25/02/2026
Operative Expertise im Austausch
Moderne Techniken zur Versorgung komplexer Knochenbrüche standen im Mittelpunkt der zweiten Auflage des PEAK-Kurses „Innovationen in der Marknagelosteosynthese“.
Nach dem Pilotkurs in Kiel vor zwei Jahren fand das praxisorientierte Training nun in Selzach (Schweiz) statt - am Produktionsstandort des Medizintechnikunternehmens Stryker, wo Implantate für die operative Frakturversorgung hergestellt werden.
Als Dozentin war erneut Dr. Kerstin Ohrendorf, Oberärztin der Abteilung für Unfall- und arthroskopische Chirurgie / Sporttraumatologie der Lubinus Kliniken, beteiligt. Gemeinsam mit vier weiteren Chirurginnen aus den Netzwerken „swiss female orthopaedics (SFO)“ und „Die Chirurginnen e.V.“ leitete sie das Training für orthopädisch-unfallchirurgisch tätige Ärztinnen und Ärzte aus dem deutschsprachigen Raum.
Im Fokus standen Verfahren zur operativen Stabilisierung von Brüchen an Oberarm, Ober- und Unterschenkel. In kleinen Gruppen wurden die Techniken der intramedullären Nagelosteosynthese intensiv an anatomischen Übungsmodellen („Sawbones“) trainiert, ergänzt durch Fachvorträge und strukturierte Fallbesprechungen.
Eine Werksführung bot Einblicke in Produktionsprozesse, zukünftige technologische Entwicklungen sowie Maßnahmen zur Nachhaltigkeit, darunter die Reduktion von Verpackungsmaterialien, vorgestellt von Ingenieurinnen und Ingenieuren vor Ort.
Das Format entstand aus einem Netzwerk engagierter Chirurginnen und hat sich inzwischen zu einer offenen Plattform für fachlichen Austausch und praxisnahe Weiterbildung entwickelt. Das Konzept - kurze Theorieeinheiten, viel praktische Anwendung - erhielt sehr positives Feedback. Eine weitere Auflage ist bereits geplant.