17/04/2026
Der Paritätische Wohlfahrtsverband, zu dessen Mitgliedsorganisationen das Arbeitslosenzentrum als freier Träger gehört, hat jetzt ein internes Arbeitspapier aus dem Kanzleramt veröffentlicht. Darin geht es um drastische Kürzungen im Bereich sozialer Hilfe wie der Behindertenhilfe und dem Unterhaltsvoschuss.
Das Arbeitslosenzentrum zählte im Jahr 2024 über 4000 Beratungskontakte. In unserer alltäglichen Beratungsarbeit begegnen die wirtschaftlichen Nöte und die Sorge um die soziale Teilhabe in vielfältigsten Formen. Momentan erleben wir eine Situation, in der Leistungsberechtigte oft monatelang auf die Bewilligung von Leistungen wie Wohngeld, Kinderzuschlag, Bürgergeld, Arbeitslosengeld 1 und Leistungen der Bildungs- und Teilhabe warten müssen. Wir erleben immer wieder, dass sich Menschen, weil sie und ihre Familien monatelang mittellos sind oder mit einem Einkommen unter dem Existenzminimum leben müssen, sich verschulden. Zu dem belasten die anhaltenden Verteuerungen bei den Lebenshaltungskosten wie Mieten, bei Energie und aktuell beim Benzin sowie bei vielen Lebensmittel einkommensarme Haushalte deutlich stärker als einkommensstarke Haushalte.
Schon heute verschärft die Zunahme quantitativer und qualitativer Notlagen auch den Druck und die Arbeitsbedingungen für die soziale Arbeit deutlich. Weitere Kürzungen sozialer Leistungen werden den Druck auf Menschen in sozialen Notlagen und für die Beschäftigten in den sozialen Dienste, die an der Seite der Betroffenen stehen weiter erhöhen. Wir stimmen Papst Leo zu, der jüngst gefordert hat, dass staatliche Institutionen und die Politik den Austausch mit freien Trägern pflegen müssen. Die Einlösung dieser Forderung unterstützen wir.
Dem Paritätischen Gesamtverband liegt ein internes Arbeitspapier vor, das belegt: Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände diskutieren im Verborgenen drastische Kürzungen bei Leistungen für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen. Das 108-seitige Dokument, das heute vom Paritätisc...