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Schweinemonat 2026Folge 28: HoffnungNach Zahlen, kranken Systemen, Transport und Schlachthaus braucht es Hoffnung.Nicht,...
30/05/2026

Schweinemonat 2026
Folge 28: Hoffnung

Nach Zahlen, kranken Systemen, Transport und Schlachthaus braucht es Hoffnung.
Nicht, weil wir uns die Dinge schönreden müssten. Sondern weil Mitgefühl Hoffnung braucht. Menschen, die sich wirklich berühren lassen, brauchen Hoffnung, damit sie handlungsfähig bleiben.

Hoffnung nicht als billiges „Wird schon“.
Sondern als Ermutigung: Es gibt Menschen, die schon handeln. Menschen, denen man sich anschließen kann. Menschen, von denen man sich etwas abgucken kann.
Organisationen wie PROVIEH, die Albert Schweitzer Stiftung, VIER PFOTEN, der Deutsche Tierschutzbund, Animal Equality, ARIWA und viele andere machen sichtbar, was sonst verborgen bliebe. Sie recherchieren, klagen, informieren, üben politischen Druck aus, fordern bessere Gesetze, dokumentieren Missstände und erinnern uns daran, dass Schweine fühlende, intelligente, soziale Leute sind.

Auch Lebenshöfe sind Orte der Hoffnung. Dort müssen gerettete Schweine keinen Nutzen mehr bringen. Sie dürfen einfach leben: wühlen, ruhen, schlafen, suhlen, Freundschaften schließen, alt werden, Schwein sein.

Das rettet nicht Millionen.
Aber es rettet diese Einzelnen.
Und es zeigt, was möglich wäre.

Hoffnung entsteht auch dort, wo Menschen anfangen, anders zu handeln: weniger oder kein Schweinefleisch essen, bewusster einkaufen, Lebenshöfe unterstützen, Tierschutzorganisationen stärken, Petitionen unterschreiben, politisch Druck machen, Beiträge teilen, Gespräche führen, nicht mehr wegschauen.

Niemand muss alles tun. Aber fast alle können etwas tun.

Veränderung beginnt genau hier, jenseits einer perfekten Instant-Lösung: heraus aus Gleichgültigkeit oder Vermeidung, hinein ins Mitgefühl. Mitgefühl ist nämlich anders als Mitleid ein Tu-Wort.

Hoffnung heißt nicht, an der Realität vorbei zu leben.

Hoffnung zu haben heißt, seine Kraft dafür einzusetzen, eine neue Realität zu erschaffen.

Bildgestaltung: Eric Urs Barth mit Canva.

Schweinemonat 2026Folge 27: Das SchlachthausNach dem Transport kommt das Schlachthaus.Ich kann uns das nicht ersparen, w...
29/05/2026

Schweinemonat 2026
Folge 27: Das Schlachthaus

Nach dem Transport kommt das Schlachthaus.
Ich kann uns das nicht ersparen, weil wir es ihnen nicht ersparen.

Für die Schweine-Leute bedeutet das Gewalt: ankommen, abgeladen werden, warten, weitergetrieben werden. Sie hören die Schreie andere Schweine. Sie riechen Blut. Sie riechen Angst. Sie sind intelligent genug, um nicht einfach „nichts zu merken“.

In großen Schlachtbetrieben werden Schweine häufig mit CO₂ betäubt. Das klingt nach Einschlafen. Ist es aber nicht. CO₂ wirkt nicht sofort. Die Schweine werden in Gondeln oder Gruppen in eine hohe CO₂-Konzentration abgesenkt. Vor dem Bewusstseinsverlust reagieren viele mit Luftnot, Panik, Abwehrbewegungen, Schreien, Fluchtversuchen und Krämpfen. Je nach Verfahren kann es etwa 30 bis 60 Sekunden dauern, bis sie bewusstlos werden.

Andere Betäubungsverfahren sind elektrische Betäubung oder Bolzenschuss. Auch sie sind nur dann weniger schlimm, wenn sie sicher und sofort wirken. Genau das ist aber nicht immer der Fall.

Eine Studie von 2025 fand bei Schweine-Leuten insgesamt 96,1 % ausreichend betäubte Tiere. Das klingt hoch — bis man sieht, was der Rest bedeutet. Je nach Schlachthof lag der Anteil unzureichender Betäubungen bei 1,2 bis 16,6 %. Nachbetäubungen kamen bei nur 1,6 bis 6,4 % der Schweine vor.

So oder so wird danach „entblutet“. Das ist Fachsprache für: Ihnen wird die Kehle geöffnet, damit sie ausbluten.

Bei rund 45 Millionen Schweinen, die jährlich allein in Deutschland geschlachtet werden, ist schon 1 % eine gewaltige Zahl: etwa 450.000 Schweine-Leute. Das ist kein Randfehler. Das ist ein brutales, tierfeindliches System.

Bildgestaltung: Eric Urs Barth mit Canva.

💖 Was für ein Abend! 💖Gestern haben wir mit Ilka einen ganz wundervollen und berührenden Abend erlebt. Viele Menschen si...
28/05/2026

💖 Was für ein Abend! 💖

Gestern haben wir mit Ilka einen ganz wundervollen und berührenden Abend erlebt. Viele Menschen sind mit Erkenntnis, Inspiration und Hoffnung nach Hause gegangen.

Im Laufe des Abends kamen einige wertvolle Empfehlungen und Hinweise zur Sprache — und die möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten.

👉 Alle Links, Empfehlungen und Hinweise findet ihr in den Kommentaren.
Dort könnt ihr euch gerne alles rauskopieren:

🌿 Ilkas Hausarbeit
🎬 die Filmempfehlung
📘 die Facebook-Seite, über die Ilka gesprochen hat

✨ Die wichtigste Quintessenz des Abends:
Wir müssen uns viel, viel, viel mehr gute Geschichten erzählen — statt nur die Negativität des Augenblicks zu sehen.

Ein riesiges Dankeschön an alle, die gestern dabei waren. Ihr habt diesen Abend so besonders gemacht. 💚

Wir freuen uns schon auf die nächsten Abende von Samseti – für eine wilde Welt, mit euch!

Schweinemonat 2026Folge 26: Der TransportAm Ende der Mast steht der Transport.Ein Mastschwein ist dann meist erst etwa s...
28/05/2026

Schweinemonat 2026
Folge 26: Der Transport

Am Ende der Mast steht der Transport.

Ein Mastschwein ist dann meist erst etwa sechs Monate alt und wiegt ungefähr 110 bis 125 kg. In seinem kurzen Leben wurde es in der Regel schon mehrfach transportiert: als Ferkel in die Aufzucht, später in die Mast und am Ende zum Schlachthof.

EU-weit werden jährlich rund 34,9 Millionen Schweine zwischen Mitgliedstaaten transportiert. 99 % dieser Transporte finden auf der Straße statt. Und das sind nur die grenzüberschreitenden Transporte. Für innerdeutsche Transporte gibt es keine einfache Gesamtzahl. Rechtlich dürfen Schweine unter bestimmten Bedingungen bis zu 24 Stunden am Stück transportiert werden. Danach müssen sie eigentlich abgeladen, versorgt und ausgeruht werden — und erst dann kann es weitergehen.

Für die Schweine-Leute bedeutet das: Ungewissheit, getrieben werden, Rampen, Enge, rutschige Böden, fremde Menschen und Schweine, Fahrtbewegung, Hitze, Kälte, Hunger, Durst, Verletzungen, Erschöpfung, Angst. Die EFSA bestätigt beim Transport von Schweinen genau das: Stress, Verletzungen, eingeschränkte Bewegung, fehlende Ruhe und sensorische Überreizung. Ohne echte Lösung. Profit geht vor.

In Europa sterben laut Fachquellen zwischen 0,03 % und 0,5 % der Schweine schon auf Transporten von unter acht Stunden. Bei 34,9 Millionen Schweinen sind das zwischen 10.000 174.500 völlig sinnlos gestorbene Schweine-Leute.

Und die Schweine-Leute, die nicht sterben, kommen nicht automatisch heil an. Studien nennen verletzte, erschöpfte, lahme oder nicht mehr gehfähige Schweine. Je nach Untersuchung wurden bei 0 bis 36 % der transportierten Schweine Verletzungen festgestellt.

Der Transport ist kein Nebenschauplatz. Er ist ein eigener Abschnitt des Leidens.

Bildgestaltung: Eric Urs Barth mit Canva.

28/05/2026

: Abbildung und Beschreibung des Rhabarbarum von Pietro Andrea Mattioli (1501-1578), Prag/Venedig, 1563, DHM

Alle lieben Rhabarberkuchen — aber wusstet ihr eigentlich, woher der seltsame Name „Rhabarber“ kommt?

Der Name des Rhabarbers, so berichtet der Arzt Pietro Andrea Mattioli in unserem heutigen , werde von den „Barbaren" abgeleitet. Sie galten als jene „wilden" Volksstämme, deren Siedlungsgebiet in der antiken Welt außerhalb des Einflussbereichs der Römer lag und woher der Rhabarber ursprünglich stammen sollte. Auch Tacitus verwendet das Wort „Barbaren" in seiner „Germania", deren Text erst 1455 wieder bekannt wurde. Mit dem Sammelbegriff "Germanen" fasste Tacitus verschiedene Stämme zusammen und nannte sie „Barbarenvolk". Umgekehrt gab es kein Volk, das sich selbst als „Germanen" bezeichnet hätte.

Die Abbildung des „Rhabarbarum" im Original sowie viele weitere Objekte könnt ihr in unserer bis zum 18. Oktober 2026 verlängerten Wechselausstellung „Natur und deutsche Geschichte. Glaube – Biologie – Macht" entdecken. Kommt vorbei!

27/05/2026

Glückliche Leute.

Schweinemonat 2026Folge 25: Was es mit der Welt machtGestern ging es darum, was dieses Fleisch mit uns macht.Heute geht ...
27/05/2026

Schweinemonat 2026
Folge 25: Was es mit der Welt macht

Gestern ging es darum, was dieses Fleisch mit uns macht.
Heute geht es um das, was über uns hinausreicht.

Denn das Leid der Schweine-Leute endet nicht im Stall. Es breitet sich aus: in Luft, Wasser, Böden, Wälder, Felder, Insekten, Vögel, Flüsse, Meere und in das Klima.
Massentierhaltung „produziert“ nicht nur Fleisch. Sie produziert Gülle. Ammoniak. Nitratbelastung. Geruch. Feinstaub. Treibhausgase. Futtermittelbedarf. Flächendruck.

Ammoniak aus der Landwirtschaft belastet Luft und Ökosysteme. In Deutschland stammen etwa 93 % der Ammoniakemissionen aus der Landwirtschaft; rund 70 % davon aus der Tierhaltung. Die Schweinehaltung ist daran deutlich beteiligt. Weltweit verursacht die Nutztierhaltung rund 14,5 % der menschengemachten Treibhausgasemissionen.

Aus Gülle und Mist gelangen Stickstoff und Phosphor in Böden und Gewässer. Zu viel davon belastet Grundwasser, kippt Lebensräume und lässt Gewässer überdüngen, bis Sauerstoff fehlt und Leben verschwindet.

Dazu kommt das Futter.
Schweine essen in der industriellen Haltung nicht einfach Reste, wie früher auf Höfen. Sie brauchen Getreide, Mais, Soja. Für dieses Futter werden Flächen gebraucht, für die Wälder, Moore, wilde Pflanzen, Insekten und andere Tier-Arten verdrängt oder vernichtet werden.

So potenziert sich das Leid. Und nimmt auch außerhalb der Betriebe ungeheure Ausmaße an. Denn es geht nicht nur um einzelne Ställe, sondern um ein globales System aus Tierleid, Futter, Flächen, Transport, Gülle, Energie und Konsum.

Massentierhaltung ist deshalb nicht nur ein Tierschutzproblem.
Es ist auch ein Umweltproblem und ein Klimaschutzproblem.

Foto: Detlue, „Schweinemastanlage Haßleben“, via Wikimapia; Bearbeitung/Beschriftung mit Canva: Eric Urs Barth.

Schweinemonat 2026 Folge 24: Was das mit uns macht Gestern ging es um kranke Systeme. Heute geht es um uns. Wir sind nic...
26/05/2026

Schweinemonat 2026
Folge 24: Was das mit uns macht

Gestern ging es um kranke Systeme. Heute geht es um uns. Wir sind nicht nur Verursacher, sondern auch Opfer.

Denn das System, das Schweine-Leute krank macht, macht auch vor uns nicht halt. Wir bekommen alles zurück: auf unsere Grills, unsere Teller, in unsere Körper.

Das rote Fleisch der Schweine-Leute ist nicht gesund, egal ob Schnitzel, Wurst, Schinken, Speck, Salami oder Kassler. Nicht in den Mengen und der Häufigkeit, in der wir Menschen-Leute es konsumieren. Und nicht in dem Zustand, in den es versetzt wird.

Die Internationale Krebsforschungsagentur der WHO stuft rotes Fleisch als krebserregend für Menschen ein. Besonders häufig geht es dabei um Darmkrebs. Auch bei Erkrankungen des Herzens, der Gefäße und bei allen Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis, sowie bei Demenz und Depression, raten Ärzt:innen vom Verzehr roten Fleisches ab.

Ohne esoterisch zu werden: Aber vergleiche ruhig mal die Krankheitssymptome der Schweine aus Folge 23 mit diesen menschlichen Diagnosen. Und nein, das heißt nicht: Ein Bissen Wurst macht krank. Aber es heißt: Ein Alltag, in dem verarbeitetes Fleisch selbstverständlich dazugehört, ist kein bisschen harmlos. Selbst die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt inzwischen: Wenn Fleisch und Wurst, dann nicht mehr als 300 g pro Woche.

Dazu kommt ein zweites Thema: Antibiotikaresistenzen. Wo viele Tiere dicht gehalten werden, wo Krankheiten unvermeidbar sind, dort werden auch Antibiotika zu einem Teil der „Normalität“. Resistente Keime bleiben aber nicht brav im Stall. Sie betreffen Tiere, Menschen, Lebensmittel, Wasser, Böden und ganze Versorgungsketten. Die Medizinforschung warnt seit Jahren davor, dass Medikamente immer wirkungsloser werden gegen diese Keime.

Es ist nicht nur eine Frage, was wir anderen antun - es ist auch die Frage, was wir uns selbst antun. Es ist kein Zeichen von Gesundheit, gut an ein krankes System angepasst zu sein.

Bildgestaltung: Eric Urs Barth mit Canva.

Schweinemonat 2026Folge 23: Krankes SystemIn "intensiven Haltungssystemen" entstehen viele Probleme nicht etwa, weil Sch...
25/05/2026

Schweinemonat 2026
Folge 23: Krankes System

In "intensiven Haltungssystemen" entstehen viele Probleme nicht etwa, weil Schweine schwierig wären. Sie entstehen, weil Bedürfnisse und Umgebung nicht zusammenpassen.

Zu wenig Platz.
Zu wenig Beschäftigung.
Zu wenig Natur.
Schlechte Luft.
Ammoniak.
Stress.
Langeweile.
Fehlende Rückzugsmöglichkeiten.
Hohe Tierdichte.

Die Folgen zeigen sich am Körper: Atemwegsprobleme, Klauen- und Gelenkprobleme, Verletzungen, Abszesse, Entzündungen, Stressreaktionen, wie zum Beispiel Aggression oder Depression.

Klingt erschreckend vertraut, oder?

2023 wurden in Deutschland bei Schweinen 232 Tonnen Antibiotika eingesetzt — fast die Hälfte der erfassten Antibiotika-Verbrauchsmengen bei Rindern, Schweinen, Hühnern und Puten.

Bei der amtlichen Fleischuntersuchung 2022 hatten 5,4 % der geschlachteten Mastschweine Hinweise auf Lungenentzündung. Bei 10,2 % zeigten die Lebern Spuren eines vorangegangenen Parasitenbefalls. Auch daran kann man am Ende noch ablesen, was vorher schiefgelaufen ist.

Statt die Umstände zu ändern, wird gemanagt, behandelt, optimiert. Kommt einem auch bekannt vor, oder? Mit Medikamenten, Eingriffen, Selektion und wieder neuen Abläufen.

Aber jedes „Produktionsproblem“ ist ein Gesundheitsproblem. Und jedes Gesundheitsproblem ist für ein Schwein konkretes Erleben: Schmerzen beim Stehen. Brennende Atemwege. Juckreiz, ohne Möglichkeit, sich zu kratzen. Unruhe. Angst. Druck.

Wenn ein System immer wieder reparieren muss, was es selbst verursacht, ist nicht nur das einzelne Tier krank.

Dann ist das System krank.

Warum nennen wir Bedingungen normal, unter denen so viele Schweine an Körper und Seele Schaden nehmen?

Bildgestaltung: Eric Urs Barth mit Canva.

Das sind die Symbole von St. Eric, ein Heiliger, der wahrscheinlich in der Tradition von Gott Freyr steht. Was könnte ma...
24/05/2026

Das sind die Symbole von St. Eric, ein Heiliger, der wahrscheinlich in der Tradition von Gott Freyr steht. Was könnte man daran nicht mögen?! 😁

Ein Beitrag von Nordic Animism auf Youtube. Link hinter dem Link.

These are symbols of St Eric's Day, - a saint that seems to have absorbed some elements of the god Frey. One of my favourite pieces of medeival history is th...

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