08/04/2026
Auf Reisen ins Unbewusste – Hund und Katz zuliebe
Häufig gibt die Liebe zu einem Tier den entscheidenden Impuls, etwas in unserem Leben zu verändern.
Das Ziel, die eigene Gesundheit zu verbessern reicht oft nicht als Motivation, doch Verantwortung und Liebe für jemanden anderen schon. Und erstaunlich oft ist dieser andere ein Haustier, für das wir die Kraft finden.
Dazu zwei Beispiele aus meiner Praxis:
Eine Klientin wünschte sich so sehr einen Hund. Dafür musste sie - auf eigenen Wunsch - aber erstmal mit dem Rauchen aufhören. Weder wollte sie ihm das Nikotin zumuten noch die Gassirunden einschränken, weil sie schon recht kurzatmig war.
Bei der zweiten Klientin war ihre Katze der Auslöser, das Rauchen aufzugeben. Nicht nur, weil der Rauch ihr schadete, sondern auch, weil sie fürchtete, nicht mehr lange genug für ihre Katze sorgen zu können.
Beide Klientinnen einte die Sorge, dem geliebten Tier zu schaden. Aber noch größer war der Wunsch, für das Tier etwas zum Positiven zu verändern.
Ein Tier fordert nichts. Alles, was wir tun, entsteht aus der Beziehung zu ihm und aus der Fürsorge, die wir empfinden. Es ist ein treuer Begleiter, der unsere Stimmung oft schneller spürt, als wir selbst sie benennen können. Es urteilt nicht und bleibt einfach an unserer Seite.
Wenn uns ein Tier so viel Gutes schenkt – Freude, Trost, Nähe und das Gefühl, gebraucht zu werden – entsteht ganz von selbst der Wunsch, ihm etwas zurückzugeben. Oft ist es genau diese Liebe, die uns die Kraft gibt, etwas in unserem eigenen Leben zu verändern - zum Wohl und zur Freude von Mensch und Tier.
Manchmal beginnen Veränderungen nicht bei uns selbst – sondern aus der Liebe zu einem Wesen, das uns begleitet.
In liebevollem Gedenken an Tokala, eine ganz besondere Hündin. 🐾