03/07/2021
Online-Casinos bundesweit erlaubt - Steigt die Suchtgefahr?
»Je mehr Gelegenheiten zum Spielen, desto höher die Suchtgefahr« (N. Romanczuk-Seiferth, Suchtexpertin)
Momentan haben es Glücksspieler so leicht wie nie. Um Roulette, Black Jack oder Poker zu spielen, brauchen wir nicht einmal mehr vom Sofa aufzustehen.
Seit dem ersten Juli sind Online-Casinos bundesweit unter bestimmten Voraussetzungen legal. Wer an den Glücksspielen teilnehmen will, braucht ein Spielkonto. Um Minderjährige auszuschließen, muss u.a. Name und Alter angegeben werden, Anbieter müssen diese Daten prüfen. Grundsätzlich dürfen Spieler nicht mehr als 1000 Euro im Monat auf das Spielkonto einzahlen und damit spielen. Das Limit gilt über alle Anbieter hinweg.
"Wir befürchten, dass durch den Wegfall dieses Verbots in jetzt allen Bundesländern viel mehr für Online-Glücksspiel geworben werden wird". (U. Weidig, Suchttherapeut) Was dazu führen kann, dass noch mehr Menschen zum Spielen um Geld animiert werden." In der Corona-Zeit hat das Zocken im Internet ohnehin gefährlich zugenommen." (U. Weidig)
Zum Schutz von exzessiven Spieler, die den Absprung schaffen wollen, wurde eine übergreifende Sperrdatei erschaffen. Wenn sich ein süchtiger Spieler beim zentralen System OASIS anmeldet, ist er automatisch für Spielhallen, Spielbanken, Online-Casinos sowie Sportwetten gesperrt.
Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) warnt vor einem erhöhten Suchtrisiko beim Glücksspiel im Internet.
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