03/02/2026
❄️ Frieren Hühner im Winter?
Die Slides zeigen die Infos stark verkürzt – hier kommt die Einordnung 👇
Hühner sind grundsätzlich gut an Kälte angepasst. Wichtig ist nicht Wärme, sondern gute Haltungsbedingungen.
Ein trockener, zugluftfreier Stall, ausreichend Futter, Wasser und Bewegung sind entscheidender als jede zusätzliche Wärmequelle.
💧 Wasser
Bei Frost trinken viele Hühner weniger. Lauwarmes (nicht heißes!) Wasser kann helfen, die Wasseraufnahme zu sichern – es geht nicht ums „Aufwärmen“, sondern um Physiologie.
🌾 Fütterung im Winter
Nein – Hühner müssen im Winter nicht komplett anders oder extrem fett gefüttert werden.
Ein hochwertiges Alleinfuttermittel für Legehennen bleibt die Basis.
Was sich bewährt hat:
• abends zusätzlich Körnerfutter,
→ bleibt länger im Kropf
→ Verdauung erzeugt über Nacht Stoffwechselwärme
• sinnvolles Lichtmanagement, damit genug Zeit zum Fressen bleibt
• Futterbeschäftigung im Auslauf, um Bewegung und Energieumsatz zu fördern
🧠 Stoffwechsel
Im Gegensatz zu Wildvögeln können Haushühner ihren Stoffwechsel im Winter nicht stark herunterfahren. Er läuft weiter – deshalb brauchen sie verlässliche Bedingungen, besonders bei Kälte, Nässe und Wind.
🪶 „Nicht kälterobuste Rassen“ – warum eigentlich?
Das liegt nicht einfach an der Rasse, sondern an der Gefiederstruktur:
• Seidenhühner: keine festen Federfahnen → kaum Isolation
• Strupphühner: Federanordnung verhindert Wärmepolster
• Nackthals- & Nackthühner: große ungeschützte Hautflächen
❄️ Kamm & Kehllappen
Große, stark durchblutete Hautareale sind frostgefährdet.
Trockene Stallluft, keine Zugluft und bei Bedarf ein dünner Schutzfilm (z. B. Melkfett) können vorbeugen.
✨ Fazit:
Kein Stallheizen. Kein Futter-Overkill.
Sondern: trocken, windgeschützt, gut versorgt – und aufmerksam beobachten.
Die Slides geben Impulse.
Die Verantwortung liegt im Detail. 🐔🤍