21/05/2025
„𝐉𝐞𝐝𝐞𝐧 𝐀𝐛𝐞𝐧𝐝 𝐬𝐜𝐡𝐥𝐚𝐟𝐞 𝐢𝐜𝐡 𝐧𝐮𝐫 𝐦𝐢𝐭 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐦 𝐄𝐢𝐦𝐞𝐫 𝐧𝐞𝐛𝐞𝐧 𝐦𝐞𝐢𝐧𝐞𝐦 𝐁𝐞𝐭𝐭ⵑ“
Wenn wir über und sprechen, dann möchte ich eine spezifische Angst unbedingt in das Bewußtsein der Menschen rücken.
𝐒𝐢𝐞 𝐧𝐞𝐧𝐧𝐭 𝐬𝐢𝐜𝐡 𝐄𝐦𝐞𝐭𝐨𝐩𝐡𝐨𝐛𝐢𝐞. 𝐃𝐢𝐞 𝐀𝐧𝐠𝐬𝐭 𝐝𝐚𝐯𝐨𝐫 𝐳𝐮 𝐞𝐫𝐛𝐫𝐞𝐜𝐡𝐞𝐧.
Fast niemand mag es. Fast immer geschieht es, ohne dass wir es kontrollieren könnten. Doch die krankhafte Angst zu Erbrechen, geht weit über dieses unangenehme Gefühl hinaus.
Die Angst besteht nicht nur davor sich selbst erbrechen zu müssen, sondern auch vor allem was damit zu tun hat. Sich selbst zu übergeben ist quasi die Spitze des Eisbergs.
Angst kommt schon dann auf, wenn jemand über Bauchschmerzen klagt, blass ist, Alkohol konsumiert, irgendwo eine Magen Grippe im Umlauf ist.
𝐄𝐬 𝐤𝐚𝐧𝐧 𝐳𝐮 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐚𝐥𝐥𝐞𝐬 𝐞𝐢𝐧𝐬𝐜𝐡𝐫𝐚̈𝐧𝐤𝐞𝐧𝐝𝐞𝐧, 𝐢𝐦𝐦𝐞𝐫 𝐠𝐞𝐠𝐞𝐧𝐰𝐚̈𝐫𝐭𝐢𝐠𝐞𝐧 𝐀𝐧𝐠𝐬𝐭 𝐰𝐞𝐫𝐝𝐞𝐧.
Soziale Kontakte werden weniger, der Besuch von Veranstaltungen oder Einrichtungen wird eingestellt. In einigen Berufen kann nicht mehr gearbeitet werden, wie zum Beispiel im Krankenhaus. Kinder fahren nicht mit zur Klassenfahrt oder können die Schule gar nicht mehr besuchen.
Besonders die Nächte können schlimm werden. Eine Klientin beschrieb, dass sie nur noch mit einem Eimer neben dem Bett schlafen könne, um sich sicherer zu fühlen. Tüten und Tabletten werden stets in der Handtasche oder im Rucksack mitgenommen. Reisen sind fast unmöglich.
𝐖𝐚𝐫𝐮𝐦 𝐟𝐢𝐧𝐝𝐞𝐭 𝐦𝐚𝐧 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞 𝐀𝐧𝐠𝐬𝐭 𝐡𝐚𝐮𝐩𝐭𝐬𝐚̈𝐜𝐡𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐛𝐞𝐢 𝐌𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐢𝐦 𝐍𝐞𝐮𝐫𝐨𝐝𝐢𝐯𝐞𝐫𝐠𝐞𝐧𝐳𝐬𝐩𝐞𝐤𝐭𝐫𝐮𝐦, 𝐚𝐥𝐬𝐨 𝐛𝐞𝐢 𝐇𝐨𝐜𝐡𝐬𝐞𝐧𝐬𝐢𝐛𝐢𝐥𝐢𝐭𝐚̈𝐭, 𝐀𝐃𝐇𝐒, 𝐇𝐨𝐜𝐡𝐛𝐞𝐠𝐚𝐛𝐮𝐧𝐠 𝐮𝐧𝐝 𝐀𝐮𝐭𝐢𝐬𝐦𝐮𝐬?
Die Antwort ergibt sich aus der und dem damit verbundenen Sicherheitsbedürfnis.
Wenn neurodivergente Menschen alles in ihrem Umfeld stärker wahrnehmen, Gerüche, Geräusche, Schmerzen, aber auch Vorgänge im Inneren ihres Körpers, dann kann man sich vorstellen, dass häufiger ein Unwohlsein oder auch eine Übelkeit ausgelöst und sie auch früher wahrgenommen wird.
Durch die ständige Überreizung haben diese Menschen ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis und einen stärker ausgeprägten Wunsch, bzw eine Notwendigkeit von Kontrolle. Erbrechen entzieht sich zumeist der Kontrolle.
„𝘞𝘦𝘯𝘯 𝘪𝘤𝘩 𝘥𝘪𝘦 𝘒𝘰𝘯𝘵𝘳𝘰𝘭𝘭𝘦 𝘶̈𝘣𝘦𝘳 𝘮𝘦𝘪𝘯𝘦𝘯 𝘒𝘰̈𝘳𝘱𝘦𝘳 𝘷𝘦𝘳𝘭𝘪𝘦𝘳𝘦, 𝘥𝘢𝘯𝘯 𝘬𝘰̈𝘯𝘯𝘵𝘦 𝘪𝘤𝘩 𝘴𝘵𝘦𝘳𝘣𝘦𝘯.“ Dies war eine Aussage eines Jugendlichen mit Emetophobie.
𝐖𝐢𝐞 𝐛𝐞𝐠𝐥𝐞𝐢𝐭𝐞 𝐢𝐜𝐡 𝐚𝐥𝐬𝐨 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞 𝐌𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐚𝐥𝐬 𝐓𝐡𝐞𝐫𝐚𝐩𝐞𝐮𝐭?
Meiner Erfahrung nach ist es mit der „Standard- Verhaltenstherapie“ nicht getan. Die Betroffenen fühlen sich unverstanden in ihren Grundängsten. Dadurch wirken einfache Atemtechniken und Entspannung oder Gedanken-ablenken nur bedingt. Die Grundangst dahinter, die Todesangst, wird selten mit einbezogen. Die besonderen Eigenschaften von Neurodivergenz ebenso wenig.
Ich muss zum Kern des Ganzen vordringen und eine Entspannung ins gesamte System bringen, damit ich in der Lage bin die Emetophobie zu überwinden.
𝐇𝐚𝐛𝐭 𝐢𝐡𝐫 𝐄𝐫𝐟𝐚𝐡𝐫𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧 𝐝𝐚𝐦𝐢𝐭? 𝐓𝐞𝐢𝐥𝐭 𝐬𝐢𝐞 𝐝𝐨𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐫𝐧𝐞 𝐢𝐧 𝐝𝐞𝐧 𝐊𝐨𝐦𝐦𝐞𝐧𝐭𝐚𝐫𝐞𝐧ⵑ