06/01/2026
Selbstgespräche führen- eine seltsame Angewohnheit oder sogar ein Heilmittel?
2003 fiel einem Verhaltens-Immunologen etwas Merkwürdiges auf:
Die Menschen, die keine ständigen Erkältungen, kein Burnout und kaum Entzündungen hatten, machten alle das Gleiche - sie sprachen laut mit sich selbst.
Im Supermarkt. Beim Autofahren. Beim Spazierengehen.
Nicht, weil sie instabil waren, sondern weil sie dadurch ihr Nervensystem beruhigten, ohne es zu merken.
Die Forscher:innen verkabelten Freiwillige und kontrollierten die Werte des “Stresshormons Cortisol“ im Blut.
Das Ergebnis:
Sobald Menschen ihren inneren Stress laut aussprachen, sank der Cortisol-Spiegel im Blut um etwa 35 Prozent.
Wer alles in sich hineinfraß, hatte stundenlang erhöhte Cortisolwerte.
Ein Forscher formulierte es deutlich:
„Unterdrückte Emotionen behandelt dein Korper wie Gift, das er nicht abbauen kann.”
Ein Manager, der an der Studie teilnahm, erzählte:
„Ich dachte immer, ich sei stark, weil ich nie laut über Stress gesprochen habe.
Dann sah ich meine Blutwerte - sie sahen aus wie die eines Menschen mit einer chronischen Entzündung.
Als ich anfing, meinen Stress laut in einem leeren Raum auszusprechen, veränderten sich meine Werte innerhalb einer Woche.”
Der Mechanismus dahinter ist simpel:
Wenn du sprichst, aktivierst du den Vagusnerv. Der Vagusnerv ist im Körper für Ruhe, Erholung und Verdauung zuständig.
Der Puls sinkt, dein Immunsystem entspannt sich und hört auf, deinen Körper wie einen Feind zu behandeln.
Die Forscher nannten es „hörbare Verdauung” - Emotionen müssen verarbeitet werden, genauso wie Nahrung.
Ein Forscher formulierte es deutlich:
„Unterdrückte Emotionen behandelt dein Körper wie ein Gift, das er nicht abbauen kann.”