27/12/2025
Still genug. Für heute.
Ich merke, dass ich gerade festhänge.
Nicht dramatisch.
Eher still.
Zwischen dem Gedanken, dass mir Bewegung guttun würde,
und dem Wunsch, einfach nichts zu tun.
Da ist dieser Teil in mir, der meint, es wäre gut, jetzt mal zu machen. Auf die Matte zu gehen oder
Raus. In den Wald.
Etwas für mich tun. Mich regulieren.
Und dann ist da ein anderer Teil.
Leise, aber sehr klar.
Bitte nicht.
Wir sind so oft in Bewegung.
Immer unterwegs – innerlich wie äußerlich.
Ruhe gab es meistens nur, wenn wir krank waren.
Ich möchte einfach da sein.
Ohne Ziel. Ohne Verbesserung.
Dazwischen liegt eine gewisse Angst.
Die Angst, dass Stillstand bleibt. Erdrückt.
Dass Ruhe schwer wird.
Dass mir etwas fehlt.
Und trotzdem fühlt es sich nicht nach Depression an.
Es fühlt sich nach einem inneren Gespräch an.
Nach Ehrlichkeit.
Nach einem Körper, der nicht mehr übergangen werden möchte.
Innen ist es laut, außen zu wenig Raum.
Luft.
Zeit.
Gedanken wollen von mir nicht gefasst werden.
Ich kann sie@nicht greifen.
Festhalten.
Auch nicht.
Vielleicht stecke ich gar nicht fest.
Vielleicht halte ich gerade inne.
Und weiß nur noch nicht, wie das geht, ohne es sofort zu bewerten.
Vielleicht ist es ein Rückzug, der nichts mit Weglaufen zu tun hat.
Ich übe gerade, nicht sofort zu handeln.
Nicht aus Unruhe heraus aktiv zu werden.
Vielleicht ist genau das im Moment meine Praxis.
Nicht noch mehr tun.
Sondern bleiben.
Und zuhören, welchem Anteil in mir gerade Raum fehlt.
Und dann ist da Familie.
Im Alltag sind wir eingespielt.
Jetzt sind wir sehr nah beieinander.
Jede*r mit eigenen Bedürfnissen.
Das führt zu Reibung. Zu Müdigkeit.
Ich sehne mich nach Ruhe.
Nach einfach sein.
Ohne Rollen. Ohne To-do-Liste.
Ich will auf dem Sofa liegen, in meinem inneren Raum sein.
Und mir erlauben, auch einmal nichts zu müssen.
Vielleicht muss ich mich heute nicht entscheiden.
Vielleicht reicht es, dem Teil zuzuhören,
der nichts will.
Und ihn nicht gleich zu korrigieren.
Still genug für heute.