28/07/2021
𝚅𝙴𝚁𝙱𝙸𝙽𝙳𝙻𝙸𝙲𝙷𝙺𝙴𝙸𝚃
𝙸𝚌𝚑 𝚟𝚎𝚛𝚙𝚏𝚕𝚒𝚌𝚑𝚝𝚎 𝚖𝚒𝚌𝚑 𝚊𝚞𝚜 𝙻𝚒𝚎𝚋𝚎.
𝙸𝚌𝚑 𝚕𝚒𝚎𝚋𝚎 𝚗𝚒𝚌𝚑𝚝 𝚊𝚞𝚜 𝚅𝚎𝚛𝚙𝚏𝚕𝚒𝚌𝚑𝚝𝚞𝚗𝚐.
Ob Deine Beziehung zum gegenüber gesund ist, bemisst sich daran, wie verbindlich Du dich verhältst, solange sie sie dauert.
Daran, ob Du erforschst und hinterfragst, ob Du das, was Du hast, wirklich hast oder ob es nur der Schatten dessen ist, was du einmal hattest.
Ist es der Schatten - darfst Du Dich verbindlich davon verabschieden und hinter dir lassen, was zu Ende ist.
Es geht darum, das, was ist, zu genießen und alles in meiner Macht stehende zu tun, damit es schön ist, so lange es dauert.
Es geht darum, jeden Moment des eigenen Lebens anzunehmen.
Es geht darum, nicht im morgens zu leben, während man daran denkt, wie schön der heutige Tag war, denn morgen werde ich mich mit dem auseinandersetzen müssen, was morgen passiert, um auch daraus etwas Schönes machen zu können.
Meine Vorstellung von Verbindlichkeit ist es, ganz bei dem zu sein, was jetzt, in diesem Moment geschieht, nicht bei dem, was kommt, und schon gar nicht bei dem, was vorbei ist. Sich an die Dinge von gestern zu hängen ist wie eine Fessel an das Vergangene. Es bedeutet, sich an die Vergangenheit zu klammern und das zu pflegen, was nicht mehr ist.
Was passiert, wenn ich mich entschließe, meine Beziehung zum anderen täglich neu zu entdecken?
Was passiert, wenn wir uns verpflichten, unsere Verbindung zum anderen täglich zu erneuern, statt sie für alle Ewigkeit vorauszusetzen?
Wie viele ängstliche, unsichere, sich an feste Strukturen klammernden Menschen würden aus unserer Beziehung eine verbindliche Light-Version machen. Ich behaupte genau das Gegenteil. Die verbindliche Antwort auf eine gefühlsmäßige Verbindung ist die Bereitschaft, uns nicht an diese Person, die Situation, diese Beziehung zu klammern. Wenn das was dich so glücklich macht, morgen zu Ende geht, solltest du in der Lage sein, es loslassen zu können.
Aber bis es soweit ist - vielleicht kommt dieser Moment auch nie - solange es nicht zu Ende ist - versuche 𝚐𝚊𝚗𝚣 𝚞𝚗𝚍 𝚐𝚊𝚛 da zu sein.