22/03/2026
Wie bereiten wir angehende Ärztinnen und Ärzte auf Ausnahmesituationen vor?
Am 18. und 19. März trafen sich Fachvertreterinnen und Fachvertreter aus Notfallmedizin, Pflege, Sanitätsdienst, Polizei, Bundeswehr, Wissenschaft und Verwaltung aus ganz Deutschland in Magdeburg, um genau das zu diskutieren. Beim Workshop des Instituts für Public Health in der Akutmedizin (IPHAM) der Universitätsmedizin Magdeburg ging es darum, Lehrinhalte der Katastrophenmedizin im Medizinstudium zu bündeln und bundesweit weiterzuentwickeln.
Denn klar ist: In Krisensituationen zählt mehr als medizinisches Wissen.
Ärztinnen und Ärzte müssen unter Zeitdruck entscheiden, Ressourcen priorisieren und im Team funktionieren.
👉 Ziel des Workshops:
Einheitliche Lernziele definieren und praxisnahe Lehrformate entwickeln.
👉 Warum das wichtig ist:
Extreme Ereignisse wie Naturkatastrophen, Großschadenslagen oder Anschläge stellen das Gesundheitssystem vor besondere Herausforderungen.
Ein Beispiel aus Magdeburg zeigt, wie entscheidend Vorbereitung ist: Nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt am 20. Dezember 2024 mussten allein an der UMMD in kurzer Zeit über 70 Verletzte, darunter zahlreiche Schwerverletzte, versorgt werden.
🗣️„Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Fachgesellschaften und Partnern bundesweit abgestimmte Lernziele zu definieren und daraus praxisnahe Lehrformate zu entwickeln. Magdeburg soll hier Impulsgeber und Motor einer nachhaltigen Weiterentwicklung sein“, sagt Prof. Felix Walcher, Leiter des IPHAM.