17/03/2026
Neurologische Rehabilitation bedeutet, verloren gegangene Funktionen Schritt für Schritt zurückzugewinnen – zum Beispiel nach einem Schlaganfall. Gerade die gezielte Förderung von Sensorik, Koordination und Feinmotorik ist entscheidend, um Selbstständigkeit im Alltag zurückzuerlangen.
Hier die drei Übungen genauer erläutert:
1. Differenzierte taktile Wahrnehmung
In einer sensorischen Kiste werden kleine Gegenstände (z. B. Muggelsteine) ohne Hinsehen ertastet und herausgesucht.
Im Alltag können Dinge so sicher gegriffen und unterschieden werden – z. B. den Haustürschlüssel in der Tasche finden, Kleidung zuknöpfen oder unterschiedliche Gegenstände wie Münzen oder Tabletten ertasten, ohne hinsehen zu müssen.
2. Gezielte Fingeropposition
Hier werden Taler oder Münzen mit verschiedenen Finger-Oppositionen (Daumen zu Zeige-, Mittel-, Ring- oder Kleinfinger)
gegriffen und in eine Dose eingeworfen.
Mit Zeitmessung lassen sich Fortschritte sichtbar und motivierend dokumentieren.
Im Alltag ist diese Fähigkeit essenziell – etwa beim Bezahlen mit Kleingeld, Öffnen von Reißverschlüssen, Zuknöpfen von Hemden oder Halten eines Stiftes.
3. Koordinierter Objekttransfer
Gegenstände werden mit einem Löffel von rechts nach links transportiert, zunächst auf horizontaler Ebene, später auch vertikal. Diese Übung ist besonders alltagsrelevant für Tätigkeiten wie Essen und Trinken, das Umfüllen von Lebensmitteln, das
Anreichen von Speisen, aber auch für Bewegungsabläufe wie das gezielte Platzieren von Objekten.
Gezielte neurologische Übungen schaffen nicht nur Funktion – sie geben Sicherheit, Selbstvertrauen und ein Stück Lebensqualität zurück! ♥️