11/07/2025
Drei Schwangerschaftsphasen
Eine neue Zeitrechnung beginnt – in drei Phasen.
Ab dem ersten Tag Deiner Periode läuft die Zeit. 280 Tage bis zum rechnerischen Geburtstermin. Ab jetzt lebst Du in Schwangerschaftswochen – oder in Schwangerschaftsdritteln (Trimenons), von denen jedes seine ganz eigenen Merkmale hat, mit unterschiedlichen Meilensteinen für Dich und Dein ungeborenes Kind. Ab wann sieht man das Herz schlagen? Welche hormonellen Veränderungen gibt es? Welche Aktivitäten eignen sich für welche Phase? Wie entwickelt sich Dein Kind? Welche Untersuchungen stehen an? Ab wann ist ein Geburtsvorbereitungskurs sinnvoll und warum? Wir haben die Antworten!
Das erste Trimenon – Das erste Schwangerschaftsdrittel
Der Start in die Schwangerschaft ist eine große Umstellung für Deinen Körper. Hormonhaushalt und Kreislauf schalten um auf Schwangerschaft. Schwangerschaftssymptome können besonders im ersten Trimester unangenehm sein. Viele Frauen leiden unter Müdigkeit, Übelkeit oder Brechreiz, einem überempfindlichen Geruchssinn, Stimmungsschwankungen, Heißhunger oder ziehendem Brustgewebe. Du kannst beruhigt sein, denn diese Zeichen zeigen Dir, dass sich Dein Körper mit der Schwangerschaft verändert und somit funktioniert. Natürlich gibt es auch Frauen, die von diesen Symptomen verschont bleiben. Wenn Du also keine Beschwerden hast, heißt das nicht, dass etwas nicht in Ordnung ist. Gegen die Übelkeit gibt es leider kein Patentrezept. Linderung verschafft, auf fettiges und zuckerhaltiges Essen zu verzichten, oder nur das zu essen und zu trinken, worauf Du Appetit hast. Dazu viel Wasser ohne Kohlensäure und Tee. Auch mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt – bestehend aus Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und Eiweiß – können helfen. Auch Ingwer und Akkupunktur können helfen. Mach Dir aber keine Sorgen, Dein Baby ist noch winzig und braucht fast nichts. In sehr seltenen Fällen kommt es zu extremer Übelkeit mit häufigem Erbrechen (Hypermesis gravidadum). Dann ist manchmal eine kurze Zeit der Behandlung im Krankenhaus nötig.
Das zweite Trimenon – Das mittlere Schwangerschaftsdrittel
Das ist die ideale Phase für Aktivitäten. Für Umzug oder Renovierung. Für eine Reise. Für schonenden Sport. Denn Dein Körper hat sich auf die Schwangerschaft eingependelt, das Kind ist noch relativ leicht. Auch über Deinen Geburtsvorbereitungskurs solltest Du Dir jetzt so langsam Gedanken machen. Du könntest mit Deinem Praxisteam beraten, wo Dein Kind zur Welt kommen soll und vielleicht den Kurs dort machen. Die zweite große Ultraschalluntersuchung steht zwischen der 19. und 22. Woche an. Hier kannst Du Dein Kind und seine Bewegungen beobachten. Natürlich darf in aller Regel nach Absprache Dein Partner bzw. Deine Partnerin dabei sein. Deine Frauenärztin bzw. Dein Frauenarzt überprüft Größe und Entwicklung sowie bestimmte Organe Deines Babys. Meistens kann hier schon das Geschlecht ermittelt werden. Besprecht Euch vorher, ob Ihr es wissen wollt oder ob Ihr Euch überraschen lassen möchtet! Die Anmeldung zum Geburtsvorbereitungskurs
kann ab sofort auf den Weg gebracht werden – gerne darf Dein Partner bzw. Deine Partnerin auch teilnehmen. Hier übst Du wichtige Entspannungs- und Atemtechniken und vieles mehr. Ihr lernt gemeinsam die Phasen der Geburt kennen und wie er bzw. sie Dich am besten unterstützen kann. Die ersten Bewegungen Deines Kindes sind nun spürbar! Besonders ab der 20. Woche kann Dein Kind sehr aktiv sein, sich drehen und „Saltos“ schlagen – noch ist ja genug Platz da.
Das dritte Trimenon – Das letzte Schwangerschaftsdrittel
Dein Kind wächst und wächst. Das merkst Du jetzt immer deutlicher. Der Rücken kann ziehen, Dein Kreislauf hat immer mehr zu leisten, der Druck auf die Blase erfordert häufigere WC-Zwischenstopps. Sodbrennen, Wassereinlagerungen, Verdauungsprobleme und Verstopfung sind typische Symptome ab dem 7. Monat Deiner Schwangerschaft. Die richtige Ernährung kann helfen, die Beschwerden zu lindern, z. B. durch viele kleine, ballaststoffreiche, säurearme Mahlzeiten, weniger scharfem Essen, viel Wasser und entspannte Spaziergänge nach dem Essen. Ob eine Behandlung mit Medikamenten für Dich sinnvoll ist, erfährst Du in Deiner Frauenarztpraxis. Guter Schlaf und viel Ruhe sind besonders wichtig. Das ist leichter gesagt als getan. Denn mit dem wachsenden Bauch wird es immer schwieriger, eine bequeme Position zu finden. Vielleicht probierst Du mal eine halbsitzende Schlafposition oder legst Dich mit großen Kissen für Oberschenkel und Rücken auf die Seite. Dafür kannst Du zum Beispiel schon ein Stilkissen verwenden. Verzichte auf Koffein und gehe oft spazieren. Ob und welche Hilfsmittel für Dich geeignet sind, solltest Du unbedingt mit Deiner Frauenärztin bzw. Deinem Frauenarzt klären.
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Da, wenn alles anders wird