04/03/2026
Heute geht die Facebook-Seite von „Mission Uhu“ offiziell live und damit bekommt mein Blog das erste Mal hier einen eigenen Platz.
Schön, dass du hier bist.
Mission Uhu hat ursprünglich auf Instagram angefangen. Es war mein persönliches Projekt, meinen Weg zum „Uhu“ zu dokumentieren. „Uhu“ heißt „Unter Hundert“. Unter hundert Kilo. Eine Zahl, die für mich nicht nur Ziel ist, sondern auch ein Symbol. Für Beweglichkeit, Freiheit und dieses Gefühl, wieder näher am eigenen Leben zu sein.
Ich bin jemand, der Dinge selten einfach hinnimmt. Ich will verstehen, wie etwas funktioniert. Ich will Zusammenhänge, Mechanismen, Ursachen und belastbare Daten. Ich möchte, dass ein Konzept in sich logisch ist und zur Realität passt. Genau deshalb war mir sehr früh klar, wie schwierig dieses Thema ist. Rund um Adipositas gibt es viele Meinungen, viele moralische Bewertungen und wenig verlässliche Einordnung, die man auch ohne medizinisches Studium wirklich greifen kann. Und genau da setzt Mission Uhu an. Ich möchte Informationen so aufbereiten, dass sie fachlich sauber sind und gleichzeitig lesbar bleiben. Nicht oberlehrerhaft. Sondern hilfreich.
Der Weg dazu lief anfangs über simple Facebook Postings. Weil dort mehr Raum ist als in einem Feed. Ich habe über Adipositas geschrieben und über das, was unmittelbar dazugehört. Über Stoffwechsel, Hunger, Gehirn, Therapieoptionen und Versorgungslücken. Diese Posts waren oft der Beginn von Gesprächen, in denen es nicht um „Tipps“ ging, sondern um Verständnis. Ich wollte diese Inhalte nicht verlieren. Ich wollte sie wiederfinden, wenn ich sie brauche. Und ich wollte sie Menschen schicken können, wenn jemand fragt. Und ich wollte, dass diese Texte sichtbar und teilbar sind. Daraus ist der Blog entstanden. Als Konsequenz aus den Facebook-Texten. Als Archiv, als Basis und als Ort, an dem man Dinge in Ruhe nachlesen kann.
Mission Uhu ist aber nicht nur Recherche und Textarbeit. Das Thema prägt mein mein eigenes Leben schon seit ich denken kann. Mit einem Ausgangsgewicht von über 220 Kilo habe ich vor über zwanzig Jahren, in den Anfängen der Adipositas-Chirurgie, einen Magen-Bypass bekommen. Ich bin dankbar für das, was das möglich gemacht hat. Und ich weiß heute genauso sicher, dass es für mich nicht die alleinige Lösung war. Meine Gewichtskurve war eine Berg und Talfahrt. Viele Ansätze haben zeitweise funktioniert. Nachhaltig war es oft nicht.
Was ich heute anders mache, ist nicht „plötzlich etwas Neues“, sondern konsequenter und vollständiger zu behandeln. Ich bleibe bei den Grundlagen, so wie bisher. Ernährung, Bewegung und Sport sind mein Fundament. Nur kommt jetzt ein medizinischer Teil dazu, der bei mir eine hormonelle und neuronale Schieflage korrigiert. GLP 1 und, wenn alles passt, auch ADHS-Medikation. Nicht als Ersatz für Lebensstil. Sondern als Voraussetzung dafür, dass Lebensstil überhaupt dauerhaft greifen kann. Weil Veränderung schwer ist, wenn Hunger, Food Noise und Dopaminregulation dauerhaft gegen dich arbeiten.
Und genau darum geht es hier. Mission Uhu ist persönlich, weil ich mitten drin stecke. Es ist aber auch fachlich, weil ich dieses Thema sauber erklären will. Für Menschen, die betroffen sind. Für Angehörige. Für Behandlerinnen und Behandler. Und für alle, die verstehen möchten, warum „iss weniger, beweg dich mehr“ so oft scheitert, obwohl sich Menschen wirklich Mühe geben.
Auf dieser Seite stelle ich meine eigenen Artikel vor und teile auch Beiträge anderer, die ich für lesenswert halte. Denn gute Aufklärung entsteht nicht im Alleingang. Wenn dir gefällt, was du hier findest, freue ich mich sehr über ein Like für die Seite. Das hilft, Mission Uhu sichtbarer zu machen und mehr Menschen zu erreichen, die das hier gerade gut gebrauchen können.
Schön, dass du da bist. Wirklich.
Wenn du magst, schreib mir in die Kommentare, was dich hier am meisten interessiert. GLP 1 im Alltag. ADHS und Essverhalten. Sport mit viel Gewicht. Oder die ganz großen Fragen zur Versorgung.
Hart, aber möglich