05/03/2026
Wochengedanken v. 05.03.26 KW 10
Nachlese
Bald ist wieder Weihnachten. Will heißen, wie schnell die Zeit vergeht.
Heute möchte ich meine sehr persönlichen Fastnachtseindrücke zum Nachlesen niederschreiben.
Schön war’s. Vielfachbunt, im Saal und uff de Gass.
Die Frage, ob man in kritischen Tagen wie diesen, Fastnacht feiern dürfe, hat sich erledigt – wir haben es ja ausführlich getan. Seit Aschermittwoch sind auch schon wieder viele Menschen durch militärische Gewalt umgekommen.
Gerade deshalb muss es der politischen Fastnacht erlaubt sein, Meinung pointiert zu zeigen und den bedrückten Seelen erlaubt sein, befreit zu lachen.
Für Wagenbauer in der Fastnacht ist, neben der gewaltigen Aufgabe einen Wagen TÜV-tauglich und voller Ironie zu gestalten, das Risiko hinzugekommen von einer Spezialeinheit entführt zu werden und auf dem roten Platz in Moskau öffentlich hingerichtet zu werden. Aber die Wagenbauer trotzten!
Wäre ich Schiller, würde ich eine „Ode an die Tapferkeit“ dichten. Bin aber Dr. Lembens und schreibe lediglich eine Nachlese über meine persönliche Fastnachtszeit.
Natürlich auch in Prinzengardenuniform. Sie erinnern sich, in dieser schönsten, prächtigsten … Garde bin ich aktiv.
Bitte nicht wieder falsch verstehen.
Ich bin stolz dabei sein zu dürfen.
Die Uniform tragen zu dürfen, zu erleben was die Garde aufgestellt, und auch in dieser Kampagne wieder bewältigt hat.
Die Sitzung der Mainzer Prinzengarde fand ich rund und toll.
Was mich (mich!) störte war der Auftritt des Obermessdieners. Rote Flecken auf dem Messdieneroutfit hätte unser alter Gemeindepfarrer nicht geduldet.
Jetzt….. Na. Narrhallamarsch. Ja. Einen…..
Aber, ist unser Prinzengardeballett nicht schön anzusehen?
Die jungen Männer begeistern das närrische Publikum.
Ihre Disziplin, ihre Konstanz, ihre Ausdauer begeistert nach jedem Tanz erneut.
Ebenso wie die Zugabe, wenn die Tänzer wieder Luft holen konnten.
Die Pausenzeit könnten doch die „RotRockKehlchen“ überbrücken?
Für mich sind beide Gruppierungen der Garde ein Zeichen sehr gelungener Vereins- und Nachwuchsarbeit.
Ich fühle mich auch nicht diskriminiert, dass ich nicht mittanzen darf.
Ein Höhepunkt für mich ist der Gottesdienst der Garden im hohen Dom zu Mainz.
Wenn Gott zu Ehren die Gardeformationen einziehen, das einfallende Sonnenlicht sich in den Weihrauchschwaden bricht und die oft noch sehr müden Fastnachter die Würde des Doms ausdrücken, gleich welche Fahnen vor ihnen her wehen.
Gerne erinnere ich mich an die Fastnachtspredigt von Herrn Heckwolf über Ernst Negers „Heile, heile Gänsche“.
Gut wird es irgendwann wieder werden.
Darauf setzt die Fastnacht, setzten die Religionen, die Friede und Freiheit möchten.
Damit noch ein Satz über die politische Fastnacht.
Bei der Sonntagssitzung des MCV hat mich der Vortrag von Peter Kuhn wieder (wie jedes Jahr) begeistert. Diesmal als „Märchenerzähler“. Seine Märchen von Schulden und „Trumpelstilzchen“ ließen das Lachen, bei längerem Nachdenken, verstummen.
Fand ich etwas in den Fastnachtstagen nicht so schön?
Sicher, aber das schreibe ich nicht in unsere Wochengedanken.
Aber eines fällt mir von Jahr zu Jahr schwerer.
Ich kann nicht mehr über „Finther“ und „Wiesbadener“ lachen. Ich finde Menschen aus beiden Teilen der Welt sympathisch.
Diese Personengruppen immer wieder zu gebrauchen, um den Saal zum Lachen zu bringen?
Die Fastnacht braucht manchmal neue Impulse.
Dabei ist es so schön auf Tradiertes zurückzugreifen.
Margit Sponheimer trat bei der Sonntagssitzung des MCV nach den Humbas auf – Toll war’s.
Die Dame ist doch jetzt auch schon über 60 Jahre alt. Aber eine wunderbare Stimme, gut wirksam mit goldenem Glitzerkleid auf der Bühne.
Des is Fassenacht in Meenz!
Bleiben Sie gesund.
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