22/03/2026
Vier intensive Tage Hypnosekongress in Kassel gehen nun zu Ende. Dieses Jahr unter der Überschrift "Trauma, Trance und Therapie: Der Körper im Fokus." - Hier ein paar Spotlights für Euch:
☆ 1. Das als gestaltbares System☆
Damir del Monte brachte es poetisch auf den Punkt: „Unser Gehirn malt Gemälde aus Synapsen.“
Diese inneren „Datenautobahnen“ sind keine festen Strukturen, sondern veränderbar.
Genau hier setzt Hypnotherapie an: Alte neuronale Pfade dürfen sich lösen, während neue Verbindungen entstehen.
☆ 2. Der als Verbündeter☆
„Dein Körper ist nicht blöd!“ (Gerhard Wolfrum).
Im Gegenteil: Der Körper ist ein hochsensibles und intelligentes System. Ihn bewusst in therapeutische Prozesse einzubeziehen, ermöglicht oft einen direkteren Zugang zu inneren Zuständen.
☆ 3. Die therapeutische als Wirkfaktor☆
Kai Fritzsche betonte die Bedeutung der therapeutischen Haltung für den Therapieerfolg.
Denn Klient:innen wollen kein bloßes "Abspulen von Methoden" ohne Haltung.
☆ 4. Arbeit mit den inneren Anteilen☆
Aus Sicht der Ego-State-Therapie stellt sich immer wieder die Frage: Welcher sitzt mir im Gespräch eigentlich gerade gegenüber?
Dieses innere Team zu explorieren und differenziert wahrzunehmen, ist häufig der Schlüssel für passgenaue Interventionen.
☆ 5. Integration von Methoden – der „ “☆
Andreas Kollar stellte sein Konzept des „Kompetenzscheinwerfers“ vor – eine Integration aus Brainspotting (-> Arbeit mit Augenbewegungen), somatischen Klopf- u. Tappingimpulsen und minimalistischer Gesprächsführung eröffnet neue Wege, Ressourcen zu aktivieren und Traumainhalte zu verarbeiten.
☆ 6. – Wenn das Unbewusste mitschreibt ☆
Als absoluter Tagebuch-Junkie war die Methode des Hypnowritings von Ursula Neubauer besonders eindrücklich. Das Unbewusste schreibt im Coaching aktiv mit – und es ist verblüffend, welches Seelenmaterial in kurzer Zeit zugänglich wird.
Mein Fazit: Ich gehe gestärkt und einmal mehr begeistert von der Vielfalt der Hypnotherapie nach Hause – mit einem „bunten Blumenstrauß“ an Methoden, Fragen und neuen Blickwinkeln, die darauf warten, ihren Weg in die Praxis zu finden.