27/03/2026
🦠 Mitochondrien sind zentrale Integrationszentren der Zelle, die Energieproduktion, Stoffwechsel und zelluläre Signalprozesse koordinieren. Unterschiedliche Faktoren können dazu beitragen, dass ihre physiologische Funktionsfähigkeit eingeschränkt wird.
🧬 Primäre mitochondriale Dysfunktionen, die auf genetischen Mutationen beruhen, sind vergleichsweise selten.
🍔 In den meisten Fällen handelt es sich um sekundäre Funktionsstörungen, deren Entwicklung stark durch Lebensstilfaktoren geprägt ist. Bewegungsmangel und ein chronisches Überangebot an Makronährstoffen können das zelluläre NAD⁺/NADH-Redoxgleichgewicht verschieben und die Bildung reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) fördern. Gleichzeitig können Defizite an Coenzym Q10, B-Vitaminen oder Eisen die Effizienz der mitochondrialen Atmungskette zusätzlich beeinträchtigen.
➡️ Die Folge: Auf zellulärer Ebene kommt es zu verminderter ATP-Produktion, erhöhtem oxidativem Stress, metabolischer Dysregulation sowie Störungen der Signalübertragung, u. a. durch eine eingeschränkte Funktion der NAD⁺-abhängigen Sirtuine.
🥱 Da besonders energieintensive Gewebe wie Muskel-, Nerven- und Herzgewebe auf eine stabile mitochondriale Funktion angewiesen sind, können die klinischen Manifestationen vielfältig sein. Häufig berichten Betroffene über Müdigkeit, Erschöpfung, Belastungsintoleranz, Muskelschwäche oder kognitive Beeinträchtigungen.
🩺 Zudem rücken mitochondriale Funktionsstörungen zunehmend als möglicher pathophysiologischer Faktor zahlreicher chronischer Erkrankungen in den Fokus, darunter kardiometabolische, neurodegenerative und neuropsychiatrische Erkrankungen.
📖 Quellen:
Gorman et al. (2015) – doi:10.1002/ana.24362
Niyazov et al. (2016) – doi:10.1159/000446586
📸 Bildgestaltung: Adobe Express, ChatGPT (OpenAI)