01/02/2026
Die Wachphasen zwischen den Tagesschläfchen werden etwas länger, und die Kinder sind unglaublich neugierig auf ihre neue Welt. Es ist gar nicht so leicht, rechtzeitig wieder eine passende Schlafatmosphäre zu schaffen. Die Vorschläge für altersentsprechendes Schlafen bieten nur grobe Orientierung, denn Schlaf ist komplex und von vielen Faktoren abhängig. Trotzdem ist es hilfreich, einen Rahmen zu haben: Besonders der Mittagsschlaf kann durch eine längere Dauer – zum Beispiel im Tragetuch oder Kinderwagen – unterstützt werden. Ein längeres Schläfchen ermöglicht einen tieferen Schlaf, der erholsamer ist und das Baby besser für den Nachmittag vorbereitet. Ich stelle oft fest, dass sechs Monate alte Babys, die viermal kurze Schläfchen haben, schlechter gelaunt sind als solche, die nur dreimal schlafen, aber dafür ein längeres, tiefes Schläfchen genießen.
Die Stimmung in den Wachphasen hängt von vielen Faktoren ab: Wie ausgeruht das Baby ist, durch das letzte Schläfchen, die Tagesgestaltung, wie spannend das Baby die Wachzeit empfindet, ob es satt und zufrieden ist, ob intensiver emotionaler Kontakt mit den Bezugspersonen stattfindet, wie es sich körperlich fühlt und vieles mehr. Diese Zeit bewusst miteinander zu gestalten und sich mit dem Kind abzustimmen, lohnt sich. Es geht um eine Balance zwischen Anregung, Genuss und Entspannung. Denkt frühzeitig an das nächste Schläfchen und beginnt die Übergänge ruhig. Oft klappt es mittlerweile ganz gut – ein kurzes Aufwachen nach 30 Minuten ist altersgemäß. Gerade beim Mittagsschlaf ist es super, wenn das Weiterschlafen gelingt. Das braucht Übung, aber dieses „Schlafphasenverbinden“ ist auch für die Nacht wertvoll.