Praxis für Physiotherapie und Osteopathie Martina Rentsch

Praxis für Physiotherapie und Osteopathie Martina Rentsch Physiotherapie Osteopathie

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15/01/2026

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Haltung als neuronale Antwort auf Gravitation
Das SPEC-Prinzip der psychosomatischen Osteopathie

Haltung ist keine lokale Strukturleistung
und kein isoliertes biomechanisches Geschehen.

In der psychosomatischen Osteopathie beschreibt Haltung den
verkörperten Ausdruck zentralnervöser, dynamischer Regulation unter Gravitation.

🧠 Gravitation ist ein permanenter neurophysiologischer Einflussfaktor.

Das Nervensystem organisiert fortlaufend und situationsabhängig
– Wahrnehmung
– Vorhersage
– Anpassung
– Stabilisierung

des Körpers im Gravitationsfeld.

Aktuelle Neurophysiologie zeigt:
Aufrechte Haltung und Gang entstehen durch dynamisch zentral organisierte antigravitative Strategien,
nicht durch lokal addierte Muskelaktivität.

🧩 SPEC – Prinzip der psychosomatischen Osteopathie

Soma
Posturale Muster (Flexion, Extension, Tonusverteilung) sind sichtbare Resultate
dynamisch zentral organisierter Antigravitationsstrategien –
keine isolierten strukturellen Einheiten.

Physiology
Die Regulation erfolgt über kortiko–brainstem–spinale Netzwerke
(retikulospinal, vestibulospinal, cerebellär),
die Muskeltonus, Aufrichtung und Gang antizipatorisch, adaptiv und kontextsensitiv steuern.

Experience
Frühkindliche Entwicklung, Bindung, Lernerfahrungen sowie
Stress- und Schmerzerfahrungen prägen interne Modelle von
Gravitation, Sicherheit und Orientierung.

Diese Erfahrungen strukturieren posturale Programme über die Zeit.

Context
Haltung organisiert sich fortlaufend und kontextabhängig in Abhängigkeit von
Aufmerksamkeit, emotionaler Bedeutung, kognitiver Last und Umweltbedingungen.

Posturale Stabilität ist situativ hervorgebracht,
nicht statisch festgelegt.

🧠 Neurophysiologische Einordnung

Diese Sichtweise wird durch aktuelle neurowissenschaftliche Arbeiten gestützt.
Takakusaki (2024) beschreibt Haltung und Gang als Resultat einer
kortiko–brainstem–spinalen Organisation, bei der antigravitative Kontrolle
als zeitabhängige zentrale neuronale Leistung verstanden wird –
nicht als strukturelles Einzelereignis.

22/12/2025
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21/12/2025

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Adventslächeln & Lebensmut – Christus ante portas
Theologische Impulse 189, von Dr. Thorsten Latzel
Lesezeit: ca. 5 Minuten

Ich habe einen alten Freund aus Studienzeiten, Martin, der konnte schon damals lächeln, dass die Sonne aufging. Selbst an grauen Griesgram-Grübeltagen fiel es schwer, sich seiner Freude zu entziehen. Sein Lächeln hatte dabei nichts von einer aufgesetzten Verkäuferfreundlichkeit. Es entsprang mehr seinem tiefen Glauben, dass Gott ein Freund von uns Menschen ist und wir es doch auch so halten sollten. O-Ton Martin: „Weißt Du, alle Menschen sind irgendwie meine Freunde. Manche wissen es nur noch nicht.“ Lächeln, so glaube ich, war und ist für ihn ein Akt von Lebensmut. Wenn er lachte, war der Weg von einem Mundwinkel hintenrum kürzer als vorne. Einmal durfte ich bei ihm nach einer Tagung in Heidelberg übernachten. Es war sehr spät geworden und ich klingelte mit ziemlich schlechtem Gewissen zu nachtschlafender Zeit. Und Martin: Er öffnete im Pyjama, bekam seine Augen kaum auf, dafür lächelte sein Mund mit seinen ausgebreiteten Armen um die Wette: „Froind!“

Advent hat für mich etwas von diesem Lächeln. Advent – das ist eine Zeit für Vorfreude und Lebensmut. Christus steht vor der Tür – Christus ante portas. Die Menschenfreundlichkeit Gottes in Person. Ich selbst bin in der Jahres-Endzeit-Hektik allzu oft so verschlafen, dass ich die Augen kaum aufbekomme. Stehe da im kurzen Hemd. Unfertig. Durch den Wind. Aber dann ist da die Botschaft, dass dieser eine kommt: Friedensbringer, König, Heiland, Retter, Erlöser, Gottessohn, Menschenfreund. Die alten Adventslieder überschlagen sich ja förmlich vor Vorfreude. „Voll Rat, voll Tat, voll Gnad.“ Wunderschön. Dann spüre ich, wie ich gar nicht anders kann, als dass sich tief in meiner Kinderseele ein Martinslächeln ausbreitet. Und in mir beginnt es zu singen. Vor Weihnachten und nach Ostern sind die zwei Zeiten im Jahr, in denen ich auch zu Hause am häufigsten laut singe. Weil beide Zeiten von einer tiefen Freude bestimmt sind. Hier die Vorfreude auf den, der da kommt – mitten in der dunkelsten Zeit. Dort die Nachfreude über das, was er vollbrachte – am Morgen, als die Sonne aufging. Adventslächeln und Osterlachen gehören zusammen. „O komm, o komm, du Morgenstern / lass uns dich schauen, unsern Herrn. / Vertreib das Dunkel unsrer Nacht / durch deines klaren Lichtes Pracht. / Freut euch, freut euch, der Herr ist nah. / Freut euch und singt Halleluja.“

Der 4. Advent ist der „Freu-Sonntag“ kurz vor Weihnachten. Er ist so sehr von der Nähe zum kommenden Christuswunder bestimmt, dass ihm die Vorfreude aus allen Nähten platzt. Im dazugehörenden Wochenspruch klingt das so: „Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Der Herr ist nahe!" (Phil 4,4f.) Der Satz stammt von Paulus. Er schreibt ihn, als er selbst im Gefängnis sitzt. Doch seine äußere Haft spielt für seine innere Freiheit keine Rolle. Seine äußeren Umstände werden vielmehr für ihn zur Möglichkeit, seinen Glauben umso stärker weiterzugeben. Der ganze Philipperbrief wird so zu einem tiefen persönlichen Glaubenszeugnis. Ein Brief voller Freude und Freiheit mitten im Leid – weil Paulus schon ganz in der Gegenwart des kommenden Christus lebt. So schreibt er weiter: „Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne bewahren in Christus Jesus.“

Der letzte Satz – vom „Frieden Gottes, der höher ist als alle Vernunft“ – ist dabei der Kanzelsegen, den wir am Ende jeder Predigt sprechen. Er steht für mich für den fortwährenden Advent, in dem wir leben. Als Christ/innen sind wir Menschen, die das Beste immer noch vor sich haben. Keine Optimisten, aber unverbesserlich Hoffende. Wir lassen uns nicht von außen bestimmen. Sondern vertrauen darauf, dass Gott ein Freund von uns Menschen ist. Wir leben so, dass wir Christus vor jeder Tür erwarten. Wir lächeln, weil Gott uns ein Lachen bereitet. Das Evangelium ist wie ein geistreicher Witz: Man kann sich ihm gar nicht entziehen, wenn die Pointe einmal in einem gezündet hat. Dann fängt es in einem an zu singen – all der eigenen Müdigkeit und kurzen Hemden zum Trotz. Oder um noch einmal das erwähnte Adventslied zu zitieren: „O komm, o Herr, bleib bis ans End / bis dass uns nichts mehr von dir trennt / bis dich, wie es dein Wort verheißt /der Freien Lied ohn Ende preist.“

Das „Lied der Freien“: das will ich üben, immer wieder. Am 4. Advent und 5. und 6. und 7. Ich will mich darin üben, adventlich zu leben. In der Gegenwart des Kommenden. Das Beste kommt noch. Hinter jeder nächsten Tür wartet er auf mich. Mit ausgebreiteten Armen, einem strahlenden Lächeln und tiefer Menschenliebe. Und bis es einmal soweit ist, möge der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, unsere Herzen und Sinne behüten – und uns wie Christus leben lassen.

Foto: © Lutz Neumeier / fundus-medien.de, EKiR/Dominik Asbach.
Weitere Texte: www.glauben-denken.de
Als Bücher: https://buchshop.bod.de/catalogsearch/result/?q=Thorsten+Latzel

17/12/2025
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13/12/2025

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aufsehen – sich aufrichten – aufstehen
Gedanken zum 2. Sonntag im Mutmonat Advent

Theologische Impulse 187 von Dr. Thorsten Latzel

Es ist Advent. Für mich ist es in diesem Jahr in besonderer Weise ein Mutmonat. Eine Zeit der Entfürchtung – mitten in der dunkelsten Zeit des Jahres. Ein geistlicher Kontrapunkt zu all den täglichen Krisennachrichten. Ging es am 1. Advent um die Zusage: „Fürchte Dich nicht! Du bist nicht allein.“ - so steht am 2. Advent eine andere Haltung im Zentrum: ein Aufsehen – Sich-Aufrichten – Auf(er)stehen.

Der Wochenspruch lautet: „Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“ (Lk 21,28) Jesus Christus sagt diese Worte zu seinen Jünger/innen im Zusammenhang einer Rede über die Endzeit. Er beschreibt dabei eine Stimmung, die manche Menschen heute auch so empfinden: „Und [...] auf Erden wird den Völkern bange sein, und sie werden verzagen vor dem Brausen und Wogen des Meeres, und die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen über die ganze Erde; denn die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen.“

Mitten in diese düstere Untergangs-Stimmung hinein verheißt Christus sein Kommen als Menschensohn. Und er beschreibt eine andere äußere wie innere Haltung. Die Haltung eines durch Hoffnung und Mut aufgerichteten Menschen. Eine Haltung, die sich nicht von dem allgemeinen Sog nach unten bestimmen lässt. Eine Haltung des Glaubens, die uns aufrecht durchs Leben gehen lässt.

Der Schlüssel ist dabei die kleine Vorsilbe „auf“ (griech. ana). Advent – das ist die Zeit, in der wir den aufrechten Gang einüben. Als ein homo erectus, der nicht durch erdenschwere Sorgen, sondern durch himmlische Verheißung bestimmt wird. Advent – das heißt aufsehen, sich aufrichten, auf(er)stehen, weil wir von oben, nicht von unten leben.

1. aufsehen: nicht aufeinander, sondern auf Christus

Das Wort „aufsehen“ hat eine doppelte Bedeutung. Es kann heißen, auf etwas bzw. jemand zu sehen oder nach oben zu sehen. In kritischen, unruhigen Zeiten geschieht es leicht, dass wir als Menschen aufeinander herabschauen. Gleichsam zum moralischen Aufseher der anderen werden. Wir schauen auf die Fehler der Politiker/innen, die Macken unserer Nachbarn und jedes noch so kleine Versäumnisse unserer Mitmenschen. Ein nörgelnder Empörungsblick, der uns leicht nach unten ziehen kann. Dabei sehen wir uns weniger an, als auf einander hinab. Christus dagegen richtet unseren Blick nach oben. Darauf, was uns zugesagt ist. Auf sein eigenes Aufsehen erregendes Kommen. Mitten in all den düsteren Nachrichten sehen wir die Hoffnungszeichen seiner Gegenwart.

2. sich aufrichten: eine andere Haltung aus Hoffnung

Mit dem Aufsehen auf Christus geht eine andere Haltung meines gesamten Körpers einher. Wer aufblickt, richtet sich auf. Vielleicht beginnt Advent genau damit: mit der Änderung unserer Körperhaltung. Ich richte mich auf, h**e meinen Kopf, gehe heraus aus meinem Angst- und Sorgen-Buckel. Nicht, weil die Welt friedlich oder auf einmal alles gut wäre. Aber weil ich aus einer anderen Hoffnung lebe. Weil ich mich nicht von außen bestimmen lasse, sondern von innen, von Christus. Sich aufrichten heißt, der Angst nicht das letzte Wort lassen. Einen neuen Horizont entdecken. Hoffnung leben.

3. aufstehen: Leben im Licht

Am Ende der Geschichte Jesu und am Anfang unseres Glaubens steht das Wunder, das weit größer ist als jede Katastrophe – die Auferstehung. Im Advent üben wir das ein: im Aufsehen und Sich-Aufrichten aus der Auferstehung zu leben. Ein Leben, über das der Tod keine Macht mehr hat. Unsere Hoffnung erwächst nicht aus einem Optimismus auf bessere Zeiten oder aus der Verharmlosung der Krisen unserer Zeit. Es ist vielmehr eine radikale Infragestellung dieser Welt. Wir leben in einem anderen Licht. Aus einer Verheißung, die stärker ist selbst als der Tod. In einer Freiheit, die unseren Blick nach oben richtet, unseren Rücken gerade macht und uns aufrecht leben lässt.

„Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“ Ihnen einen gesegneten 2. Sonntag im Mutmonat Advent.

Weitere Texte: www.glauben-denken.de

Als Bücher: www.bod.de

13/11/2025

Vor einem Jahr haben wir gemeinsam mit dem Carlsen-Verlag ein besonderes Herzensprojekt veröffentlicht: „Mias Besuch bei der Osteopathin“, das erste Pixi-Büchlein zur Osteopathie. 💛

Die kleine Mia zeigt Kindern und Eltern auf liebevolle Weise, wie eine osteopathische Behandlung abläuft.

Zum Bundesweiten Vorlesetag am 21. November feiern wir ein Jahr voller Geschichten, Nähe und Vertrauen – ganz im Sinne von „Vorlesen verbindet“.

👉Mehr dazu lesen sie in unseren aktuellen News: www.osteopathie.de/n6458

👉 VOD-Mitglieder können das Pixi-Büchlein weiterhin bestellen – zum Vorlesen, Verschenken und Entdecken!

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18/10/2025

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23/09/2025

HR am 22.09.2025: Schmerzen im Bauchraum, für die Ärzte keine Erklärung finden. Ohrgeräusche, die für die Schulmedizin nicht mehr therapierbar sind. Oder ein Baby, das nach der Geburt einfach keine Ruhe finden will. Dort, wo Mediziner an die Grenzen ihres Faches stoßen, versucht die Osteopathi...

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