05/03/2026
Bleibt nach einer Tumor-OP wirklich ein „Loch“ im Gehirn?
Was du hier siehst, gehört da nicht hin. 🔍
Diese weiße Fläche im MRT ist ein Meningeom. Gutartig, aber trotzdem: Er hat erheblich Platz eingenommen, das Gehirn zur Seite gedrückt und den Knochen bereits infiltriert.
Man sieht es deutlich: Wo normalerweise alles schön geformt ist, ist das Gehirn an dieser Stelle vollständig eingedellt. Das ist der Druck, den der Tumor über Jahre langsam aufgebaut hat. 🧠
Nach der Entfernung bleibt zunächst tatsächlich ein Hohlraum zurück, die sogenannte Resektionshöhle. Aber: Es entsteht kein luftgefülltes Loch. Der Schädel ist ein geschlossenes System.
Der Körper reagiert sofort:
💧 Der Hohlraum füllt sich mit Liquor – der natürlichen Gehirnflüssigkeit
🧠 Umliegendes Hirngewebe rückt nach
🔬 Am Rand bildet sich Narbengewebe
Diese Höhle ist im MRT oft noch lange sichtbar und trotzdem Teil eines normalen Heilungsprozesses. Denn das Gehirn ist in der Lage, sich anzupassen. Funktionen müssen nicht dauerhaft verloren sein. ✨