Ökumenisches ambulantes Hospiz Korbach e.V.

Ökumenisches ambulantes Hospiz Korbach e.V. Wir kommen- wenn wir gerufen und erwünscht sind. Wir unterstützen Betroffene, Angehörige und Pflegende.

Wir möchten die Angst vor Schmerzen und Einsamkeit mindern. Wir kommen ehrenamtlich, kostenlos, unabhängig von Religion und Nationalität. Das Team des ökumenischen ambulanten Hospiz in Korbach hat es sich zur Aufgabe gemacht Betroffene, Angehörige und Pflegende zu unterstützen. Wir haben Zeit für Gespräche, zum Zuhören, Vorlesen, Beten, Schweigen,.....
Unser Angebot ist unabhängig von Glaubensübe

rzeugung und Nationalität. Wir sind kein Pflegedienst, verstehen uns jedoch als eine Ergänzung dazu. Aus diesem Grund arbeiten wir mit sozialen Diensten, Ärzteschaft, Pflegediensten und Seelsorgern zusammen. Wir sind an die Schweigepflicht gebunden, unser Dienst ist ehrenamtlich und kostenfrei. Auch bieten wir Gesprächsmöglichkeiten für trauernde Angehörige und Hinterbliebene an. Sollten Sie für Ihr Unternehmen Update-Schulungen im Palliativbereich wünschen oder Interesse an Letzte Hilfe Kursen/Letzte Hilfe Kids Kursen haben, wenden Sie sich gerne an unsere Koordinatorinnen.

Oft werde ich gefragt, was wir in der ambulanten Hospizarbeit eigentlich machen.Meine Antwort ist dann, dass wir sehr vi...
17/04/2026

Oft werde ich gefragt, was wir in der ambulanten Hospizarbeit eigentlich machen.
Meine Antwort ist dann, dass wir sehr viele Aufgaben übernehmen können.
Darum erzähle ich künftig immer wieder aus Begleitungen.
Heute von dieser:

Sie waren beide über neunzig. Ein Paar, das ein langes, gutes Leben miteinander geteilt hatte. Von Kriegsgreueln verschont, obwohl die Zeit sie geprägt hatte. Er – der Erste in seiner Familie, der studieren durfte. Sie – die sich in der Hotellerie hochgearbeitet hatte, mit Haltung, Fleiß und einer Freundlichkeit, die man nicht lernen kann. Kinder hatten sie keine, aber sie hatten einander. Und sie hatten dieses kleine Häuschen, das sie Stein für Stein zu einem Zuhause gemacht hatten.

Als er den schweren Schlaganfall bekam, war schnell klar: Kein Krankenhaus. Kein grelles Licht, keine fremden Stimmen.
„Er bleibt hier“, sagte sie.
Die ehrenamtliche Hospizbegleitung kam regelmäßig, hörte zu, hielt Stille aus, half beim Sortieren der kleinen und großen Sorgen. Eine Begleitung, die leise und tragend war – wie ein zusätzliches Paar Hände, das niemand sieht, aber jeder spürt.

Sein Sterben war friedlich. Ein letzter ruhiger Atemzug. Sie saß neben ihm, hielt seine Hand, erzählte ihm noch etwas von früher. Und als er gegangen war, blieb sie einfach sitzen. Ganz ruhig. Ganz bei ihm.

Einige Tage nach der Beisetzung rief eine Nachbarin an. Die Jalousie war unten geblieben. Ungewöhnlich für sie, die jeden Morgen zur gleichen Zeit lüftete, den Tag begrüßte.

Die Nachbarn gingen nachsehen.
Sie fanden sie im Sessel. Die Hände im Schoß.
Und ein Lächeln auf dem Gesicht – ein leises, warmes, wissendes Lächeln.

Als hätte sie nur gewartet, bis er gut angekommen war.
Als hätte sie dann beschlossen, ihm zu folgen.
Still. So, wie sie gelebt hatten.

Manchmal begleiten wir Menschen nur ein Stück.
Und manchmal dürfen wir Zeugen einer Liebe werden, die selbst im Sterben nicht endet.
Und die uns daran erinnert, warum diese Arbeit so unendlich wertvoll ist.

Das ist ambulante Hospizarbeit.

Oft werde ich gefragt, was wir in der ambulanten Hospizarbeit eigentlich machen.Meine Antwort ist dann häufig, dass wir ...
14/04/2026

Oft werde ich gefragt, was wir in der ambulanten Hospizarbeit eigentlich machen.
Meine Antwort ist dann häufig, dass wir sehr viele Aufgaben übernehmen können.
Darum erzähle ich künftig immer wieder aus Begleitungen.
Heute von dieser – einer, die mich bis heute begleitet.

Sie lag auf dem Palliativzimmer.
Eine Frau, schwer krank, erschöpft.
An ihrer Seite: ihr junger erwachsener Sohn.
Zwei Menschen, die wussten, dass die gemeinsame Zeit sich auf Stunden und Tage verkürzt hatte.

Und dann kam dieser Satz.
Leise, aber mit einer Entschlossenheit, die den Raum veränderte:

„Ich möchte ins Reisebüro. Ich möchte eine Reise auf die Malediven buchen. Für Dienstag.“

Ein Wunsch, der auf den ersten Blick unmöglich schien.
Auf den zweiten Blick den Pflegenden, dem Sohn und der Hospizbegleiterin anzeigten, dass das Ende nahte.
Die Sprache der Sterbenden ist manchmal anders zu verstehen.
In der Hospizarbeit nehmen wir solche Wünsche ernst.
Nicht, weil wir glauben, dass sie sich noch erfüllen lassen.
Sondern weil sie etwas zutiefst Menschliches ausdrücken:
Ich bin noch da. Ich bestimme noch. Ich bleibe Subjekt – bis zuletzt.

Also organisierten wir den Ausflug.
Vom Palliativzimmer ins Auto.
Vom Krankenhausflur in die Stadt.
Vom Ausnahmezustand in einen Moment von Normalität.

Wir weihten das Reisebüro vorher ein.
Die Mitarbeiterinnen reagierten mit einer Wärme, die man nicht planen kann.
Sie spielten mit – nicht aus Mitleid, sondern aus Respekt.
Sie schufen einen Raum, in dem diese Frau nicht Patientin war, sondern Kundin.
Eine Frau, die eine Reise bucht. Punkt.

Sie suchte sich eine Maledivenreise aus.
Mit allem Drum und Dran.
Der Sohn hielt ihre Hand.
Und für einen Moment war alles leicht.
Ein Moment, der größer war als die Realität.
Und uns alle berührte.

Gebucht: Malediven. Abflug Dienstag.

Am Dienstag ist sie tatsächlich gereist.
Nur an einen anderen Ort.
Irgendwie war niemand von uns überrascht, dass sie ihren Abflug so genau getimet hat.
Es gibt eben doch mehr in uns und zwischen Himmel und Erde als wir wissen.

Diese Begleitung zeigt, was Hospizarbeit bedeutet:
Wir begleiten das Sterben.
Wir begleiten das Leben – bis zum letzten Atemzug.
Wir ermöglichen letzte Entscheidungen.
Wir halten Wünsche aus, auch wenn sie verrückt erscheinen.
Wir schaffen Räume, in denen Würde nicht verhandelbar ist.
Wir erinnern uns daran, dass es nie um „große Gesten“ geht, sondern um die kleinen, die alles verändern.

Und manchmal buchen wir eben Reisen, von denen wir wissen, dass sie anders enden.
Aber wir buchen sie trotzdem.
Weil es nicht um das Ziel geht.
Sondern um die Freiheit, es selbst zu wählen.

Das ist ambulante Hospizarbeit.

Veröffentlicht mit Einverständnis des Hinterbliebenen.

08/04/2026
Oft werde ich gefragt, was wir in der ambulanten Hospizarbeit eigentlich machen.Meine Antwort: sehr viele Aufgaben.Darum...
06/04/2026

Oft werde ich gefragt, was wir in der ambulanten Hospizarbeit eigentlich machen.
Meine Antwort: sehr viele Aufgaben.
Darum erzähle ich künftig immer wieder aus Begleitungen.
Heute von dieser:

Ostern, zum Ende der Coronazeit.
Ich war alleinige Koordinatorin des Hospizdienstes und hatte fünf Sterbebegleitungen in vier Tagen.
Fünf Menschen, fünf Geschichten, fünf Abschiede – und jedes Mal andere Herausforderungen, andere Emotionen, andere Zumutungen.
Ambulante Hospizarbeit ist nie Routine. Sie ist immer individuell, immer Beziehung, immer Präsenz.

Da war der Mensch, den Angehörige nach Hause geholt haben, damit er dort sterben kann.
Mit all dem, was Sterben zu Hause bedeutet: Unsicherheit, Nähe, Mut, Organisation, Tränen, Humor, Erschöpfung und Liebe.
Da war das lange Leid, das endlich enden durfte.
Und Angehörige, die gleichzeitig erleichtert und zerrissen waren, weil Abschied nie eindeutig ist.
Und da war auch das andere Extrem: unversorgt sterbend entlassen, damit die Station leer wird.
Ein Mensch, der plötzlich zum „Bett“ wird, das frei werden muss.
Solche Momente brennen sich ein.

Möglich war all das nur durch ein Ehrenamt, das mehr trägt, als man von Menschen eigentlich erwarten dürfte.
Ehrenamtliche, die noch losfahren, weil jemand nicht allein sein sollte.
Die aushalten, was andere nicht aushalten können.
Die Räume schaffen, in denen Würde spürbar wird.
Sie sind kein „Add‑on“. Sie sind tragende Säule – und oft das Sicherheitsnetz, das das System nicht bietet.

Ich erinnere mich an eine Familie, in der wir zu dritt drei Stunden lang versucht haben, die 116117 zu erreichen.
Immer wieder Corona‑Ansagen.
Immer wieder aus der Leitung geflogen.
Währenddessen ein verstorbener Mensch, Angehörige zwischen Panik, Überforderung und der Frage: „Was machen wir, wenn niemand kommt?“
Wir haben trotzdem einen würdevollen Abschied ermöglicht – mit Kaffee und Kuchen in der Wartezeit.
Weil Menschlichkeit manchmal einfach entscheidet, dass Würde wichtiger ist als Abläufe.

Ich erinnere mich auch an Wut.
Wut darüber, dass keine Aufklärung erfolgt war.
Dass niemand erklärt hatte, was Sterben bedeutet, welche Zeichen normal sind, was Angst machen kann.
Die Verzweiflung war so viel größer, als sie hätte sein müssen.
Nicht, weil die Familie „zu empfindlich“ war – sondern weil Informationen, Zeit und Zuwendung gefehlt haben.

Diese Osterzeit steht für vieles, was ambulante Hospizarbeit ausmacht:
Wir sind da, wo es unübersichtlich wird.
Wo Menschen Halt brauchen, aber keine Anleitung bekommen.
Wo Strukturen versagen und Menschlichkeit einspringt.
Wir übersetzen, begleiten, organisieren, schützen, erklären, atmen mit, schweigen mit, halten aus.
Wir arbeiten mitten im Leben – und mitten im Sterben.

Wir machen sichtbar, was unsichtbar bleibt.
Wir tragen Verantwortung, die man auf keinem Dienstplan findet.
Wir füllen Lücken, die es gar nicht geben dürfte.
Und wir ermöglichen Abschiede, die so würdevoll wie möglich sind – auch wenn die Umstände alles andere als würdevoll sind.

Darum erzähle ich diese Geschichten.
Weil sie zeigen, was Hospizarbeit wirklich bedeutet.
Und weil sie sichtbar machen, was Menschlichkeit leisten kann, wenn Strukturen fehlen.

Das ist ambulante Hospizarbeit

Herzliche Einladung!Wir starten über den Sommer ein neues, niederschwelliges Trauerangebot auf dem Friedhof in Korbach.D...
02/04/2026

Herzliche Einladung!

Wir starten über den Sommer ein neues, niederschwelliges Trauerangebot auf dem Friedhof in Korbach.
Der Trauertreff ist kostenlos und benötigt keine Anmeldung.

Informationen gibt es in unserer Geschäftsstelle 05631 50 61 900.
Die Koordination übernimmt Frau Mönxelhaus.

Oft werde ich gefragt, was wir in der ambulanten Hospizarbeit eigentlich machen.Meine Antwort: sehr viele Aufgaben.Darum...
02/04/2026

Oft werde ich gefragt, was wir in der ambulanten Hospizarbeit eigentlich machen.
Meine Antwort: sehr viele Aufgaben.
Darum erzähle ich künftig immer wieder aus Begleitungen.
Heute von dieser:

Der Anruf kam vom Kammerjäger.
Ein gut betuchter Haushalt, gepflegtes Viertel.
Doch hinter der Tür wartete eine andere Wahrheit.

„Hier sind meine Aufgaben am einfachsten zu lösen“, sagte er und drückte uns Schutzanzüge, Atemmasken, Überschuhe in die Hände.

Wir fanden den Mann in seinem Sessel.
Festgebacken in Exkrementen.
Ein Körper, der längst nicht mehr konnte, aber Haltung bewahren wollte.
Und seine Frau – liebevoll, bemüht, aber in einer anderen Realität.
Sie hatte das Bild nach außen aufrechterhalten.
Mit einer Kraft, die man nur versteht, wenn man weiß, wie sehr Menschen versuchen, nicht aufzufallen.
Nicht zur Last zu werden.
Nicht zuzugeben, dass sie längst am Ende ihrer Kräfte sind.

Wie dünn ist die Schicht zwischen „alles im Griff“ und „nichts geht mehr“?
Wie viel Einsamkeit versteckt sich hinter schweren Vorhängen?

Unsere Aufgabe war mehr als Versorgung.
Es ging um Würde.
Um Sicherheit.
Um das Auflösen einer Fassade, ohne jemanden bloßzustellen.
Um das Anerkennen eines stillen, verzweifelten Kampfes, den niemand sehen wollte.

Diese Begleitung hat mich geprägt.
Denn Not ist nicht immer finanziell.
Sie wohnt oft dort, wo alles perfekt scheint.
Und ambulante Hospizarbeit beginnt genau dort:
Wo Menschen sich nicht mehr trauen, um Hilfe zu bitten.

Es war der Kammerjäger, der angerufen hat.
Aber es war Menschlichkeit, die gebraucht wurde.

Und Menschlichkeit benötigen wir heute mehr denn je.

Das ist ambulante Hospizarbeit.

Eine großzügige Spende der EWF Energie Waldeck-Frankenberg GmbH    ermöglicht uns, die „Letzte Hilfe Kids“-Kurse an Schu...
31/03/2026

Eine großzügige Spende der EWF Energie Waldeck-Frankenberg GmbH ermöglicht uns, die „Letzte Hilfe Kids“-Kurse an Schulen in und um Korbach auch in den kommenden zwei Jahren weiterhin kostenfrei anzubieten. Im Rahmen der Spendeninitiative „Bewegt durch 2025“ erzielten die Mitarbeitenden der EWF im vergangenen Jahr mit ihren sportlichen Leistungen einen Top-Spendenbetrag für den guten Zweck. Insgesamt kamen 7.300 Euro zusammen. Davon gehen jetzt 4.000 Euro an den Hospizdienst, um unsere Bildungsarbeit an Schulen zu unterstützen. Diese Zuwendung unterstreicht sowohl das Engagement der ehrenamtlich Mitarbeitenden unseres Hospizdienstes als auch die starke regionale Verbundenheit des Unternehmens Energie Waldeck-Frankenberg.
Die Mitarbeitenden der EWF wurden dazu motiviert, sich sportlich zu betätigen: Jeder gelaufene Kilometer und jede absolvierte Sporteinheit floss unmittelbar in einen Spendentopf. Durch diese gemeinschaftliche Aktion kamen beträchtliche Mittel zusammen, die nun mehreren gemeinnützigen Organisationen im Landkreis zugutekommen.
„Wir sind der EWF und allen Mitarbeitenden zutiefst dankbar. Diese Spende sichert die Durchführung unserer Letzte-Hilfe-Kurse für Kinder und Jugendliche“, erklärt Sandra Voß, leitende Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes und Kursleitende. Das pädagogische Angebot richtet sich an Schulen im Raum Korbach und dem Upland und vermittelt Kindern auf altersgerechte Weise, wie sie schwerkranken oder sterbenden Menschen beistehen können. Ziel ist es, Berührungsängste abzubauen, kindgerecht über Tod und Sterben ins Gespräch zu kommen und die natürlichen Kompetenzen der Kinder zu stärken.
"Mit unserer Aktion tun wir nicht nur etwas für unsere eigene Gesundheit – wir unterstützen gleichzeitig den Hospizdienst, der in Schulklassen wichtige Arbeit leistet und Kinder früh behutsam stärkt und sensibilisiert. Ich habe großen Respekt vor dieser Arbeit und finde es wichtig, schon im jungen Alter und direkt im schulischen Umfeld damit zu beginnen – denn Abschied und Begleitung gehören zum Leben dazu,“ sagte die EWF-Mitarbeiterin Sophie Kümmel.

Wir sind dankbar für die Unterstützung unserer Projektarbeit, ohne die ein solches Engagement in den Schulen nicht mögli...
31/03/2026

Wir sind dankbar für die Unterstützung unserer Projektarbeit, ohne die ein solches Engagement in den Schulen nicht möglich wäre.

Im Rahmen unserer Spendeninitiative „Bewegt durch 2025“ haben wir als Energie Waldeck-Frankenberg durch sportliches Engagement insgesamt 7.300 Euro gesammelt.
Der zweite Teil dieser Summe – 4.000 Euro – ging letzte Woche an den Ökumenisches ambulantes Hospiz Korbach e.V. . Damit wird es möglich, die „Letzte Hilfe Kurse“ für Kinder und Jugendliche auch in den kommenden zwei Jahren kostenfrei an Schulen anzubieten.
Das pädagogische Angebot richtet sich an Schulen im Raum Korbach und dem Upland und vermittelt Kindern auf altersgerechte Weise, wie sie schwerkranken oder sterbenden Menschen beistehen können. Ziel ist es, Berührungsängste abzubauen, kindgerecht über Tod und Sterben ins Gespräch zu kommen und die natürlichen Kompetenzen der Kinder zu stärken. 💚

Ein großes Dankeschön für das Engagement und auch ein Danke an alle Kolleginnen und Kollegen, die sich so engagiert beteiligt haben – für den guten Zweck. 🙌🫶👏

Oft werde ich gefragt, was wir in der ambulanten Hospizarbeit eigentlich machen.Meine Antwort ist dann, dass wir sehr vi...
26/03/2026

Oft werde ich gefragt, was wir in der ambulanten Hospizarbeit eigentlich machen.
Meine Antwort ist dann, dass wir sehr viele Aufgaben übernehmen können.
Darum erzähle ich künftig immer wieder aus Begleitungen.
Heute von dieser:

Ich war zu einem Erstbesuch in einer häusliche Umgebung, in der sofort spürbar wird, wie viel hier schon allein getragen wurde. Ein Mensch mit einer weit fortgeschrittenen COPD, deutlich belastenden Symptomen und Angehörige, die seit Jahren versuchen, Stabilität herzustellen – ohne ausreichende Unterstützung.

Der Hausarzt ist sehr engagiert, aber die Möglichkeiten der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) sind nicht ausreichend bekannt:„Das ist doch nur für Krebskranke“.
Ein häufiger Irrglaube, der direkte Auswirkungen auf die Lebensqualität von Patienten hat.

Was ich in solchen Situationen immer wieder erlebe:
• Schmerzen, die längst hätten besser eingestellt werden können
• Atemnot, die vermeidbare Angst auslöst
• Nächte, in denen niemand wusste, wen man hätte anrufen können
• Angehörige, die an ihre Grenzen kommen, weil sie alles allein stemmen
• Menschen, die sich eigentlich nur eines wünschen: zu Hause bleiben zu dürfen – sicher und gut begleitet

Dabei ist genau das möglich. Und zwar nicht erst „ganz am Ende“, sondern viel früher und bei vielen Erkrankungen.

SAPV und ambulante Hospizarbeit können weit mehr, als bekannt ist.

Sie unterstützen nicht nur bei Tumorerkrankungen, sondern auch bei Herzinsuffizienz, COPD, neurologischen Erkrankungen wie ALS oder fortgeschrittenem Parkinson, Demenz im Endstadium, schweren Organinsuffizienzen und seltenen Erkrankungen.
Entscheidend ist der komplexe Symptomdruck, nicht die Diagnose.

Wir als ambulante Hospizarbeit:
Wir sind eine zusätzliche, tragende Säule.
Wir bringen Zeit mit. Präsenz. Orientierung.
Wir entlasten Angehörige, begleiten Gespräche, halten Stille aus und schaffen Raum für das, was Menschen am Lebensende wirklich brauchen.

Wir sind keine Konkurrenz zu Hausärzten, Pflegediensten oder hauswirtschaftlichen Versorgern.
Wir sind Teil eines Versorgungsnetzwerks, das nur gemeinsam funktioniert.

Diese Begleitung hat mich erneut daran erinnert, wie wichtig Wissen, Vernetzung und gegenseitige Unterstützung sind.
Damit Menschen nicht erst dann Hilfe bekommen, wenn es fast zu spät ist – sondern genau dann, wenn sie sie benötigen.

Das ist ambulante Hospizarbeit.

Wir freuen uns so sehr, dass Miriam Osterhold sich für uns und die Onkologie am MVZ in Korbach als Ort für den Praxisant...
26/03/2026

Wir freuen uns so sehr, dass Miriam Osterhold sich für uns und die Onkologie am MVZ in Korbach als Ort für den Praxisanteil ihrer Ausbildung zur Psychoonkologin entschieden hat.
Falls jemand einen Weg weiß, für Miriam nach ihrer Ausbildung eine Stelle in Korbach zu schaffen, gerne Informationen an unsere Geschäftsstelle.

Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit der onkologischen Praxis Tammoscheit, Miriam Osterhold für unsere Arbeit gewonnen zu ...
26/02/2026

Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit der onkologischen Praxis Tammoscheit, Miriam Osterhold für unsere Arbeit gewonnen zu haben. Miriam befindet sich aktuell in der Weiterbildung zur Psychoonkologin und absolviert ihre praktischen Ausbildungsanteile in den Räumen unseres ökumenischen ambulanten Hospizdienstes.

Mit ihrem Hintergrund als Sozialpädagogin (B.A.), ihrem Master in Gesundheitsfördernder Sozialer Arbeit (M.A.) sowie ihrer Qualifikation als Systemische Beraterin bringt sie bereits jetzt wertvolle fachliche und menschliche Kompetenzen in die Begleitung von Patient*innen und Angehörigen ein.

Ab dem 09.03.2026 bietet Miriam eine offene psychoonkologische Sprechstunde an – immer montags von 15:00 bis 17:00 Uhr, ohne vorherige Anmeldung.
Das Angebot richtet sich an Menschen, die

• Unterstützung bei Sorgen, Ängsten oder depressiven Verstimmungen suchen,
• sich in einer neuen Lebenssituation zurechtfinden müssen,
• oder gemeinsam Strategien zur Krankheitsbewältigung und zur Stärkung eigener Ressourcen entwickeln möchten.

Die Sprechstunde findet direkt in unserem Büro statt und ergänzt unser bestehendes Angebot um eine wichtige psychosoziale Unterstützung.

Wir hoffen sehr, dass wir nach Abschluss ihrer Weiterbildung eine Möglichkeit finden, Miriam langfristig in der Region zu halten – denn ihre Arbeit ist eine große Bereicherung für die Menschen, die wir begleiten.

Da ich merke, dass ich es nicht mehr schaffe diese Seite, zusätzlich zu meinen eigenen Auftritten bei Instagram, LinkedI...
24/02/2026

Da ich merke, dass ich es nicht mehr schaffe diese Seite, zusätzlich zu meinen eigenen Auftritten bei Instagram, LinkedIn und Facebook, zu bespielen, wird diese Seite hier in der nächsten Zeit irgendwann verschwinden..
Die meiste Zeit, die ich für dienstliche Themen in Social Media investiere, ist keine Dienstzeit, da sich dies gar nicht darstellen ließe.
Das schaffe ich aber zunehmend weniger.

Folgt mir gerne unter San4kids, da gib es auch immer hospizliche Themen, aber auch private Inputs oder Infos zu meiner freiberuflichen Tätigkeit.

LG

Sandra

Adresse

Enser Str. 19
Korbach
34497

Öffnungszeiten

Montag 08:00 - 12:00
Dienstag 08:00 - 12:00
Donnerstag 14:30 - 17:00
Freitag 08:00 - 12:00

Telefon

+4956315061900

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Ökumenisches ambulantes Hospiz Korbach e.V. erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

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Unsere Geschichte

Das Team des ökumenisch ambulanten Hospiz in Korbach hat es sich zur Aufgabe gemacht Betroffene, Angehörige und Pflegende zu unterstützen. Wir haben Zeit für Gespräche, zum Zuhören, Vorlesen, Beten, Schweigen,..... Unser Angebot ist unabhängig von Glaubensüberzeugung und Nationalität. Wir sind kein Pflegedienst, verstehen uns jedoch als eine Ergänzung dazu. Aus diesem Grund arbeiten wir mit sozialen Diensten, Ärzteschaft, Pflegediensten und Seelsorgern zusammen. Wir sind an die Schweigepflicht gebunden, unser Dienst ist ehrenamtlich und kostenfrei. Auch bieten wir Gesprächsmöglichkeiten für trauernde Angehörige und Hinterbliebene an.