Ökumenisches ambulantes Hospiz Korbach e.V.

Ökumenisches ambulantes Hospiz Korbach e.V. Wir kommen- wenn wir gerufen und erwünscht sind. Wir unterstützen Betroffene, Angehörige und Pflegende.

Wir möchten die Angst vor Schmerzen und Einsamkeit mindern. Wir kommen ehrenamtlich, kostenlos, unabhängig von Religion und Nationalität. Das Team des ökumenischen ambulanten Hospiz in Korbach hat es sich zur Aufgabe gemacht Betroffene, Angehörige und Pflegende zu unterstützen. Wir haben Zeit für Gespräche, zum Zuhören, Vorlesen, Beten, Schweigen,.....
Unser Angebot ist unabhängig von Glaubensüberzeugung und Nationalität. Wir sind kein Pflegedienst, verstehen uns jedoch als eine Ergänzung dazu. Aus diesem Grund arbeiten wir mit sozialen Diensten, Ärzteschaft, Pflegediensten und Seelsorgern zusammen. Wir sind an die Schweigepflicht gebunden, unser Dienst ist ehrenamtlich und kostenfrei. Auch bieten wir Gesprächsmöglichkeiten für trauernde Angehörige und Hinterbliebene an. Sollten Sie für Ihr Unternehmen Update-Schulungen im Palliativbereich wünschen oder Interesse an Letzte Hilfe Kursen/Letzte Hilfe Kids Kursen haben, wenden Sie sich gerne an unsere Koordinatorinnen.

Oft werde ich gefragt, was wir in der ambulanten Hospizarbeit eigentlich machen.Meine Antwort ist dann, dass wir sehr vi...
15/01/2026

Oft werde ich gefragt, was wir in der ambulanten Hospizarbeit eigentlich machen.
Meine Antwort ist dann, dass wir sehr viele Aufgaben übernehmen können.
Darum erzähle ich künftig immer wieder aus Begleitungen.
Heute von dieser:

Der Herr kam direkt nach der Diagnose zu uns, obwohl nicht klar war, ob er überhaupt an der Krankheit versterben wird.
Er sagte: „Ich möchte nicht allein durch diese Zeit gehen.“
Was folgte, war eine fast dreijährige Begleitung – getragen von einem ehrenamtlichen Mitarbeiter, der Woche für Woche da war.

Wir halfen zu Beginn, Leistungen zu klären, Unterstützungsangebote zu finden, Orientierung zu geben.
In der Therapiezeit waren wir Ruhepol, Strukturgeber, Gesprächspartner, Erklärbär.
Der Ehrenamtliche wurde zum Anker – für den Herrn und seine Familie.

Als die kurativen Ansätze in den Therapien endeten, begannen Gespräche über Wünsche, Werte, Abschiede.
In den letzten Wochen koordinierten wir eng mit dem Hausarzt, dem SAPV-Team in Waldeck-Frankenberg, Pflegedienst und Gemeindepflege eine würdevolle, professionelle Versorgung in der eigenen Häuslichkeit.
Der Ehrenamtliche blieb – still, verlässlich, präsent.

Nach dem Tod sagte seine Frau im Nachgespräch:
„Er hat ihm so gutgetan. Und uns auch.“

Diese Begleitung zeigt, was ambulante Hospizarbeit im Waldecker Land leisten kann:

• Früh da sein
• Orientierung geben
• mit Ehrenamt stärken
• Netzwerke verbinden
• Familien entlasten
• Würde und gute Versorgung sichern
• Trauer auffangen

Hospizarbeit ist schon lange nicht mehr nur ein letzter Dienst in den letzten Stunden.
Wir sind Netzwerkpartner, Unterstützer und Wegbegleiter.
Sterben ist ein Weg. Manchmal kurz. Manchmal drei Jahre lang.
Ein Weg, der zeigt, wie viel Leben in dieser Zeit steckt.

Ich würde mir wünschen, dass uns mehr Menschen, mehr Versorger, früher „auf dem Schirm“ hätten und besser erklären könnten, was wir leisten können.
Das Wort Hospizdienst macht vielen erstmal Angst.
Diese Angst müssen wir nehmen können.

Das ist ambulante Hospizarbeit.

Heute schreibe ich nicht nur als Fachperson, sondern auch als Betroffene.Als jemand, der erlebt hat, wie fragil finanzie...
10/01/2026

Heute schreibe ich nicht nur als Fachperson, sondern auch als Betroffene.

Als jemand, der erlebt hat, wie fragil finanzielle Sicherheit wird, wenn Krebs oder eine andere schwere Erkrankung das Leben erschüttert. Und als jemand, der dieses Thema immer häufiger in Klientengesprächen hört.

Ich habe mein Leben lang vorgesorgt, geplant, Verantwortung getragen — für meine große Familie, für Stabilität, für unsere Zukunft.
Trotzdem ist es jetzt eng. Schon vorher war es knapp, aber wir haben es geschafft. Irgendwie.

Im Vergleich zu vielen anderen geht es uns gut!
Doch im Dienst sehe ich täglich, wie hart es Menschen trifft, die weniger Ressourcen, Netzwerke und Halt haben.

Die Zahlen zeigen die Realität:

• 25 % der Patient*innen berichten ein Jahr nach der Diagnose von finanziellen Schwierigkeiten.
• Der Anteil der Vollzeitbeschäftigten sinkt nach Krebs von 59 % auf 19 %.
(Quellen: Deutsche Krebshilfe / Krebsinformationsdienst; Deutsche Rentenversicherung)

Das ist kein persönliches Scheitern.
Das ist ein strukturelles Problem.

Erwerbsminderung nach Krebs bedeutet:

weniger Einkommen, keine Rücklagen, keine Altersvorsorge, soziale Unsicherheit, Zukunftsangst — und oft Scham.
Nicht wegen schlechter Planung, sondern weil Krankheit ein System offenlegt, das Menschen in ihrer verletzlichsten Phase finanziell ins Wanken bringt.

Für eine Großfamilie wie meine heißt das:

mehr Verantwortung, mehr Kosten, mehr organisatorische Last —
und weniger finanzielle Luft.

Ich teile das nicht für Mitleid, sondern weil Würde, Ehrlichkeit und Sichtbarkeit bleiben müssen.
Weil Veränderung nur möglich wird, wenn wir die Realität aussprechen — auch die unbequeme.

Krebs übersteht man medizinisch, emotional, sozial und finanziell.

Und manche Belastungen bleiben.

Oft werde ich gefragt, was wir in der ambulanten Hospizarbeit eigentlich machen.Meine Antwort: Wir übernehmen viele vers...
03/01/2026

Oft werde ich gefragt, was wir in der ambulanten Hospizarbeit eigentlich machen.
Meine Antwort: Wir übernehmen viele verschiedene Aufgaben.
Darum erzähle ich künftig immer wieder aus echten Begleitungen.
Heute von dieser:

An Weihnachten und Silvester Menschen neu zu begleiten, ist für mich jedes Jahr etwas ganz Besonderes. Während viele feiern, beginnt für andere eine Zeit voller Abschied, Unsicherheit und tiefer Fragen. Und genau dort dürfen wir sein.

Wenn Dienste pausieren und Strukturen wanken, überbrücken wir Lücken.
Wir nehmen niemandem etwas weg. Wir treten nicht in Konkurrenz.
Wir ergänzen. Wir halten. Wir sind da, wenn andere nicht erreichbar sind.
Dank eines Arztes im Hintergrund können wir sogar helfen, wenn medikamentöse Versorgung ins Stocken gerät.

Wir kommen nicht, um etwas „besser“ zu machen.
Wir kommen, um da zu sein. Um auszuhalten. Zu hören. Zu entlasten. Orientierung zu geben.
Und manchmal einfach nur, um Menschlichkeit zu bringen.

Gerade an Feiertagen wird mir bewusst, wie sehr unsere Arbeit mitten im Leben stattfindet.
Zwischen Tannenduft und Glockenläuten, zwischen Erinnerungen und dem, was bleibt.

Ich liebe meinen Beruf.
Weil wir Räume schaffen, in denen Gefühle sein dürfen.
Weil niemand diesen Weg allein gehen muss.
Und weil Ehrenamtliche auch an Feiertagen mit Herzblut begleiten.


31/12/2025
Oft werde ich gefragt, was wir in der ambulanten Hospizarbeit eigentlich machen.Die Antwort, die ich dann häufig gebe, i...
24/12/2025

Oft werde ich gefragt, was wir in der ambulanten Hospizarbeit eigentlich machen.
Die Antwort, die ich dann häufig gebe, ist, dass wir ganz viele verschiedene Aufgaben haben und übernehmen können.
Um es besser zu erklären, werde ich in Zukunft immer wieder mal aus Begleitungen erzählen.
Heute von dieser:

Eine meiner ersten ehrenamtlichen Begleitungen war eine Frau mit weit fortgeschrittenem Krebs.
Ihre Tochter – hochschwanger, voller Erwartung auf das erste Kind.
Die Frau war sterbend. Vier Tage lang hielt sie durch, getragen von der Sehnsucht, das Enkelkind noch erleben zu dürfen.

Dann kam die Geburt.
Drei Stunden später ging die frischentbundene Tochter nach Hause und legte ihr das Neugeborene auf die Brust.
Ein so berührender Moment.
Wenige Stunden später starb die erkrankte Frau.

Ein Kreis schloss sich: Leben beginnt, während ein anderes endet.
Es war ein Moment von unendlicher Liebe, von Stärke und Hingabe.
Ein stilles Wunder, das zeigt, wie sehr Menschen im Übergang zwischen Leben und Tod miteinander verbunden sind. Und wieviel Einfluss der Wille auf den Körper haben kann.

Solche Augenblicke lehren mich bis heute: Würde, Liebe und Nähe sind stärker als jede Krankheit.
Und manchmal schenkt das Leben genau die Zeit, die noch gebraucht wird.

Das ist ambulante Hospizarbeit

Foto: Pixabay

✨ Auch an Weihnachten sind wir für Sie da ✨Weihnachten ist für viele Menschen eine Zeit der Nähe – und manchmal auch ein...
23/12/2025

✨ Auch an Weihnachten sind wir für Sie da ✨

Weihnachten ist für viele Menschen eine Zeit der Nähe – und manchmal auch eine Zeit, in der Unterstützung besonders wichtig wird.
Darum bleibt unser ambulanter Hospizdienst auch über die Feiertage erreichbar.

Wir haben eine Rufbereitschaft, die regelmäßig die Nachrichten abhört.
Wenn Sie uns nicht direkt erreichen, hinterlassen Sie bitte Ihren Namen und Ihr Anliegen –
nur dann können wir zuverlässig zurückrufen.

Und wenn es nötig ist, kommen wir selbstverständlich auch in dieser Zeit zu Ihnen nach Hause,
in die Pflegeheime und ins Krankenhaus.

Niemand soll an Weihnachten allein gelassen werden.
Wir sind da. Mit Herz, Zeit und offenen Ohren.

📞 Telefon: 05631 5061900

Adresse

Enser Str. 19
Korbach
34497

Öffnungszeiten

Montag 08:00 - 12:00
Dienstag 08:00 - 12:00
Donnerstag 14:30 - 17:00
Freitag 08:00 - 12:00

Telefon

+4956315061900

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Ökumenisches ambulantes Hospiz Korbach e.V. erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Teilen

Share on Facebook Share on Twitter Share on LinkedIn
Share on Pinterest Share on Reddit Share via Email
Share on WhatsApp Share on Instagram Share on Telegram

Unsere Geschichte

Das Team des ökumenisch ambulanten Hospiz in Korbach hat es sich zur Aufgabe gemacht Betroffene, Angehörige und Pflegende zu unterstützen. Wir haben Zeit für Gespräche, zum Zuhören, Vorlesen, Beten, Schweigen,..... Unser Angebot ist unabhängig von Glaubensüberzeugung und Nationalität. Wir sind kein Pflegedienst, verstehen uns jedoch als eine Ergänzung dazu. Aus diesem Grund arbeiten wir mit sozialen Diensten, Ärzteschaft, Pflegediensten und Seelsorgern zusammen. Wir sind an die Schweigepflicht gebunden, unser Dienst ist ehrenamtlich und kostenfrei. Auch bieten wir Gesprächsmöglichkeiten für trauernde Angehörige und Hinterbliebene an.