05/05/2026
Neulich stand eine Patientin bei mir an der Theke.
Noch bevor sie etwas gesagt hatte, war es spürbar: blass, angespannt, irgendwie traurig – und diese unterschwellige Angst, die man förmlich sehen konnte.
Dann kam dieser Satz: „Ich habe Angst, dass das nie aufhört.“
Sie erzählte von chronischen Beschwerden, von nächtlichem Herzrasen, davon, dass ständig Neues dazukommt. Und während sie sprach, konnte ich es direkt beobachten: Je mehr sie sich in diese Gedanken hineingezogen hat, desto angespannter wurde ihr Körper.
Desto stärker die Schmerzen.
Ein Teufelskreis – den ich täglich sehe.
Was viele nicht wissen: Dein Nervensystem unterscheidet nicht zwischen echter Gefahr und Gedanke. Angst-Gedanken erzeugen dieselbe körperliche Reaktion wie eine reale Bedrohung.
Und wer ständig in Alarmbereitschaft ist, spürt das – in Form von mehr Schmerz, mehr Erschöpfung, mehr Anspannung.
Dabei ist mir eines besonders wichtig: Dein Schmerz ist real. Er verdient Aufmerksamkeit – kein Schweigen, kein Kleinreden.
Und gleichzeitig gibt es einen Unterschied zwischen wahrnehmen und katastrophisieren.
Zwischen aufmerksam sein und hypervigilant – also dem Körper ständig auf der Lauer liegen.
Beides kenne ich aus der Praxis. Und beides lässt sich verändern.
Was ich der Patientin gezeigt habe? Eine einfache Atemtechnik. Nichts Kompliziertes. Aber etwas, das ihr sofort das Gefühl gegeben hat: Ich kann selbst etwas tun.
Raus aus der Hilflosigkeit. Rein in Selbstwirksamkeit.
Wenn du das kennst – schieb die Slides durch. ➡️
Und wenn du merkst, dass du dabei Unterstützung möchtest: Ich biete kostenlose Erstgespräche an.
Link in der Bio.
Ich freue mich auf dich!