11/04/2026
9 MONATE, 0 PROMILLE
Jedes Jahr kommen in Deutschland etwa 2.000 Kinder zur Welt, die aufgrund des Alkoholkonsums der Mutter während der Schwangerschaft geistig und/oder körperlich behindert sind, weitere ca. 4.000 Kinder mit partiellen Schädigungen. Ein einheitliches Krankheitsbild gibt es dabei nicht. Die geistig-intellektuellen Behinderungen und körperlichen Fehlbildungen sind in ihrer kompletten Ausprägung unter dem Begriff FAS (Fetales Alkoholsyndrom) zusammengefasst. FAS ist nicht heilbar, aber vermeidbar, denn die Behinderungen sind nicht genetisch bedingt.
Appell: Während Schwangerschaft und Stillzeit auf Alkohol verzichten.
Daher richtet sich die Initiative „Verantwortung von Anfang an“ an Frauen mit Kinderwunsch, schwangere Frauen und stillende Mütter mit einem einfachen, aber wichtigen Appell: „Beschäftigen Sie sich bitte mit dem Thema, informieren Sie sich über die Wirkung von Alkohol auf das ungeborene Kind und den Säugling und vor allem: Verzichten Sie während Schwangerschaft und Stillzeit konsequent auf den Konsum von alkoholhaltigen Getränken.“ Natürlich sind auch angehende Väter, Freunde, Familie und Kollegen angesprochen, Frauen in ihrem festen Vorsatz zu unterstützen.
Die DGGG unterstützt die Initiative „Verantwortung von Anfang an“. DGGG-Präsident Prof. Anton J. Scharl: „Die Zeit der Schwangerschaft stellt eine ganz besondere Phase des Lebens dar und gipfelt in einem Ausnahmemoment – der Geburt. Diese intensiven neun Monate vertiefen nicht nur die Verbindung zwischen der werdenden Mutter und dem ungeborenen Kind, sondern auch zwischen der schwangeren Patientin und ihrer Frauenärztin beziehungsweise ihrem Frauenarzt.
Es grüßt Sie herzlich, Ihre Frauenärztin Dr. Susanne Zimmermann-Picht