08/04/2026
„Du hörst auch nur, was du hören willst.“
Dieser Satz trifft tief — und er ist fachlich falsch.
Denn Schwerhörigkeit heißt nicht einfach: weniger hören.
Oft bedeutet es: permanent kompensieren, mitdenken, kombinieren, Lippen lesen, raten, Energie aufbringen.
Jede Unterhaltung kann zum Kraftakt werden.
Und ja: Hören ist nicht jeden Tag gleich.
Stress, schlechter Schlaf, laute Umgebungen oder undeutliche Sprache können das Verstehen zusätzlich verschlechtern.
Bei Erkrankungen wie Morbus Menière kann das Hören sogar schwanken.
Was von außen schnell wie „nicht zuhören“ wirkt, ist innen oft pure Erschöpfung.
Viele Betroffene sagen irgendwann „Ja“, obwohl sie nichts verstanden haben — weil Nachfragen wieder Energie kostet.
Das ist kein Desinteresse und keine Empfindlichkeit.
Wenn du mit einem schwerhörigen Menschen sprichst, hilft vor allem eines:
Sprich zugewandt, deutlich und ohne dich wegzudrehen.
Ein sichtbares Gesicht, gutes Mundbild und Ruhe machen einen großen Unterschied.
Sei sanft zu dir.
Du leistest jeden Tag viel, was andere gar nicht sehen.
Das verdient Anerkennung — von außen und von innen.
Hör dir für mehr Wissen, mehr Verständnis, für Aha Momente und um wieder in deinen Mut und deine Kraft zu kommen Podcast (un)sichtbar CHRONISCH an!!!
In der aktuellsten Folge spreche ich über Taubheit bei Morbus Meniere und wie es bei mir ist!
Was hat man dir schon gesagt, als Hörgeschädigte, wo du mal ausgeflippt bist?
Schreib es in die Kommentare oder in eine PN! Ich freue mich von dir zu lesen❤️
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Andrea Löffler · Physiotherapeutin & Coachin