11/01/2026
Wir wissen oft sehr genau, was wir tun sollten.
Zum Beispiel…Eine Grenze setzen. Nein sagen. Oder Nähe zulassen.
Das Wissen darum ist meist nicht das Problem.
Entscheidend ist,
ob wir genug emotionale Kapazität haben für das, was dabei und danach in uns auftaucht.
Eine Grenze zu setzen gelingt nicht daran,
ob ich weiß, wie man Nein sagt.
Sondern daran,
ob ich genug inneren Raum habe
für die Unruhe,
für die Angst vor Verlust,
für das Schuldgefühl,
das während oder nach dem Nein entsteht.
Diese inneren Reaktionen halten zu können,
mit ihnen in Kontakt zu bleiben,
entscheidet oft darüber,
ob ein Nein gesagt wird
und ob es innerlich bestehen bleibt.
Ein anderes Beispiel ist Nähe.
Theoretisch ist Nähe oft möglich.
Doch wirklich gelingen kann sie meist erst dann,
wenn genug Kapazität da ist
für das, was Nähe mit sich bringt.
Zum Beispiel für die Traurigkeit,
die auftaucht,
wenn spürbar wird,
wie lange Nähe gefehlt hat
oder nicht in der Intensität da war,
die eigentlich gebraucht worden wäre.
Es geht also weniger um Verhalten
und viel mehr um das innere Erleben.
Nicht darum, etwas richtig zu machen,
sondern darum, das halten zu können,
was mit diesen Schritten einhergeht
🤍und dabei mit sich in Kontakt zu bleiben.
Und genau deshalb wächst emotionale Kapazität
nicht einfach aus Einsicht heraus.
Sie entsteht in sicherer Begleitung,
in Beziehung,
dort, wo ein schrittweises Im-Kontakt-Gehen
mit dem möglich wird,
was sich schwierig anfühlt. Dort,
wo Präsenz Raum bekommt
und daraus nach und nach Sicherheit entstehen kann. Alles Liebe . Heidi
🤍War das hilfreich? Folg mir und schreib es gern in die Kommentare🤍