04/02/2026
+Diese Debatte kommt nicht zufällig+
Wenn heute offen darüber gesprochen wird, Zahnbehandlungen aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen zu streichen, ist das ein Testballon aus dem Umfeld des CDU-Wirtschaftsrat: laut genug, um Empörung auszulösen, und später gut geeignet, um abgemilderte Kürzungen als „doch noch okay“ zu verkaufen.
Wir als Pflegedienst sind darüber ernsthaft besorgt. Gerade häufen sich Forderungen nach Abbau von Sozial- und Kassenleistungen. Am Ende zahlen dann Arbeitnehmer, Kranke, Pflegebedürftige und ihre Familien: entweder direkt aus eigener Tasche oder über Zusatzversicherungen.
Und an die großen Stellschrauben? Da traut sich kaum jemand ran. Bei Preisgestaltung, Übergewinnen und Lobbystrukturen, etwa in der Pharmaindustrie, wird`s schnell leise. Gespart wird stattdessen dort, wo Menschen keine Lobby haben.
Gesundheit und Pflege sind kein Luxus. Wer hier kürzt, verlagert Risiken bewusst vom System auf den Einzelnen. Das trifft nicht „alle“, sondern zuerst die Schwächsten.
Das ist keine Reform, das ist eine Verschiebung von Verantwortung.