und zu unserer menschlichen Existenz dazugehört.
Hier einige Fakten, warum Gräueltaten möglich werden:
Macht verändert Verhalten
Macht kann enthemmen. Studien zeigen, dass Menschen unter Macht weniger Empathie empfinden und eher dazu neigen, andere zu objektifizieren. Wenn jemand Kontrolle über andere hat, kann das Hemmungen abbauen.

Entmenschlichung
Grausamkeit wird leichter, wenn das Gegenüber nicht mehr als gleichwertiger Mensch gesehen wird. Das passiert z. B. durch Abwertung („die sind weniger wert“) oder durch Reduktion auf den Körper/eine Funktion. Gerade sexualisierte Gewalt basiert oft genau darauf.

Gruppendynamiken & Mitläufertum
Menschen handeln in Gruppen oft anders als allein. Verantwortung wird „verdünnt“. Das nennt man auch Diffusion of Responsibility.

Sexualisierte Gewalt ist nicht „Trieb“, sondern Macht
Sexualisierte Gewalt hat weniger mit Sexualität zu tun als mit Kontrolle, Dominanz und Demütigung. Sie wird eingesetzt, um Macht zu demonstrieren.

Abstumpfung & Grenzverschiebung
Grausames Verhalten beginnt selten extrem. Es entwickelt sich schleichend: kleine Grenzüberschreitungen, keine Konsequenzen – und daraus entstehen weitere Eskalationen. Mit der Zeit wird das Verhalten „normal“.

Da sitzt es vor mir. Das große Herz, schwer verletzt, mit seinem Menschen daneben, mit schmerzendem Körper im Schlepptau...
15/03/2026

Da sitzt es vor mir.
Das große Herz, schwer verletzt, mit seinem Menschen daneben, mit schmerzendem Körper im Schlepptau.

Es hat von mir gehört. Es bittet um Hilfe, damit der Körper endlich aufhört, überall weh zu tun.

Die Menschen, die dieses große Herz tragen, haben manchmal das Problem, dass die Leute drum herum denken, sie seien dumm oder naiv. Leute verkennen die Freundlichkeit und werten sie als Schwäche.

Diese Leute, diese Umgebungen dürfen keinen Platz im Leben des Menschen haben, der das große Herz trägt.

Es gibt keinen anderen Weg zum Glück, als das große Herz in Sicherheit zu bringen. An einen Ort, an dem das Herz offen getragen werden kann, ohne dass mit Absicht eine Lanze hineingerammt wird.
Im oberen Fall ist es so. Dieses große Herz ist ungeschützt, wird täglich beschämt und verletzt.

Da bleibt nur eins: GEHEN.
Und es braucht keine große Erklärung. Die Leute wissen, was sie getan haben. Sie werden das große Herz weiter beschämen und verletzen, aber das wird aus der Ferne die Herzenergie nun endlich nicht mehr schwächen. Das Herz ist dann frei. Der Schmerz, auch der im Körper, wird weichen. Schritt für Schritt.

Such dir Leute, mit denen du dich selbst richtig gut leiden kannst, wenn du mit ihnen zusammen bist. Das sind deine Leute.
Tagge einen dieser Menschen, schicke den Text an jemanden, der das lesen soll und lass mir gerne ein Herz da für mehr.

Deine Osteopathin
Birgit


Wir suchen einen besonderen Raum für eine besondere Weiterbildung Für die psychosensible und körpertherapeutische Weiter...
13/03/2026

Wir suchen einen besonderen Raum für eine besondere Weiterbildung

Für die psychosensible und körpertherapeutische Weiterbildung „zelllweise“ braucht es einen passenden Raum in Idstein:

✨ Platz für eine kleine Gruppe 12 bis 16 Personen
(zudem 6 bis 8 Behandlungsliegen)
✨ ruhige, angenehme Atmosphäre
✨ die Termine für Herbst/Winter stehen schon fest

„Zelllweise“ steht für körperorientierte, achtsame Arbeit rund um das Nervensystem, Regulation und persönliche Entwicklung.

Die Kursteilnehmer*innen sind achtsame Menschen, überwiegend aus dem sozialen, medizinischen oder pädagogischen Umfeld.

Wenn du einen passenden Raum kennst oder selbst einen hast, dann freue mich riesig über Tipps oder eine Nachricht!

Liebe Patient*innen,unser Praxishund Lucy wird heute 9 Jahre alt. Es wurde alles aufgefahren, was das Hundeherz am Ehren...
08/03/2026

Liebe Patient*innen,

unser Praxishund Lucy wird heute 9 Jahre alt. Es wurde alles aufgefahren, was das Hundeherz am Ehrentag begehrt: Schwimmen, Stöckchen, Wurst und Sonne.

Lucy ist mein erster Hund, und als wir sie damals abholten, war meine größte Angst, dass ich sie nicht lieben könnte. Dieses Geliebtwerden und Lieben, so richtig, das lag mir nicht besonders. Sie hat sich erst recht ab dem ersten Tag in meine Zellen geschlichen, vor allem in meine Herzzellen, Lungenzellen. Wenn es ihr schlecht geht, dann merke ich, wie sehr sie sich in meine Magenzellen eingenistet hat.
Wenn sie irgendwann mal vorgeht und diese Hundeexistenz hinter sich lässt, nimmt sie einen ganz großen Teil von mir mit, Teile meiner wichtigsten Organe. Das spür ich jetzt schon. Das ist der Preis für Liebe, und ich würde sie immer wieder so tief in meine Zellen einziehen lassen. Denn so tief zu fühlen, ist nicht selbstverständlich. Es ist ein Segen, für den ich täglich dankbar bin.
Ihr gerecht zu werden, ist nur im Team möglich. So dämmert es mir, dass ich nach Lucy - wenn mein Lebensstil so bleibt - wohl keinen Hund mehr versorgen kann.
Umso mehr feiere ich jeden Tag mit ihr. Ihre tiefen Atemzüge regulieren euch in der Praxis und mich immer und überall. Ihre Fähigkeit zum Hier und Jetzt und ihre bedingungslose Liebe sind für mich tägliche Erinnerungen, manchmal auch erhobene Zeigefinger, Ermahnungen, mich auf das Wichtige im Leben zu fokussieren.
Ein Hoch auf Lucy, auf die Tierwelt und darauf, dass wir Menschen lernen diese Welt gebührend zu ehren.
Deine Osteopathin
Birgit Reiter


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Solange wir uns unsere Urwunden nicht bewusst machen, werden wir mit chirurgischer Präzision das Drama der Urwunde im Le...
28/02/2026

Solange wir uns unsere Urwunden nicht bewusst machen, werden wir mit chirurgischer Präzision das Drama der Urwunde im Leben reinszenieren. Ich würde aus Erfahrung sagen, dass das beinahe ein kosmisches Gesetz ist.
Während einer hypnosystemischen Sitzung erkannte eine Patientin um die 60 Jahre, dass sie mit ihrem Mann seit Jahrzehnten kämpfte, sich abmühte und um Anerkennung rang, genauso wie damals als Kind bei ihrem Vater. Als ihr das bewusst wurde, mussten wir beide lachen, denn sie sagte aus tiefster Seele: „Ach du Sch…“.
Wir suchen instinktiv nicht das Glück, wir suchen das Bekannte. Wir suchen das, worin wir die Regeln kennen, wo wir uns auskennen. Oft suchen wir nicht das, was uns lebendig oder glücklich macht – bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir uns unserem Schatten zuwenden und unsere Vergangenheit bearbeiten.
Nur ganz wenige Menschen haben das Glück, auf Retter zu treffen, die mit ihnen alle Wunden heilen, alles (aus)halten und dabei bedingungslos in Liebe verbunden bleiben.
Manche Patient*innen sagen: „Am Anfang war er/sie ganz anders. Er/sie war zugewandt, liebevoll, aufmerksam …“ Das mag sein, und doch navigiert uns unser Unbewusstes zu dem Menschen, der im Kern so ist, wie wir es kennen, auch wenn am Anfang alles anders scheint. Am Ende sitzen wir doch vielleicht jahrzehntelang einem ignoranten Stoffel gegenüber …
Wir landen in immer denselben Mustern, nur die Hauptakteure ändern sich alle paar Jahre. Egal, ob im Job, im Freundeskreis oder in der Liebesbeziehung – oft fühlt sich Nähe ähnlich an wie früher. Wir vermeiden, verhalten uns ambivalent oder desorganisiert.
Erst wenn wir das Alte abgelebt haben, es hinter uns lassen wollen und uns selbst zuwenden, gehen wir respektvoller mit uns um und wählen Freund*innen und Partner*innen auf Augenhöhe. Augenhöhe heißt, dass wir aufhören, in Potenziale zu investieren, sondern Menschen in unser Leben lassen, die jetzt Lust haben, mit uns zu wachsen. Potenziale zu sehen ist die Kunst des reinen Herzens, sagt man. Manche warten ein Leben lang, ohne dass die Blüte im Gegenüber je erwacht.
Deine Birgit Reiter

Ich bin Sternzeichen Widder. Und als Widderfrau lernte ich früh, dass der Kopf oft schwächer war als die Wand, durch die...
14/02/2026

Ich bin Sternzeichen Widder. Und als Widderfrau lernte ich früh, dass der Kopf oft schwächer war als die Wand, durch die ich brechen wollte.
Dazu kamen Ideen, von denen ich überzeugt war, dass sie die Welt – oder zumindest meine – maßgeblich verändern würden. Detailgetreu und euphorisch war ich an manchen Abenden, nur um am darauffolgenden Morgen zu denken: „Nee, lass das mal lieber nicht machen!“
Nur wenige Ideen bleiben, und noch weniger schaffen es in die irdische Umsetzung. Im August 2023 kam mir die Idee, eine Weiterbildung ins Leben zu rufen. Ich kann mich genau an den Moment in der Praxis erinnern, als ich dachte: „Wenn ICH das alles kombinieren kann, was ich hier mache, dann kann ich das vielleicht auch anderen Menschen weitergeben.“
Ich habe die Idee im Inneren bewegt und lebendig werden lassen und jeden Morgen darauf gewartet, dass die „Lass-mal-nicht-machen-Stimme“ in mir mich zur Vernunft bringt. Aber das Gegenteil war der Fall. Freund*innen und Fachpersonen ermutigten mich, trauten mir das zu.
Im Januar 2024 begann ich zu schreiben und war dann ein Jahr lang fast jeden Abend und an vielen Wochenenden damit beschäftigt. Widder brennen, sie haben die Zündfunkenenergie in sich. Aber Zündfunken erlöschen auch schnell, wenn man nicht aufpasst.
Daher danke ich allen Freund*innen, die gesagt haben: „So, jetzt reicht’s – pack die Tiere ein und den Rucksack – heute ist mal Pause.“ Das war unbezahlbar, denn ich kann in Projekten auch versinken.
So entstand „zellweise“ in gut einem Jahr. Neben den fachlichen Themen war ich mit bürokratischen, steuerrechtlichen, technischen und marketingspezifischen Herausforderungen konfrontiert. Neu war meine Zuversicht und – ich denke, daraus resultierend – all die Helfer und Unterstützer, die sich zur rechten Zeit zeigten.
Am vergangenen Wochenende startete „zellweise“. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt in meinem Leben so aufgeregt war – einfach, weil das Thema und das, was ich mit den Teilnehmenden vorhabe, für mich eine enorme Bedeutung haben.
Der erste Kurs hat all meine Erwartungen übertroffen. Die Saat geht auf, und ich weiß jetzt schon, dass wir gemeinsam in diesem Jahr Großes erleben werden.

Ich beobachte bei meinen Patient*innen und erlebe es auch selbst so, dass das Thema „Loslassen“ in der zweiten Lebenshäl...
25/01/2026

Ich beobachte bei meinen Patient*innen und erlebe es auch selbst so, dass das Thema „Loslassen“ in der zweiten Lebenshälfte noch einmal richtig an Fahrt aufnimmt.

Nun ist es nicht so, dass die erste Lebenshälfte frei von Schmerz, Trauer oder Verlust wäre, aber die zweite Lebenshälfte – wenn man sie denn erleben darf – geht einem diesbezüglich meist noch tiefer unter die Haut.

Echte Häutungen sind das, die man da erlebt. Man streift ständig Identitäten ab, und dadurch kommt es, wenn man sich hingibt, mehr zur Individuation.
Man trennt sich von dem, was man glaubte zu sein. Selbst das eigene Spiegelbild verändert sich so konsequent, dass vor allem das Seelenlicht, das aus den Augen entgegenblitzt, daran erinnert, dass man auch heute Morgen wieder das vertraute Selbst ist.

Man muss sich häufiger von geliebten Menschen und Tieren verabschieden, weil man selbst älter wird, was naturgemäß bedeutet, dass auch der Freundeskreis und die Familienmitglieder altern … und eben auch zu seiner Zeit versterben. Ältere Patient*innen höre ich darüber klagen, dass sie keine Geburtstagsparty mehr zu schmeißen brauchen … denn die Gäste, die in Frage kämen, die sind alle unter der Erde.

Ältere Menschen, die ihre Häuser verkaufen und ihr gesamtes Umfeld hinter sich lassen, um in die Nähe der Kinder zu ziehen, begleite ich manchmal. Wie das wohl ist, im Alter noch einmal alles hinter sich zu lassen und in eine ganz neue Umgebung zu ziehen, das verstehe ich ganz langsam. Es ist eine Häutung, noch einmal, zum x-ten Mal für viele meiner Patient*innen.

Um in dieser Welt zu bleiben,
musst du lernen, das Vergängliche zu lieben,
es an dich zu drücken,
als hinge dein Atem daran —
und wenn die Stunde kommt,
deine Hände zu öffnen
und es gehen zu lassen.
Frei übersetzt nach Mary Oliver
Das, was bleibt, ist man selbst. Stärker denn je mit sich verbunden, mit ganz viel Liebe im Herzen – eine Liebe, die sich vor allem aus Erinnerung nährt.

Deine Osteopathin
Birgit Reiter
osteopathie ausbildung zellweise

In der vergangenen Woche hat mir eine Patientin von der Beziehung zu ihrem Großvater erzählt. Er ist schon einige Zeit v...
17/01/2026

In der vergangenen Woche hat mir eine Patientin von der Beziehung zu ihrem Großvater erzählt. Er ist schon einige Zeit verstorben, aber das Band der Liebe ist noch immer intensiv zu spüren.
Ihre Oma erzählte immer, dass es egal war, wer früher an der Wiege der Patientin vorbeiging. Sie war sehr bei sich. Wenn aber ihr Großvater zu ihr kam, dann fing sie an zu strahlen, gluckste und öffnete die Ärmchen. Die beiden waren immer unzertrennlich, was auch der Oma, den Kindern der Großeltern und allen Enkeln auffiel und nur bedingt gefiel. Auf ihrem Unterarm hat sie heute den Spitznamen tätowiert, den ihr Opa für sie wählte. Wir hatten beide Tränen in den Augen, der Raum war erfüllt von dieser Liebe.

Wahre Liebe kann nicht übersehen werden! Sie berührt ohne Umweg.

Wenn ich Patient*innen nach ihrer großen Liebe frage, dann kommt nicht so oft, wie uns die Filmindustrie vermitteln möchte, der*die Partner*in als Antwort. Die eigenen Kinder auch nur bedingt, oft, wenn diese noch jung sind. Später wird die Beziehung zwischen Eltern und Kindern komplizierter und oft asymmetrisch. Spätestens wenn Kinder das Haus verlassen, finden sie eher im Außen die große Liebe als bei den Eltern.

Als große Lieben werden Familienmitglieder, Freunde, Pferde, Haustiere, Hobbys, Berufungen und Leidenschaften benannt. „Gott“ kam einmal vor und „Ich selbst“ hat mal ein 17jähriger gesagt.

Wenn ein Mensch von seiner großen Liebe erzählt, verändert sich spürbar etwas im Raum. Als Therapeutin nehme ich das zuerst in meinem eigenen Körper wahr: Der Atem wird ruhiger, die Schultern sinken, es wird still.
Der Mensch, der erzählt, wirkt gesammelt. Die Worte sind klar, nicht erklärend, und die Stimme trägt Wärme, der Blick ruht. Es gibt keinen Wunsch, etwas zu beweisen oder bestätigt zu bekommen.
Was sich zeigt, ist eine leise Kraft.
Eine Verbundenheit und ein echtes Ankommen.
Liebe ist alles.

Deine Osteopathin
Birgit Reiter
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30/12/2025

Mehr zu der Weiterbildung „zellweise“ findest du unter www.osteopathie-reiter.de
Die Warteliste für 2027 ist geöffnet.

Adresse

Kreuzgärten 16
Idstein
65510

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