25/12/2025
Vielleicht fragst du dich: Warum komme ich ausgerechnet in der Familie immer so schnell an meine Grenze?
Weil uns niemand so sehr berührt wie die Menschen, die uns am nächsten stehen.
Familie hält uns einen Spiegel vor – und plötzlich werden alte Gefühle wach, alte Wunden, alte Muster. Dinge, von denen wir vielleicht dachten, wir hätten sie längst hinter uns gelassen.
Abgrenzung beginnt dort, wo wir den Mut finden, auszusprechen, was wir wirklich fühlen. Auch dann, wenn es unbequem ist. Auch dann, wenn es nicht allen gefällt. Denn nur so bleiben wir ehrlich – vor allem mit uns selbst.
Geht es an Weihnachten nicht genau darum?
Darum, zusammenzukommen, Zeit zu teilen, da zu sein, ohne Masken tragen zu müssen?
Echte Verbindung entsteht dort, wo wir uns zeigen dürfen, wie wir sind. Und diese Echtheit ist vielleicht das größte Geschenk, das wir uns gegenseitig machen können.
Und wenn es sich gerade schwer anfühlt?
Dann sei sanft mit dir. Beobachte dich. Nimm wahr, was in dir aufsteigt.
Die Gefühle, die dich jetzt bewegen, haben Tiefe. Sie erzählen eine Geschichte. Schau hin und frage dich:
Was hat dieses Gefühl ausgelöst?
Welcher Teil in mir fühlt sich gerade verletzt?
Ist es vielleicht das innere Kind, das gehört und gesehen werden möchte?
Welche Gedanken stehen dahinter?
Gibt es einen alten Glaubenssatz, der dir zuflüstert, nicht genug zu sein?
Wo hast du dich selbst zurückgenommen?
Wo dürften deine Grenzen klarer werden?
Wo darfst du für dich einstehen – liebevoll, aber bestimmt?
Sorge gut für dich. Sei nachsichtig mit dir. Wir alle tragen unsere Lasten, unsere Erfahrungen, unsere Geschichten. Doch du darfst lernen, dich selbst zu halten und dir das zu geben, was du jetzt brauchst.
Ich wünsche dir ruhige Weihnachtstage.
Momente der Nähe. Und ganz viel Sanftheit – für dich und für alle, die dir begegnen. ✨
Frohe Weihnachten, Kirsten