26/03/2026
Wochengedanken v. 26.03.26 KW 13
„Über den Wolken“ – „Reinhard May“ – „Inversionswetterlage“
Bei mir kommt sofort eine Melodie, und die Zeilen des Refrains aus dem 1974 komponierten und veröffentlichten Lied.
Der relativ frisch lizenzierte Barde May stellt seine Aussage geschickt in Frage: „Wohl“.
„Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“.
Und dann uns alle abholend: „Alle Ängste aller Sorgen sagt man, blieben darunter verborgen und dann. Würde was uns groß und wichtig erscheint, plötzlich nichtig und klein.“
Träume, Fantasien?
Wie ist es über den Wolken?
Die Leser, die mich näher kennen, wissen um meine Vergangenheit als Fliegerarzt. Der fliegen musste. Als Fliegerarzt.
Durfte in einer wunderbaren Kameradschaft unter Kampfpiloten, die zu meiner Zeit als Fliegerarzt nicht ihre Kampfjets einsetzen mussten, sondern durch ihre militärische Präsenz durch Abschreckung dem Frieden dienten.
Es ist ein unvergessliches Erlebnis über den Wolken mit Schallgeschwindigkeit als Hintersitzer zu fliegen. Nach den Ängsten vor dem Flug (vor dem Flug, vor dem Fliegen). Angst, ja.
Auch in der Gewissheit, dass im Zweifel Bomben von den Flugzeugen getragen werden können.
Da waren unsere nächtlichen Flüge mit der „Bell“ als SAR-Flieger mit Schwerverletzten nahezu harmlos.
Wobei jeder einzelne Flug stets Risiken des Fliegens, aber auch der Schwerkranken oder Schwerverletzten barg.
Nachts, nach Übergabe eines Schwerverletzten, ohne Patient zum Standort zurückfliegen. Klarer Himmel „über den Wolken“, kein Funk, da niemand sonst im Luftraum unterwegs war. Eine Vertrautheit in der Kabine unter Menschen, die wussten nur als Team können wir Aufgaben lösen.
Gerade in diesen Nächten, da kam der Refrain ins Ohr: „Über den Wolken“…
Aber drehen wir es doch einmal um.
Wir leben unter den Wolken, tagein – tagaus, jahrein – jahraus.
Was ist denn täglich mit unseren Ängsten und Sorgen?
Drücken die uns nieder, da unter geschlossener Wolkendecke kein Entkommen?
Das sollte nicht so sein. Ängste und Sorgen.
Jeder hat sie.
Aber wir können lernen mit ihnen umzugehen.
Sie zu bewältigen.
Jeder der schon einmal aktiv geflogen ist, riecht das Benzin, sieht und hört das, was May beschreibt:
„In den Pfützen schwimmt Benzin schillernd wie ein Regenbogen. Wolken spiegeln sich darin, ich wär gern mitgeflogen.“
Abheben, „der Sonne entgegen“.
Nicht wie Ikarus, der mangels ausgereifter Technik abstürzen musste, sondern mit der Gewissheit, dass die perfekte Technik das Fliegen zum sichersten (sicherlich nicht saubersten) Fortbewegungsmittel macht.
Denken Sie an die Kraft, die ein Flugzeug abheben lässt. Mit dieser Kraft sollten wir unseren Ängsten und Sorgen unter den Wolken begegnen.
Dann werden diese dort „nichtig und klein“.
Bleiben Sie gesund.
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