28/05/2026
👁️ Gleiche Symptome, andere Diagnose: Warum das Geschlecht in der Medizin endlich zählen muss
Heute ist Internationaler Aktionstag für Frauengesundheit. Ein Anlass, um über einen unbequemen Missstand zu sprechen: Gesundheit ist nicht geschlechtsneutral. Das zeigt auch der neue BKK Gesundheitsreport 2025.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache:
📉 Frauen verzeichnen rund 50 % mehr Fehltage durch psychische Erkrankungen als Männer (475 vs. 312 Tage je 100 Beschäftigte).
🦴 Männer fehlen dafür häufiger wegen Muskel-Skelett-Erkrankungen.
Das Problem: Diese Unterschiede lassen sich nicht allein biologisch erklären. Bei ähnlichen Symptomen erhalten Frauen laut RKI häufiger psychische Diagnosen, Männer eher körperliche. Dahinter steckt eine strukturelle Fehlversorgung, die biologische Unterschiede, aber auch soziale Faktoren wie die Mehrfachbelastung durch Care-Arbeit ignoriert.
„Frauengesundheit auf Schwangerschaft und Menopause zu reduzieren, greift viel zu kurz“, betont Anne-Kathrin Klemm, Vorständin des BKK Dachverbandes. „Wir brauchen eine geschlechtersensible Prävention, die die individuelle Lebenswirklichkeit der Menschen in den Mittelpunkt stellt.“
Wer Unterschiede berücksichtigt, behandelt präziser und vermeidet Komplikationen.
👉 Was denkst du? Haben wir in der Medizin ein Gleichberechtigungsproblem? Diskutiere mit uns in den Kommentaren!
Quelle: BKK Dachverband